Ein Wochenende in Heidelberg

Noch ist es einige Wochen hin, bis auch wir in unseren Jahresurlaub starten können. Um die Zeit bis dahin etwas zu verkürzen, kam uns ein Angebot für ein günstiges Bahnticket von „Travelzoo“ gerade recht. Da man zum gleichen Preis überall in Deutschland mit dem Zug hinreisen konnte, sollte unser Reiseziel natürlich weit weg sein. Unser Blick auf die Landkarte viel auf Heidelberg. Wenn es dort so vielen Amerikanern und Japanern gefällt, dann müssen wir auch mal in die schöne Stadt am Neckar fahren.

 

Samstag, 16.09.2017:

Einen „seeehr“ frühen Zug haben wir gebucht, um schon mittags in Heidelberg zu sein. Die Zeit soll genutzt werden! Um 4.00 Uhr klingelt der Wecker und um 5.20 Uhr besteigen wir mit unserem vorbereiteten „Frühstückspicknick“ den ICE. Die Anreise verläuft nach Plan und etwas schlafen konnten wir auch noch.

Das Hotel „Mille Stelle City“ in der Goethestraße konnten wir zu Fuß erreichen. Das Wetter war so schön, so dass wir dort nicht nur die Koffer sondern auch die Jacken gelassen haben. Zu Fuß ging es weiter in die Altstadt. Heidelberg hat mit einer Länge von 1,6 km eine der längsten Einkaufsstraßen Europas. Natürlich findet man hier die gleichen Läden wie überall.

Es ist hier angenehm lebhaft durch die  vielen Gaststätten mit Außengastronomie und die vielen Eisdielen. Den Blick lassen wir schon mal über die Speisenkarten schweifen, schließlich wollen wir hier gut und badisch essen und trinken. Erschrocken sind wir über die vielen italienischen Nudelgerichte im Angebot. Die regionale Küche scheint unterrepräsentiert.

Dass Wetter ist herrlich – wer hätte das gedacht, – aber Heidelberg gehört auch zu den wärmsten Orten in Deutschland! So können wir gemütlich durch die Altstadt bummeln. Der Fotoapparat hat Hochkonjunktur. Bei über 2000 Gebäuden, die hier unter Denkmalschutz stehen, gibt es viel zu fotografieren. Die kleinen Gassen sind sehr fotogen! Besonders schön ist auch die Heiliggeistkirche, die von 1398 – 1515 errichtet wurde.

 

Kai gefällt, dass die Kirche heute protestantisch ist und kauft sich gleich ein paar „Lutherkarten“.

Frauen soll man loben

Dafür muss er mit mir den Turm besteigen. Mit 2,00 € ein günstiges Vergnügen. Viele Stufen später haben wir einen tollen Blick auf die Dächer der Stadt und auf das Neckartal.

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Am Rathausplatz angekommen, beobachten wir einige Hochzeitspaare. Das Standesamt ist hier gut besucht. Jetzt sind wir auch am Neckar und an der „Alten Brücke“ angekommen.

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Die Brücke stammt aus dem Jahr 1788 und ist wirklich alt und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf den Neckar und auf die Schlossruine, deren Besichtigung für morgen auf dem Programm steht. Wir wagen uns auch auf das andere Flussufer.

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Dort führt direkt am Ufer ein Weg entlang und ein Fuß kann auch in den Neckar gehalten werden. Zum Touristenprogramm gehört natürlich eine Schifffahrt auf dem Fluss. Die Unternehmen wir ganz umweltfreundlich mit dem Solarschiff „Neckarsonne“.

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Gestartet wird auch bei schönstem Sonnenschein doch am Ende gibt es tatsächlich einen Regenschauer. Die Flussfahrt war nicht so aufregend – gehört aber irgendwie dazu.

Während des richtigen Regengusses besichtigen wir das Geburtshaus von Friedrich Ebert mit einer Ausstellung über sein Leben. Nun noch schnell ein Eis und zurück zum Hotel. Bevor wir zum Essen gehen, wird noch etwas ausgeruht. Das Zimmer gefällt uns. Nach einem kurzen Schläfchen geht es zurück in die Altstadt. Typisch für uns, das Restaurant unserer Wahl ist wegen einer „Gesellschaft“ geschlossen. Wir landen in einem überfüllten Brauhaus und warten beim Bier auf einen freien Tisch. So richtig glücklich ist Kai nicht, aber Essen und Bier schmecken. Auf dem Heimweg gibt es in einer anderen Brauerei ein weites Bier und noch ein Eis zum Nachtisch. Der Abend ist so mild, dass wir das 2. Bier draußen genießen konnten. Jetzt aber ab ins Hotelbett. Der Tag war lang und ereignisreich und wir sind müde!

Sonntag, 17.09.2017

Wir schlafen bis um 9.00 Uhr. Das Hotelzimmer soll sich auch ein bisschen lohnen!

Die Koffer werden gleich am Hauptbahnhof abgegeben, dort gibt es auch ein Bäckerfrühstück als erste Stärkung für den Tag. Mit dem Bus fahren wir Richtung Schloss. Das x-te Mal  wollen wir nicht die Einkaufsstraße bis zum Rathausplatz runter laufen. Ein Schloss liegt natürlich auf einem Berg und der will erklommen werden (wir hätten auch die Bergbahn nehmen können – ist im Ticket inkludiertJ).

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Eigentlich ist das Heidelberger Schloss nur noch eine Schlossruine, trotzdem ist das Schloss als Symbol für Romantik ein Magnet für Touristen  der ganzen Welt. Vielleicht entsteht  deshalb der Eindruck, dass Heidelberg im englischsprachigen Raum liegt. Zur Ruine wurde das Schloss im 17. Jahrhundert während des Dreißigjährigen Krieges. Man hat sich später dazu entschlossen, dass Schloss nicht wieder aufzubauen, sondern als Ruine zu erhalten.

Es lohnt sich auf jeden Fall, den Schlosshof und den Garten zu besuchen. Der Blick von hier oben ist sehr schön und es gibt viele Fotomotive. Zurück nehmen wir aber die Bergbahn. Ist ja schließlich bezahlt.

Unten am Rathausmarkt angekommen, scheint die Sonne und wir suchen uns einen schönen Außenplatz für ein kleines Mittagessen.

Heidelberg 2017 Elisabeth-62

Hier gibt es Regionales: Kai bekommt Saumagen und ich esse Maultaschen. Sehr lecker – auch der Saumagen – gar nicht eklig. Dazu ein Glas Federweißer. Wir schillen noch etwas in der Sonne am Neckar und dann laufen wir gestärkt zum Bahnhof zurück, denn um 16.00 Uhr etwas geht der Zug zurück nach Hamburg.

Das  Wochenende in Heidelberg war wirklich toll und wir hatten richtig Glück mit dem Wetter! Hier kommen wir bestimmt noch mal hin mit etwas mehr Zeit, denn auch die Landschaft drumherum scheint eine Reise wert!

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