Von Gran Canaria nach Kapstadt mit der AIDAaura

27.10.22 bis 15.11.22

Was macht man mit restlichen Urlaubstagen zum Jahresende am besten? Wir haben noch einige davon. Zwar wurde in diesem Jahr schon viel unternommen, aber es waren überwiegend Macro-Abenteuer, die wenige Urlaubstage verbraucht haben.

Also, eine Kreuzfahrt geht immer. Es sollte in die Wärme gehen, um den Sommer noch etwas zu verlängern – da gefiel uns diese Reise. Auf die Kapverdischen Inseln wollten wir schon immer mal reisen, in Lüderiz waren wir auf unserer Namibiareise nicht und in Kapstadt sind wir ohnehin verliebt. Kurzum: Das wird unsere Reise!

Donnerstag, den 27.10.22: Anreise

3.00 Uhr – der Wecker klingelt. Mit dem Nachtbus zum Flughafen. Der Flieger startet fast pünktlich um 7.05 Uhr. Keine Selbstverständlichkeit bei den häufigen Streiks und gecancelten Flügen.

Über Madrid geht‘s nach Gran Canaria und direkt auf das Schiff. Trotz erster Müdigkeitserscheinungen gilt es noch einige Hürden zu nehmen.

Die Seenotrettungsübung ist nun fast digital, wenn man ins Bordportal kommt ….  Schnell noch zur Rettungsstation zum Scannen der Bordkarte. Ja, mal was Essen und Trinken. Das gibt es beim Fliegen nicht mehr. Die Grillstation wird für gut befunden.

Nun noch schnell an Land, um im nahegelegenen EKZ einen Bikini zu kaufen. Die Nachbarn sind auch schon eingetroffen. Beim Abendessen stellt sich langsam ein Urlaubsgefühl ein. Später heißt es dann noch beim traditionellen Sekt-Büfett „Sie haben Urlaub“. Endlich. Todmüde fallen wir ins Bett .

Freitag, den 28.10.22: 1. Seetag

Ausschlafen, keinen Wecker stellen. Heute mal Sonnenaufgang Sonnaufgang sein lassen, kein Frühsport gleich am ersten Morgen – das ist der Plan. Die Realität: Kai steht auf, genießt den Sonnenaufgang und den Frühkaffee – das macht er nie – und schwärmt von der schönen Atmosphäre so früh auf Deck.

Frühstück fällt zu Gunsten eines sehr leckeren Poolbrunch aus. Ganz frischer Fisch wird gegrillt mit leckeren Salaten und Obst zum Nachtisch.

Die Sonne kann auf dem Pooldeck genossen werden. Schattenplätze sind beliebt. Wie ist es schön warm! Sport kommt mit drei Kursen auch nicht zu kurz. Was für ein schöner 1. Urlaubs- und Seetag.

Die Bars haben hier auf der Aura sehr gemütliche Außenbereiche, die zum Bestaunen der Sonnenuntergänge einladen. Das Büfett überzeugt uns mit leckeren Speisen.

Samstag, den 29.10.22: 2. Seetag

Das geliebte Morgenprogramm beginnt: Frühkaffee, Laufen auf dem Pooldeck und dabei beobachten, wie die Sonne aus dem Meer aufsteigt und den Himmel in tollen Farben leuchten lässt. Zum Schluss geht’s noch in den Pool.

Um diese Zeit hat man ihn meistens für sich allein. Schattenplätze auf dem Pooldeck sind dafür schwer zu finden, was auch an der Route liegt. Bald liegt das ganze Schiff in der Sonne.

Wir weichen auf Deck 6 aus, aber auf die Idee kommen viele Mitreisende – dort sind fast alle Stühle besetzt. Mit Glück finden wir Zwei. Das Abendprogramm lockt unter anderem mit einem Pub-Quiz, das liegt ja voll im Trend. Leider waren es nur wenige Teilnehmende und auch die beiden Gastgeberinnen waren etwas überfordert und gewonnen haben wir auch nicht. War aber mal ein Versuch wert.

Sonntag, den 30.10.22: São Vicente, Mindelo (Kapverden)

Schon früh nähern wir uns der Insel. Es ist besonders schön zu beobachten, wie das Ziel immer näher kommt – und das noch bei Sonnenaufgang.

Erst taucht das Land in der Ferne aus dem Morgennebel auf und schließlich erkennt man die Einzelheiten. Um 9.00 Uhr beginnt der gebuchte Ausflug mit „Greenline Tours“.

Am Hafenausgang warten unsere Guides mit einem Kleinbus. Wir Vier werden eingeladen und los geht die Tour. São Vincente ist sehr bergig und es geht hoch zum Monte Verde.

Die Wolken hängen noch im Berg. Unterwegs werden erste Fotostopps eingelegt für den Fall, dass wir oben im Nebel stehen. So passiert es auch. Die Aussicht ist grau in grau. Zum Trost gibt es dort aufgesetzten Kräuterschnaps mit Rum und Kaffee aus heimischen Bohnen. Dann reißt der Himmel doch auf und gibt den Blick auf die landwirtschaftliche Nutzung des Berges und auf viele Agaven frei. Mais, Bohnen und Kürbisse werden auf kleinen terrassierten Feldern angebaut. Einige können nur durch Abseilen erreicht werden. Die Vulkaninsel verfügt über kein eigenes Wasser und ist sehr trocken. Nur in den Höhenlagen ist es grün und zusätzlich wird hier oben die Feuchtigkeit vom Nebel in einer Zisterne aufgefangen. Es geht wieder runter – vorbei an Ziegenherden – zu einer schönen Bucht am Strand.

Wir erklimmen eine Düne aus Saharasand, besuchen das Fischerdorf Salamansa mit der Schildkröten-Rettung und einen landwirtschaftlichen Testbetrieb im Tal.

Unsere Begleitung ist sehr stolz darauf hier zu leben und berichtet interessantes über die wechselvolle Geschichte und das oft beschwerliche Leben auf der Insel. Vor 500 Jahren war die ehemalige portugiesische Kolonie die Drehscheibe des Sklavenhandels. Besondere Bedeutung hat die 1975 erkämpfte Unabhängigkeit. Das demokratische Land zählt trotz der sichtbaren Armut zu einem der wohlhabendsten Ländern Afrikas.

Der Ausflug endet mit einem Spaziergang durch die im Kolonialstil erbaute Stadt Mindelo und der Besichtigung einer alten Befestigungsanlage, die später als Gefängnis mit einer atemberaubenden Aussicht genutzt wurde. Schon vom Schiff aus war die Ruine aufgefallen. Heute am Sonntag findet leider kein Markt statt.

Der Sonntag ist Familientag und so war es auf der Insel sehr ruhig. Überhaupt – das Motto lautet hier: No Stress!

Montag, den 31.10.2022: Santiago, Praia (Kapverden)

9.00 Uhr – der Ausflug beginnt. Guides vom gleichen Veranstalter erwarten uns in Praia, der Hauptstadt der Kapverden. Santiago ist die größte der 10 kapverdischen Inseln, von denen 9 bewohnt sind. Entsprechend dauert die Rundreise mit Ailton, so heißt der Guide, auch länger. Auffällig ist, dass es hier viel grüner ist, also kein Wasserproblem.

Es geht wieder einen Berg hinauf – die Felder sind deutlich üppiger.

Es ist gerade Spinnensaison – sie sind groß, aber ungefährlich. Vielleicht auch deshalb werden sie zu Fotomodellen und alle Touristen versuchen bedrohliche Aufnahmen zu machen.

Heute ist Markt. Viel Fisch, Gemüse, aber auch Fleisch wird feilgeboten. Kühlung gibt es nicht. In Schüsseln liegt die Ware – die eine oder andere Fliege freut sich. Trotzdem ist alles frisch. Wegen der fehlenden Möglichkeit zu kühlen wird Ware vom Tag für den Tag verkauft und gekauft. Eine kleine Maus hat sich auch in dem Gemüse versteckt.

Gekauftes wird in Schüsseln auf dem Kopf transportiert, Kinder im Tuch auf dem Rücken. Einen Badestopp gibt es in Tarrafal am Strand mit Mittagessen – Fisch, Meeresfrüchte mit regionalem Bier. Zurück in Praia gibt es noch eine Tour mit dem Bus durch die lebhafte Stadt.

Auf dem Schiff sind die Geister los – Halloween. Nicht nur Deck und Restaurants sind liebevoll geschmückt – auch die Crew hat sich kunstvoll verkleidet. Die gruselige Poolparty wird mit dem Crew-Shaken eingeläutet und auch die Crew darf heute feiern!

Dienstag, den 01.11.22, 3. Seetag

Den Seetag braucht man dringend nach zwei erlebnisreichen Ausflügen auf den Kapverdischen Inseln. Heute Nacht wurde uns wieder eine Stunde genommen von den Zweien, die uns am Anfang der Reise geschenkt wurden. Auf dem Schiff ist das Entspannen leicht: Sport, Sonnen, Baden, lesen, dösen, gut Essen – und trotzdem vergeht der Tag wie im Flug und die Müdigkeit stellt sich ein. Heute geht es tatsächlich zeitig ins Bett, denn der Ausflug morgen beginnt um 8.00 Uhr!

Mittwoch, den 02.11.22, Gambia – Banjul

In der Dunkelheit nähern wir uns Banjul, der Hauptstadt, die an der Mündung des Gambia Flusses am Atlantischen Ozean liegt. Um 7.00 Uhr legen wir an und um 7.00 Uhr geht die Sonne auf. Die wenigen Lichter, die in der Dunkelheit bei der Anfahrt sichtbar werden, lassen auf keine große Metropole schließen. Gambia ist das kleinste afrikanische Land, das sich entlang des Gambia-Rivers als ehemalige britische Kolonie entwickelt hat.

Unser Ausflug beginnt abenteuerlich.

Mit zwei, drei Minuten Verspätung kommen wir zum Hafenausgang. Viele Einheimische stehen dort, um eine Tour anzubieten – nur unser Guide ist nicht zu sehen. Glück im Unglück: Ein Mann erkundigt sich nach unserem Schicksal, stellt fest – die sind schon weg – und telefoniert hinterher. Wir werden tatsächlich noch eingesammelt! Das ist uns das Trinkgeld für die Hilfsbereitschaft wert und der Tag ist gerettet. Da soll noch mal einer sagen, in Afrika ist man unpünktlich!

Zuerst stürmen wir über den Markt, vorbei an Fisch- und Fleischhändlern, um auf die Gruppe zu stoßen, mit der wir heute unterwegs sein werden.

Anschließend geht es zum Nationalmuseum mit einer Sammlung historischer Dokumente aus der Kolonialzeit und informativem zur Unabhängigkeit des Landes.

In Gambia sind über 600 Vogelarten heimisch, einige findet man gleich hier.

Nächster Halten ist beim Arch 22: Ein 35 m hoher Torbogen, der an den (friedlichen) Militärputsch vom 22.07.94 erinnert.

Vorbei geht es am Parlament zur „Batikfabrik“ mit einer kleinen Erläuterung zu der Herstellung der Stoffe und der Batikkunst. Nicht nur hier sollen Bonbons, Schulhefte oder auch ein Fußball für die Kinder als Spende gekauft werden. Die Kinder hoffen auf den Kauf von Süßem, das gleich an sie verteilt wird.


Eindrucksvoll ist das berühmte Krokodilbecken von Kachikally. Hier leben die heiligen Krokodile, die zum Glück jeden Tag mit reichlich Fisch gefüttert werden. Die ersten sehen wir im Wasser der Mangroven.

Schon beim Fotografieren stolpere ich fast über ein Reptil. So nahe möchte und sollte man diesen Tieren in der Regel nicht kommen. Doch hier ist alles anders: Krokodil-Streicheln ist angesagt. Mutige vor!

Auch im Wald, durch den wir spazieren, liegen Krokodile – hoffentlich satt und glücklich. Auf jeden Fall kommen wir vollzählig zurück zum Bus. Unser Guide berichtet viel über Land und Leute. Auch über Rituale der Vergangenheit, wie die Beschneidung durch Medizinmänner – ein Ritual, das 8 Wochen gedauert hat. Nicht selten kam es zu Todesfällen wegen der mangelnden Hygiene. Heute finden Beschneidungen von Jungen im Krankenhaus statt und Mädchenbeschneidungen sind verboten. Die vielen Religionen leben friedlich miteinander. Der Bevölkerung geht es im afrikanischen Vergleich gut und man ist hier glücklich. Es gibt Krankenhäuser und gute ärztliche Versorgung. Die Schulen kosten jedoch Geld. Gute Schulbildung ist teuer. Jedes Kind muss eine Schuluniform haben. Es gibt viele Ausländer aus anderen Teilen des Kontinents. Was auch darfan liegt, dass Gambia komplett vom Nachbarn Senegal umschlossen ist.
Wir fahren an vielen Töpfereien vorbei. Esel ziehen Karren.

Die Straßen sind überwiegend gut. Leckeres Mittagessen gibt es in einem klimatisierten und mit WLAN ausgestatteten Einkaufszentrum, das so gar nicht zu den bisherigen Eindrücken passt.

Schon geht es zurück zum Schiff. Die Tour durch Stadt und Land hinterlässt interessante Eindrücke über die afrikanische Lebensweise in Gambia.

Fast unauffällig beginnt heute unsere nächste Etappe: 5499 km nach Walvis Bay, Namibia oder: 7 Tage auf See. Um 18.00 Uhr wird abgelegt, Gambia entfernt sich rasch im Sonnenuntergang. Es wird auf die Seereise angestoßen. Was wir mitnehmen: Viele, viele Insekten, die uns noch die nächsten Tage an Gambia erinnern werden.

Donnerstag, den 03.11.2022: 1. Seetag – Auf nach Namibia!

Die mitgereisten Grillen sitzen irgendwo geräuschvoll im Kabinengang und begrüßen den Tag. Der Sonnenaufgang wird um 7.01 Uhr bei Kaffee und Sport genossen. Toll, wie die Sonne am Horizont aus dem Atlantik auftaucht. Um 09.00 Uhr geht‘s zum 1. Sportkurs.  Das Frühstück will verdient sein- aber nicht zu viel essen!

Um 11.30 Uhr heißt es: Poolbrunch mit leckeren Snacks. Heute wird es süß mit einem Bananasplit. Da geht am Nachmittag noch ein Hamburger vom Pool Grill. Der Kuchen schmeckt auch gut, den es von 15.00 Uhr – 17.00 Uhr gibt. Der wird in unsere Kabine „geschmuggelt“. Den Kaffee kochen wir selbst mit der geleasten Kaffeemaschine. Das nachmittägliche Sportprogramm muss natürlich im Auge behalten werden bei Speis und Trank.

Am Abend lädt bei dem guten Wetter das Calypso Restaurant mit seinem Außenbereich zum Abendessen ein. Ein Highlight gibt es heute tatsächlich im Theater: Wayne Morris. Er ist mit auf großer Fahrt, um uns gelegentlich zu unterhalten und das kann er. Nach wenigen Minuten singen und klatschen alle mit.

Freitag, den 04.11.2022:2. Seetag auf dem Weg nach Namibia

Seetage bekommen oft einen ähnlichen Tagesverlauf. Ein spätes Frühstück, Platzsuche auf dem Pooldeck – die besten Plätze sind jetzt schon lange belegt und werden auch nicht aufgeben. Erfrischungsbad im Pool. Es ist sehr warm und in der Sonne kaum auszuhalten.

Poolbrunch und runter auf Deck 6 – hier findet man Schatten. Die Tagesbeschäftigung besteht aus Lesen oder Hören von Podcasts.

Herrlich mal Zeit zum ausgiebigen Lesen zu haben. Vielleicht wird ein Vortrag besucht. Vieles wird angeboten und jeder kann tun, wonach der Sinn steht.

Dann wieder Sport und fertigmachen für den Sundowner und das Abendessen. Nach einigen Tagen Calypso wechseln wir doch ins Marktrestaurant.

Das Essen ist auf dieser Reise sehr lecker. Nicht immer gibt es ein spannendes Abendprogramm.

Heute ist der Abend jedoch gerettet: Silentdisco. Tanzen in lauschiger Nacht zu unterschiedlichen Klängen aus den Kopfhörern – das bringt Spaß.

Samstag, den 05.11.22: 3. Seetag

Wo ist das Internet geblieben? Für manche wichtig, für uns nicht so. Auch das Fernsehen geht nicht (was wir gar nicht bemerkt hatten) – egal. Es gibt so viel zu tun auf dem Schiff, dass keine Langeweile aufkommt.

Ein besonderes Ereignis gibt es heute: Wir springen über den Äquator! Als imaginäre Linie wurde er schon auf dem Pooldeck verklebt.

Um 10.30 Uhr ist es so weit! Nach dem Anlauf kommt der Sprung. Ist schon etwas Besonderes mit dem Schiff den Äquator zu überqueren. Die Neptuntaufe folgt. Heute auch mit mir. Man nennt mich nun „Einhornsadine“.

Zur absoluten Krönung des Tages findet noch „Outdoor-Cycling unter der Äquatorsonne auf dem Pooldeck statt.

Huch, ist der Tag schon vorbei?

Sonntag, den 06.11.22: 4. Seetag bis Mittwoch, den 09.11.22 7. Seetag

Seetage bestechen mit ihrem Erholungswert. Schnell stellt sich eine angenehme Routine ein und doch vergeht die Zeit wie im Flug.

Was – schon sieben Tage vorbei und morgen kommt ein anstrengender Landtag auf uns zu? Mit frühem Aufstehen? Gespannt wird Namibia erwartet. Es heißt aber auch: Das Ende der Reise naht und wie viele Seetage sollten es gewesen sein? Da stimmt doch was nicht …. .

Donnerstag, den 10.11.22: Walvis Bay, Namibia

Mit Nebel empfängt uns Walvis Bay und Mitarbeitende der Einwanderungsbehörde, die uns direkt an Bord kontrollieren und uns mit einem schönen Stempel im Reisepass versehen. Es dauert etwas, bis sich alle Ausflügler beim Auto unseres heutigen Guides von Impala-Tours versammelt haben. Endlich starten wir in Richtung Wüste und der Düne 7, die mit ihren

130 m bestiegen werden muss. Der anstrengende Aufstieg auf diese fast höchste Düne der Welt wird mit einer tollen Aussicht über die Wüstenlandschaft belohnt.

Weiter geht es zum Namibia-Naukluft National Park. Die Sandlandschaft ist hier so sensibel, dass noch 100jährige Sandspuren von Ochsenkarren zu sehen sind.  Viel Lebendiges gibt es hier nicht mit Ausnahme von Algen, die hier trotz der Trockenheit überleben können.

Das Gleiche gilt für die Welwitschia Mirables Pflanze, die nur hier wächst. Besichtigt wird das älteste Exemplar. Auf dem Schild steht noch, dass sie 1500 Jahre alt sei. Neuere Untersuchen haben ergeben, dass sie 4500 Jahre alt sein könnte.

Weiter geht es durch die Mondlandschaft. Verschwörungstheoretikern glauben, hier wurde die Mondlandung der Amerikaner gedreht.

Von der Wüste geht es zum Meer – nach Swakopmund.

Vieles erinnert hier an die Kolonialzeit. Interessant ist der Holzmarkt, wo allerlei afrikanische Schnitzerei feilgeboten wird. Nicht kaufen wollen, aber Fotografieren finden die Händler und insbesondere die Händlerinnen nicht so witzig. Namibische Dollar für ein Foto hat aber niemand- so wird es ein kurzer Aufenthalt dort. Das Städtchen ist schnell entdeckt, zum Einkehren, z. B. auf ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte im Café Anton, ist keine Zeit. (Haben wir aber auch schon beim letzten Besuch gemacht) Leider fällt auch das in Aussicht gestellte Austernessen im dem bekannten Restaurant auf der Seebrücke aus. Es öffnet erst am Abend. Stattdessen gibt es im Bistro „Dune Bar“ mit der Möglichkeit zum Quad fahren, ein Fingerfood Büfett. Drei trauen sich mit dem Quad durch die Sanddünen zu heizen – wir sind Zwei davon. Ein tolles Erlebnis! 

Es werden noch Flamingos bestaunt und dann geht es langsam zur AIDA zurück.

An Bord zurück haben sich die Köche tolles einfallen lassen: White Picnic. Auf einem großen weiß eingedeckten Büfett stapeln sich die Köstlichkeiten: Sushi, Shrimps, Kleinigkeiten aus Fleisch und Fisch – einfach lecker! Wer soll da noch zum Abendessen gehen?

Das Auslaufen verzögert sich, da nach den 7 Seetagen getankt werden muss. Als wir um 20.30 Uhr ablegen, sitzen wir doch im Marktrestaurant. Eine Kleinigkeit kann man doch noch vertragen. Mit großer Geschwindigkeit fahren wir unserem nächsten Ziel entgegen, um die Verspätung auszugleichen.

Mittwoch, den 11.11.22, Lüderitz

Ankunft: 11.00 Uhr. Gar nicht schlecht, so muss niemand früh aufstehen, um die Einfahrt zu erleben. Langsam nähert sich die Stadt mit der Felsenkirche und dem Leuchtturm. Es ist kühl geworden. Die Abende sind nicht mehr lauschig, der Wind hat zugenommen und nur noch wenige Frühstücken draußen. Uns kann die Wetterlage nicht abhalten. Heute steht André von Impala-Tours direkt am Kai. Gleich nach der Freigabe des Schiffes stürmen alle raus.

Die Gruppe ist heute leider größer. Mit drei Fahrzeugen geht es nach Kolmanskop.

Die deutsche Siedlung wurde 1908 während des Diamantenrausches gegründet und in den 50 er Jahren aufgegeben. Selbst die verlassene und versandete Geisterstadt mutet wie eine deutsche Kleinstadt an. Selbst auf eine Kegelbahn wurde nicht verzichtet. Nach einer kurzen Führung war es sehr interessant, die einzelnen Gebäude mit ihren damaligen Funktionen zu besichtigen.

Gestärkt durchs Mittagessen mit WLAN konnte der Díaz Point mit dem nachgebildeten Diazkreuz erklommen werden. Bartolomeo Díaz hat 1488 für Portugal die Lüderitzbucht entdeckt.

Wir entdecken auf dem Nebenfelsen eine Seelöwenkolonie. Schnell noch die Füße in den kalten Atlantik gehalten und weiter geht‘s nach einem Glas Champagner am Strand zur Felsenkirche.

Diese evangelische Kirche war ein Geschenk aus der Heimat für die deutschen Siedler und sogar Kaiser Wilhelm der II hat sich an dem Altarfenster beteiligt. Von hier kann man bequem zum Hafen spazieren und sich noch etwas im Städtchen umsehen und dann hat man wohl auch alles gesehen.

Den Abend lassen wir heute mal an der AIDA-Bar ausklingen.

Samstag, der 12.11.22: Letzter Seetag

Die schöne Reise nähert sich mit großen Schritten dem Ende zu. Auf Kapstadt kann man sich gar nicht freuen, denn diese schöne Stadt bedeutet auch Abschied nehmen.

Noch einmal das Morgenprogramm genießen, lecker Frühstücken, Poolbrunch, in der Sonne liegen …. den Tag genießen. Heute heißt es schon Farewell mit Menü und Abschiedssekt.

Das Essen ist wie immer lecker, die Organisation des Events etwas komisch. Um 20.45 Uhr soll beim Theater angestoßen werden. Alles strömt zum Essen und um 19.00 Uhr ist kein Platz mehr frei. So genießen wir gemütlich ab 20.00 Uhr im Marktrestaurant das Abschiedsbüfett und verzichten auf Sekt und Show. Leider kommt anschließend kaum noch jemand auf das Pooldeck, so dass die Poolparty ins Wasser fällt.

Das Aufbauen einer zusätzlichen Bar und diverser Tische war unnötig. Wir stromern noch etwas über das Deck, spazieren wie jeden Abend zur guten Nacht noch über Deck 10 und über

Deck 6.  Morgen soll es früh los gehen mit der Kapstadt – Besichtigung. Die Abreiseinformationen sind auch schon verteilt- gepackt wird aber erst morgen.

Sonntag, der 13.11.22: Kapstadt

Schon früh nähert sich der Tafelberg und die Sonne geht auf. Eine magische Stimmung mit Blick auf eine Stadt und ein Land, dass süchtig macht!

Schnell frühstücken und runter vom Schiff. Die Anlegestelle ist top. Gleich bei der Waterfront. Hier startet auch der Doppeldeckerbus. Mit dem soll an beiden Tagen Kapstadt erkundet werden. Erster Programmpunkt: Der Tafelberg. Das Wetter ist hierfür großartig. Er versteckt sich gar nicht im Nebel. Der Bus fährt uns direkt dorthin. Leider Schlange an der Seilbahn. Nicht nur wir haben die Idee. Die 360* Bahn – sie dreht sich während der Fahrt um die eigene Achse – bringt uns hoch.

Eine kleine Wanderung über das Plateau lässt uns immer wieder schöne Stellen entdecken, von denen man einen herrlichen Blick ins Tal auf Stadt und Meer und Strände hat.

Hier könnte man noch lange bleiben, doch der Tag soll noch genutzt werden und so geht die Busfahrt weiter. Die blaue Linie bietet eine schöne Rundfahrt an.

Camps Bay ist auch wunderschön. Heute am Sonntag lebt der Strand. Viele sonnenbaden und manche baden sogar in dem kalten Wasser. Ein kurzer Stopp wird eingelegt. Weiter geht es bis zum Leuchtturm und Stadion. Gerade hier wollen wir eine Station zu Fuß gehen. Kein guter Plan. Wir verfranzen uns in der Waterfront, finden nicht den richtigen Busstopp, der uns auf die blaue Linie geführt hätte und wir fahren nochmals „Rot“. Danach ist die Luft für heute raus. Die Sonnenuntergangstour fährt ohne uns die Waterfront wird noch unsicher gemacht. Ein Bier in der letzten Sonne und anschließend ein leckeres Essen in einem der vielen Restaurants.

Gepackt werden muss heute auch – ein echter Wermutstropfen.

Montag, den 14.11.22: Kapstadt und Rückreise

Bis zum Nachmittag wird die Zeit genutzt die blaue Route abzufahren. Sie führt an den Stadtrand und am botanischen Garten Kirstenbosch wird ausgestiegen. Sehr zu empfehlen, obwohl zu dieser Jahreszeit nicht so viel blüht, ist die Vegetation sehr beeindruckend.

Houtsbay ist die nächste Station. Ein interessanter kleiner Fischereihafen mit der Möglichkeit sich zu stärken.

Bald sind wir schon wieder am Schiff. Für die ursprünglich geplante Weinroute mit dem Bus fehlte leider doch die Zeit. Kapstadt – wir kommen wieder!

Noch ein letztes Mittagessen auf dem Schiff, ein wenig frisch machen und schon geht es los zum Flughafen. Die Stunden ziehen sich bis zum Abflug.

Der Nachtflug ist jedoch ereignislos – das wünscht man sich schließlich. 07.00 Uhr Frankfurt, 17.00 Uhr Hamburg – auch der Zug ist pünktlich. Der Urlaub ist jetzt nur noch Erinnerung – aber eine sehr schöne!

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