Leinen los – Von Warnmünde bis in die Karibik

Eine Kreuzfahrt mit der AIDADdiva von Warnemünde in die Karibik vom 26.10. bis zum 21.11.2021

Diese Reise ist der 3. Versuch, mit dem Schiff zu Reisen. Die Vorfreude leidet etwas, da man nicht sicher sein kann, ob diese Reise wirklich stattfinden wird. Je näher der Termin rückt, mehren sich jedoch erfreuliche Anzeichen. Die AIDA Diva wird wieder in Betrieb genommen – die vielen Monate auf Reede gehen für das Schiff zu Ende. Zwei Kurzreisen sind nun im Angebot, bevor es mit uns über den Atlantik fahren soll. Langsam sind wir guter Dinge, dass unsere langersehnte Kreuzfahrt stattfinden wird – wir haben lange auf unseren Urlaub gewartet,

Dienstag, den 26.10.2021: Es geht los!

Von Hamburg nach Warnemünde: Mit dem Zug zum Schiff

Rechtzeitig geht es los. Wir haben schließlich schon viele Aufregungen erlebt mit der Deutschen Bahn.

Ein Selfie zum Start…so bleich fahren wir los!
Die Koffer reichen so gerade mal
Die Bahnfahrt war entspannend

Wegen Gleisbauarbeiten muss 2 x umgestiegen werden, um Warnemünde zu erreichen und wir kommen tatsächlich ohne Verspätung an. Am Bahnhof wartet gleich ein Koffertransport von AIDA. So kann der kleine Bummel durch den Ort unbeschwert genossen werden. Es ist kühl, aber die Sonne scheint und unser Schiff ist bald in Sicht.

Da ist unser zu Hause für die nächsten knapp 4 Wochen

Das Einchecken ist etwas beschwerlich – müssen sich doch alle einem PCR-Test unterziehen. Trotz der guten Organisation, lassen sich Wartezeiten nicht vermeiden.

Unsere 3.Reise mit der Diva
Die Schlangen waren lang. es ging aber zügig vorwärts

Endlich auf dem Schiff, müssen sich alle in ihre Kabine in Quarantäne begeben, bis das – hoffentlich – positive Ergebnis vorliegt. Hier beginnt der Nervenkrieg für uns! Erste Zwischennachricht: „ Sie dürfen noch nicht zur Seenot-Rettungsübung, ihr Ergebnis liegt noch nicht vor. Das Warten beginnt, die Unruhe steigert sich langsam. Es kann sich nicht sein, dass noch kein Ergebnis vorliegt? Der Gedanke „Das war es dann wohl“ macht sich in unseren Köpfen breit. Das Telefon klingelt wieder. Man mag kaum abnehmen ….. . Doch dann meldet sich eine freundliche Stimme – die Hoffnung wächst wieder. „Sie dürfen jetzt Ihre Kabine verlassen und zur Seenot-Rettungsübung gehen“! Was für eine Erleichterung! Auf Deck 5 erwarten uns drei weitere Mitreisende, die auch mit den Nerven fertig sind – sie hatten das gleiche Martyrium hinter sich gebracht. So kann die Vorfreude auch gesteigert werden.

Nun kann endlich das Schiff inspiziert werden und die Reise kann beginnen. Wegen der vielen Unwägbarkeiten war die Vorfreude verhalten. Es gab im Vorfeld schon einige Umroutungen und der Reiseverlauf ist wohl auch noch nicht in Stein gemeißelt. Die Lage verändert sich doch stetig. Es ist und bleibt eine Reise unter „Corona-Bedingungen“.

Pünktlich um 18.00 Uhr wird abgelegt. Viele Menschen haben sich an der Promenade versammelt zum Winken und einige kleine Ausflugsdampfer begleiten uns mit viel Getöse. Auch unser Kapitän spart nicht mit dem Horn.

Eine Menge los am Kai

Das AIDA feeling bleibt etwas aus, denn die Begrüßung auf dem Pooldeck  mit den Worten: „Jetzt haben Sie Urlaub!“ und einem gemeinsamen Anstoßen findet zur Zeit nicht statt.

Der Reisebeginn wird von Magenbeschwerden beeinträchtigt. So gibt es heute nur Schonkost am Büfette und es wird ein kurzer Abend.

Mittwoch, den 27.10.2021: Göteborg im Regen

Das ist noch nicht wirklich „Karibik-Feeling“

Mit leichter Verspätung legt das Schiff an, doch der Landgang wird entsprechend verlängert. Ein Shuttle wird benötigt, um in die Stadt zu kommen. Göteborg im Regen kennen wir schon, aber ein bisschen Landgang ist immer schön. Die Altstadt ist sehenswert- gerade auch im Herbst – und es gibt hier riesige Kanelbullar, die sehr lecker sind.

Hier steht der Herbst in den schönsten Farben
Die Altstadt von Göteborg
So ein kleiner “ Bullar“ geht immer

Zurück auf dem Schiff wäre ein Saunagang eine gute Alternative, doch die Saunalandschaft muss nun vorgebucht werden und ist kostenpflichtig. Sehr schade, dass diese Annehmlichkeit eines spontanen und vielleicht auch kurzen Saunabesuchs weggefallen ist. 

Es bleibt Zeit zum Lesen und für Spaziergänge an Deck.

Donnerstag, den 28.10.2021: 1. Seetag

Hier geht’s nicht weiter

Die Sonne scheint! Und das, obwohl der Kapitän nur Tiefdruckgebiete in Aussicht gestellt hatte. So kalt ist es auch nicht. Es scheint schon milder geworden zu sein, aber es ist sehr stürmisch. Das Sonnendeck ist deshalb leider gesperrt. Spaß macht es, stürmische Runden zu drehen und sich in den Wind zu legen. Mit unseren Jacken sind wir  gut gerüstet, um an Deck windgeschützt in der Sonne zu sitzen, um ganz entspannt zu lesen.

Der Wind kann mich mal
Endlich Zeit zum Lesen

Dem sonnigen Wetter folgt ein toller Sonnenuntergang.

Im Ärmelkanal

Schon neigt sich der Tag dem Ende und es wird schon wieder Zeit zum Essen zu gehen. Die Zeiten sind bisher leider etwas eingeschränkt: Bis 20.30 Uhr bzw. 21.00 Uhr haben die beiden Restaurants nur geöffnet. Der Weg in die Kabine führt am Theatrium vorbei und dort wird heute gezaubert. Zauberer sind eigentlich nicht unsere Favoriten, an diesem bleiben wir hängen: Felix Gauger kann sehr fesselnd sein.

Freitag, den 29.10.2021: Le Havre

Unsere Seefahrt ist lustig.  Statt um 10.00 Uhr, werden wir erst um 17.00 Uhr in Le Havre ankommen. Irgendwelche Wetterunbilden sollen der Grund sein: Starker Wind und Strömung.

Die Hafeneinfahrt von Le Havre

Zum Glück haben wir nichts gebucht. Das Wetter auf See ist wieder sehr schön und am Nachmittag kommt endlich Le Havre in Sicht.

Das Absteigen von Bord muss noch geübt werden. Wegen der Verspätung wollen alle Passagiere gleichzeitig runter. Die Liegezeit ist  kurz. Ein Geschiebe und Gedrängel im Treppenhaus. Der Mindestabstand wird gestrichen. Kostenlose Shuttlebusse sollen uns in die City bringen, doch kein Bus ist am Anleger. Nach kurzer Wartezeit gehen wir lieber zu Fuß. So weit ist der Weg bis in die Stadt auch nicht und kann gut gegangen werden. Die Innenstadt ist überschaubar. Schon bald kommt man an einen großen Platz mit  Wasserbecken, dem Bassin de Commerce, und einem Denkmal an die Opfer aus dem 1. und 2. Weltkrieg.

Das Kriegerehrenmal
Der Vulkan, er eigentlich eine Bühne ist

Auch ein weißer Vulkan aus Beton, entworfen von Oscar Niemeyer, säumt den Platz und beherbergt die nationale Bühne und eine große Mediathek. Zwei Kirchen lohnen besichtigt zu werden: Notre Dame aus dem 16./17. Jahrhundert und St. Joseph. St. Joseph mit dem  107 m hohen Turm aus Stahlbeton mit 12.768 bunten Glasfenstern kann man gar nicht verfehlen. Der Turm prägt schon von weitem das Stadtbild.

Notre Dame

Der sehr schöne Altarbereich

St. Joseph
Der sehr interessante Turm von St. Joseph von Innen

Es gibt kleine Läden, Bäckereien und Lokale, die zum draußen Sitzen einladen. Etwas  französisches soll hier noch verspeist werden: Ein Cidre.

Zurück zum Schiff geht es dann doch mit dem Shuttle.

Normannische Lebensart

Nach dem Abendessen ist es noch sehr angenehm an Deck. Die beleuchtete Stadt ist schön anzusehen, gerade auch bei Dunkelheit. Es ist wirklich mild mit 15 ° C. Um 22.00 Uhr geht die Reise geht weiter in Richtung La Coruña.

Die nächtliche Ausfahrt aus Le Havre

Auch das Büfette an Bord hat heute Abend einige leckere französische Spezialitäten im Angebot. Besonders begehrt sind die gebackenen Camemberts und die französische Käseauswahl.

Samstag, den 30.10.2021: 2. Seetag

Termine, Termine: Alle Gäste müssen zum Coronatest. Auf dieser Reise werden wir mehrfach getestet werden, obwohl alle geimpft sind und sich alle einem PCR Test unterzogen haben. Naja, so ist es eben im Moment.

Kai hat sich drei Massagen zum Sparpreis gebucht und heute ist die Erste davon. Auch das Fitnesscenter soll heute zum Ersten mal aufgesucht werden. Natürlich ist auch das Kursangebot limitiert und die Teilnahme nur mit Anmeldung möglich. Nicht leicht, einen freien Platz bei dem geringen Kursangebot zu ergattern. Zu spät sollten die Kurse auch nicht liegen, sonst erreicht man die Essenszeit nicht mehr. Begehrte Kurse sind schon morgens um 7.00 Uhr ausgebucht! Einen Tag vorher, also schon morgens in aller Frühe, muss / kann man sich anmelden. Da kann schon Stress im Urlaub ausbrechen.

Das Wetter ist wieder schön, um Zeit an Deck zu verbringen.

Der Regenbogen fängt an

Wir werden von einem phantastischen Regenbogen überrascht. Erst nur ganz klein in der Ferne, dann zeigt sich der  ganzen Regenbogen wie ein Tor auf dem Meer.

Er wird größer….
…und entwickelt sich…
Jetzt ist er ganz rum. und am Ende ist gar kein Goldtopf 😦

Ein richtiges Naturschauspiel mitten auf dem Kanal. Die Biskaya, die für ihre unruhige See bekannt ist, liegt vor uns. Mal sehen, wie stürmisch es wird und zu welchen Verspätungen es noch kommt. Bei zunehmenden „Schiffsbewegungen“ scheppert es nicht nur in unserer Kabine sehr laut. Der Anker soll der Übeltäter sein. Eine angebotene Ersatzkabine schien uns auf Grund deren Lage und dem noch höheren Lärmpegel dort, keine Alternative zu sein.

Nach dem griechischen Abend im Marktrestaurant erwartet uns eine „Weltmeerpremiere“. Im Theatrium ist Kinozeit mit dem Film „Es ist nur eine Phase, Hase“. Wegen der Besonderheit wird sogar ein Glas Sekt zum Einstimmen spendiert. Die Komödie lässt den Abend mit einem Lächeln ausklingen. Noch ein wichtiger Termin: Umstellung von Sommerzeit auf Winterzeit – eine Stunde Schlaf wird uns geschenkt.

Sonntag, den 31.10.2021: A Coruña

Tücken der Zeitumstellung. Das hat schon mal nicht geklappt. Das Markrestaurant zur besten Frühstückszeit ganz leer? Komisch, auf zum „Weite Welt“. Hier klärt sich der Sachverhalt: Es ist schon eine Stunde später und wir haben noch ca. 10 Min. Frühstückszeit. Neben dem manuellen Umstellen haben unsere Handys wohl beschlossen, auch automatisch die Winterzeit einzuläuten. Doppelt ist auch nicht besser und hat ein schnelles Frühstück zur Folge. Auch der Kapitän hat scheinbar Schwierigkeiten und verspätet sich um 2 Std. mit der Ankunft. Schuld ist immer noch der starke Gegenwind vom Tiefdruckgebiet. Dafür bleiben wir eine Stunde länger vor Ort.

Die Hafeneinfahrt ist sehr schön und schon von Weitem zeigt sich der Leuchtturm „Torre de Hercules“ an der rauen Küste Galiciens. Den wollen wir besuchen.

Der weit sichtbare Leuchtturm
Überall schroffe Atlantikküste

Die AIDAmar ist schon dort und liegt am Kreuzfahrtterminal, so dass wir mit einem Shuttlebus dorthin gebracht werden. Diesmal klappt die Organisation besser als in Le Havre.

Unser Schwesterschiff…allerdings nur auf den Weg zu den Kanaren

Am Terminal beginnt auch gleich die Altstadt mit der Marina und den verglasten Balkonen aus dem 19. Jahrhundert. Sie sorgen für mehr Tageslicht in den Gebäuden und verleihen der Stadt die Bezeichnung „Crystal City“.

Die verglasten Balkone an der Hafenfront

Viele Kirchen und Klöster gibt es zu entdecken. Der große Rathausmark ist gesäumt von vielen Bars und dem eher jungen Rathaus aus dem 20. Jahrhundert.

Einen Nonnenkloster mit freiem Eintritt
Bemerkenswertes Wandrelief
Eine Dominikaner Kirche

Die längste Promenade Europas führt zum Herkulesturm, dem weltweit ältesten „aktiven“ Leuchtturm.

Ein wirklich schönen Weg

Der römische Leuchtturm ist 60 Meter hoch und wurde im 2. Jahrhundert erbaut und vor 200 Jahren von Charles dem III. so umgebaut, wie wir ihn heute vorfinden.

Der Herkules-Turm
Sieht ein wenig aus wie Don Quijote

Es bringt Spaß, den Hügel zu erklimmen und aufs Meer und auf die raue Küste zu schauen. Eine Turmbesteigung ist auch möglich, aber schon ausverkauft. Eine Grünanlage führt zur Küste und lädt zum Spaziergang ein.

Wild zerklüftete Küste

Zurück geht es durch die verwinkelte Stadt. Erste Geister werden gesichtet: Halloween. Hier ziehen die Kinder und Jugendlichen durch die ganze Stadt.

Auf dem Rathausmarkt zurück, gibt es noch ein spanisches Bier und eine Tapas-Spezialität und das ganze für € 5,90.

Auch „Karl-Heinz“ unser Reisemaskottchen war hier

So, schnell zurück auf das Schiff, bevor es ablegt. Das Abendessen hat heute einen leichten spanischen Einschlag. Die erleuchtete Stadt entfernt sich nach dem Ablegen schnell und auch auf dem Schiff erwachen die Geister von Halloween. Es scheint langsam etwas geselliger zu werden, aber so richtige Partystimmung lässt noch auf sich warten.

Halloween war hier wichtiges Thema
Reisebericht Transatlantik Tour AIDAdiva 2021
Abschied von A Coruna

Eine weitere Stunde wird uns in dieser Nacht geschenkt – vielleicht klappt es diesmal mit dem Umstellen unserer Uhren.

Montag, den 01.11.2021: 3. Seetag

Lufttemperatur 15° C, Wassertemperatur 18!°C und das Tiefdruckgebiet verlässt uns in Richtung Deutschland. Erfreuliche Durchsage vom Kapitän. Morgen soll der Seetag noch freundlicher werden. Heute Nacht hat es zu Beginn noch ordentlich geschaukelt und gerumst. Doch er hat auch schon gleich bedrohliches zu vermelden: Hurrikan auf dem Atlantik, der uns zur Mitte unserer Überquerung als Sturm treffen könnte und von Zyklonen weiß er auch noch zu berichten. Es scheint sich bei ihm um keinen Optimisten zu handeln und er lässt uns gerne an schlechten Nachrichten teilhaben, so scheint es.

Zum Frühstück waren wir pünktlich. Die gute Nachricht des Tages. Da wir auf dieser Reise noch häufig die Uhr vorstellen, ist es gut, dass wir dies nun beherrschen.

Die ersten paar Tage Erholung haben gut getan und waren auch notwendig, aber langsam muss das Sportprogramm beginnen. Nur Essen ist keine Alternative. Zu um 10.30 Uhr konnte ein Kurs ergattert werden mit anschließender Ruhephase an Deck. Es ist heute bedeckt und windig, aber schön.

Beim Abendbüfette gibt es Wodka satt beim russischen Themenabend. Alles sehr lecker – über das Essen kann man heute nicht meckern. Auf dieser Fahrt genießen wir die kleinen Räumlichkeiten vor den Restaurants. Sehr zu empfehlen, diese ruhigen und gemütlichen Séparées. Sogar mit Stammplatz.

Kaviar und Wodka…was will man mehr?

Dienstag, den 02.11.2021: 4. Seetag

So schön kann ein Seetag sein! Der Tag startet mit dichter Wolkendecke und der Kapitän nimmt seine positive Wetterprognose zurück. Es ist jedoch warm und es lässt sich an Deck aushalten. Zur Belohnung reißt die Wolkendecke doch auf und die Sonne strahlt vom blauen Himmel. Nach dem Sport kann in der Sonne gebadet werden mit Buch und Hörbuch.

Ein Traumwetter
Der Sport war anstrengend und Seeluft „zehrt“ (sagte meine Mutter immer)
Konzentriertes Zuhören…man beachte die Kopfhörer

Ein kleines Schläfchen ist auch erlaubt. Einige benutzen schon den Pool. Der Abend wird mit einem Sundowner eingeläutet – sie geht schon um 17.17 Uhr unter. Für den  Abend ist die Wellnessoase gebucht von 20.00 bis 23.00 Uhr. Nach einem köstlichen Abendessen zum Thema USA geht es in die Sauna. Nach so einem „anstrengenden“ Seetag mal etwas Entspannung.

Ob man die Wellness-Oase wirklich braucht? Wir nicht wirklich! Die Sauna wie bisher wäre schöner

Morgen geht es früh raus in Porta Delgado auf den Azoren. Es ist schon alles vorbereitet.

Mittwoch, den 03.11.2021: Porta DelgadoAzoren

Walfische, wir kommen! Pünktlich legt das Schiff an und wir sind gleich von Bord. Da liegen schon die Boote! Doch die Enttäuschung lässt nicht lange auf sich warten: Wegen der Wetterlage gibt es keine Touren. Wieder so ein Pech wie auf Island. Die Walfische mögen uns wohl nicht.

Einen waghalsigen  Bootsführer gibt es aber, der sich mit einigen Passagieren auf den Atlantik wagt, jedoch ohne Walfischgarantie. Gegen die Wellen kämpft sich das Boot aus dem Hafen hinaus und eine kabbelige Bootstour beginnt.

Da ist der erste
Wunderschöne Tiere
Eine ganze „Delfin-Schule“
Wo die Möwen sind, sind auch Delfine
Eine standfeste Seefrau

Zur Belohnung treffen wir auf eine Delfinschule. Die springfreudigen Delfine begleiten uns lange. Bei dem wilden Ritt auf den Wellen bleibt kaum jemand trocken und bei einigen verändert sich die Gesichtsfarbe. Auch ohne Walfischsichtung war es ein gelungener Ausflug.

Beim Stadtbummel könnte es etwas trockener sein.

Es regnet leider
Die armen Pferde müssen im Regen stehen
Aber wir sind auf den Inseln des ewigen Frühlings

Wir schlendern durch die Straßen, finden einen Obst- und Gemüsemarkt in einer Tiefgarage mit regionalen Ananas und Café‘s.

Die wachsen hier auf den Azoren
Wir dachten erst, das wäre die Tiefgarage für den Markt. Nein, das ist der Markt!

Erstaunlich günstig ist es hier: 2 x Kaffee für € 1,55.

Wirklich sehr gut und unglaublich preiswert!

Gutes WLAN gibt es hier auch. Das die Azoren zu Portugal gehören, lassen die gekachelten Straßennamen erkennen. Leider regnet es sich ein und es geht zurück auf die AIDA.

Um 17.00 Uhr wird das letzte Mal in Europa abgelegt.

Der letzte Blick zurück nach Europa…jetzt kommen 5 Seetage am Stück!

Fünf Tage wird die Atlantiküberquerung dauern. Das Schiff ist für die Reise gut vorbereitet: Genügend Essen und Trinken an Bord – das wichtigste! Ausreichend Treibstoff wurde gebunkert und alle Passagiere sind gesund – das verrät uns der Kapitän. Dann geht es mit Fanfare, Auslaufmusik und einem Cocktail in der Hand standesgemäß los auf große Fahrt. Es ist schon ein besonderer Moment.

Donnerstag, den 04.11.2021: 1. Atlantikseetag ( 5. Seetag)

Die Schornsteinrunden beginnen. Es ist bereits deutlich wärmer geworden. Die Jacke hätte am frühen Morgen bereits in der Kabine bleiben können. Schnell zum Sportkurs angemeldet, einen Kaffee für Frühaufsteher geschnappt und etwas vom Sonnenaufgang erhascht. Die Joggingrunden um Schornstein und Pooldeck lassen den Tag gut starten. Ein bewährtes Ritual für Seetage. Endlich ist das Pooldeck auch Sonnendeck. Für Einige ist heute schon Bergfest und das wird mit einer Poolaktion gefeiert, dabei ist es doch schade – schon die Hälfte vorbei. Wir haben zum Glück die längere Variante gebucht!

Um 21.30 Uhr heißt es tatsächlich: Poolparty. Die Erste auf dieser Fahrt. Das Motto „Schlager“ regt schnell das Tanzbein an. Sooo lange durfte nicht getanzt werden,

Freitag, den 05.11.2021: 2. Atlantikseetag (6. Seetag)

Seetage haben ihr Ritual. Auf dieser Reise gehen wir häufig zum Mittag. Das ist ungewöhnlich für uns, ist aber dem veränderten AIDA Konzept geschuldet. Keine „Pizzastückchen“ aus der Pizzeria  und kein Kuchenbüfette können über den Tag retten – gibt es in der gewohnten Form nicht mehr. Da kann die Zeit zwischen Frühstück und Abendessen lang werden. Verhungern muss man jedoch immer noch nicht.

Seetage sind sooo anstrengend

Der Tag ist wieder sonnig und warm mit gelegentlichen Regentropfen. Ein Genuss wieder draußen zu Essen unter dem Sternenhimmel. Das macht das zunehmend milde Klima seit gestern möglich.

Soulmachine-gute Band, wenig begabte Sängerin!

Heute spielt eine kleine Band auf dem Pooldeck. Ein kurzer Regenschauer vertreibt uns nicht. Die Uhr wird wieder zurückgedreht – darin sind wir jetzt Profis.

Samstag, den 06.11.2021: 3. Atlantikseetag (7. Seetag)

Ab in den Pool. Das Sportprogramm wird um einige Poolrunden ergänzt. Bisher haben wir ihn nicht beachtet, obwohl er durchaus schon genutzt wurde. Das Wasser ist überraschend warm – fast wie in einem Thermalbecken. Wenn ich das gewusst hätte … .

Die Sonne lädt wieder zum Sonnenbaden und Lesen und Entspannen ein. Richtig schön.

Wer braun werden will, muss sich ranhalten!

Mit dem schönen Wetter nimmt auch das Leben an Bord fahrt auf. Heute ist viel los. Ein Poolbrunch mit leckerem Hähnchen, Neptuntaufe – der entziehen wir uns aber und später Silent Poolparty.

Der Poolbrunch war häufig besser als das abendliche Buffet.

Frühes Aufstehen hat einen Platz beim Indoorcyceln gesichert und außerdem ist Waschtag. Das Essengehen wird auch geselliger – draußen dürfen die Tische voll belegt werden. Es entwickeln sich wieder nette Tischgespräche. Das heutige Highlight mit super Stimmung ist die Silent Party. Es wird lange gefeiert und es wird uns wieder eine Stunde geschenkt.

Silent-Party

Sonntag, den 07.11.2021: 4. Atlantikseetag (8. Seetag)

7.05 Uhr und der gewünschte Sportkurs ist schon ausgebucht – unglaublich! Dann muss eben ein anderer Kurs herhalten. Dafür gibt es Sonne satt. Kaum ein Wölkchen steht am Himmel. Das Sonnendeck füllt sich langsam und die „Liegenreservierer“ können ihrer Leidenschaft frönen. Da das Schiff nicht so voll ist, kann man das entspannt beobachten. Der Tag verfliegt an Deck mit faulenzen. Am Nachmittag gibt es noch ein bisschen Sport. Kai umwalkt nachmittags gerne den Schornstein, den ich morgens umrunde.

Der Abend ist besonders romantisch. Mit einem  Cocktail in der Hand bewundern wir den zunehmenden  Mond und die Venus, die heute Nacht besonders dicht und leuchtend beieinander stehen. Dazu die Ruhe auf dem Schiff – es ist fast windstill.

Diese tolle Sternenkonstellation hat uns mehrere Tage begleitet

Weniger romantisch ist das Abendprogramm auf dem Pooldeck: Alpenglühn. Für manche der Renner schlechthin und die Dirndl und Lederhosen werden ausgepackt. Wir schnappen uns Brezel und Schmalzbrot und genießen einen Absacker in der Ocean Bar.

Montag, den 08.11.2021: 5. Atlantikseetag (9. Seetag)

Wer hat an der Uhr gedreht? Wo ist nur die Zeit geblieben? Der Atlantik ist schon fast überquert. Der Kapitän gibt sich heute Mühe, die ohnehin wenigen Regenwolken zu umfahren und es wird wieder traumhaft. Für den Landgang in der Karibik müssen nochmal alle Passagiere getestet werden. Zur Belohnung gibt es heute eine Leckerei auf dem Pooldeck mit Banane und Eis.

Leider nicht mehr eine Geheim-Tipp: Deck 5 ist eigentlich das tollste Deck!

Auch Deck 5 wird noch mal genossen, doch fliegende Fische wurden noch nicht gesichtet. Wieder vergeht der Tag viel zu schnell. Für den morgigen Landgang finden sich Gleichgesinnte für einen gemeinsamen Ausflug. Der Abend klingt wieder in der Ocean Bar aus.

Dienstag, den 09.11.2021: St. Maarten mit Philipsburg

Land in Sicht!  St. Maarten erscheint am Horizont und pünktlich um 09.00 Uhr wird in Philipsburg angelegt.

Nach 5 Seetagen wieder Land…eigentlich schade!

Ein kleines Kreuzfahrtschiff liegt schon im Hafen und zwei weitere große Schiffe werden bereits gesichtet. Das wird voll heute, aber zum Glück sind wir so früh vor Ort. Hier gibt es traumhafte Strände und das türkis leuchtende Karibische Meer lädt zum Baden ein. Endlich Karibik!

Der obligatorische Welcome-Point in jedem Cruise-Terminal

Alle dürfen von Bord, aber auch hier wird überall auf die Coronaregeln hingewiesen und Maske getragen. Man erlebt deutlich die weltweite Verbreitung des Virus. Zwei Jahre musste hier ohne den Tourismus überlebt werden. Es sei den Menschen gegönnt, dass wieder Touristen kommen. St. Maarten hat einen niederländischen Teil und einen französischen mit eigenständiger Regierung. Die Franzosen streiken ja gerne und dieser Leidenschaft frönen sie heute hier. Der französische Teil darf wegen der Ausschreitungen nicht bereist werden. Es geht um den Impfstoff und die Vorschriften.

Ein Ausflug ist nicht gebucht. Wie erwartet stehen unweit vom Schiff Anbieter von Rundfahrten via Taxi.

Sonja unser Guide, die sich auch gerne Mama nennen lässt

Zu sechst besteigen wir das lilafarbene Taxi von Sonia, die uns auf einer  4-stündigen Fahrt  ( $ 40,00 p. P.) die Insel zeigt mit Badestopp.

Einer der berüchtigtsten Flugplätze der Welt

Die Maho Bay gehört natürlich dazu. Hier fliegen die Flugzeuge direkt über den Strand, um nach wenigen Metern auf dem Juliana Airport zu landen. Das muss man gesehen haben. Zum Baden ist dieser schmale Strand jedoch nicht die erste Wahl. In der Mullet Bay geht es endlich in die türkisfarbenen Fluten. Was für ein Vergnügen!

Endlich Karibischer Strand
Ein ersten Drink am Strand…der Bikini hat nicht von der AIDA-Badehandtüchern abgefärbt, der war schon so
Man soll ja immer die lokale Wirtschaft fördern, also ein Carib!

Die Insel hat sehr unter dem Hurrikan 2017 gelitten und viele Zerstörungen sind noch sichtbar, da sich gleich die Pandemie angeschlossen hat.

In Philipsburg kann an der Front Street gebummelt werden und einen Stadtstrand gibt es auch. Beides kann zu Fuß vom Schiff erreicht werden.

Typischer farbiges Haus in der Karibik. Man mag es bunt. Toll!
Gerichtsgebäude und Rathaus

Der Ausflug hat sich gelohnt. Wir haben einen Eindruck von St. Maarten bekommen, Berichte über das Leben hier gehört und eine schöne Badebucht kennengelernt.

Das Motto unserer Reise

Der Abend klingt stilecht unter einem karibischen Sternenhimmel mit einem Planter‘s Punch aus.

Abschied von St. Maarten

Mittwoch, den 10.11.2021: Antigua mit St. John‘s

Ein Strand mit einer Insel in der Mitte, so wird Antigua beschrieben. Eine Insel mit 365 Traumstränden. Davon soll wenigstens einer erobert werden. Das schöne: Kein anderes Kreuzfahrtschiff wird heute erwartet. Mit Überfüllung ist nicht zu rechnen. Wieder stehen Taxen bereit. Zu viert wird die Fahrt günstiger ( $ 16,00 p. P. hin und zurück) Die Vermittlerin treibt noch ein nettes Paar für einen gemeinsamen Strandbesuch auf.  20 Minuten dauert die Fahrt in eine sehr schöne Bucht, die Valley Church Bay.

Angekommen in der Karibik
Wir waren kaum 20 Leute an diesem Strand
So kann man leben
Das angrenzende Hotelresort. Auch da könnte man mal Urlaub machen

Dort gibt es Liegen und Sonnenschirme für $ 20,00. Das Wasser ist  schön warm mit leichter Brandung und die schattigen Liegen laden zum Entspannen ein. Viel zu schnell ist es 15.00 Uhr und es geht nach St. John‘s zurück. Die Hauptstadt ist in keinem guten Zustand. Riesige Stolperfallen zieren die Straßen und Gehwege. Eine aus der Ferne imposante Kirche entpuppt sich aus der Nähe als baufällig und darf auch nicht betreten werden.

Besonders war noch, dass hier auch im Freien Maskenpflicht galt. So ganz geheuer ist den Verantwortlichen die Ankunft erster Touristen wohl nicht.

Die Silent Poolparty ist am heutigen Abend nicht so nachgefragt. Den schönen Tag lassen wir in der Ocean Bar zu Ende gehen. Am Nachthimmel kann man sich nicht sattsehen. Heute ist der Mond besonders schön.

Karibische Nächte. Beim Abendessen (draussen) aufgenommen

Donnerstag, den 11.11.2021: Tortola (Britische Jungferninsel) mit Road Town

Die AIDA Luna liegt schon im Hafen als wir um 7.00 Uhr festmachen. Die beiden AIDA Schiffe sind hier heute die Einzigen und es waren überhaupt erst zwei andere Schiffe hier. Tortola ist noch sehr vorsichtig.

Taxibusse bieten hier Rundfahrten mit Badestopp an. Die Liegezeit endet heute schon um 15.30 Uhr. Da bietet sich diese Rundfahrt an, um einen Eindruck von der sehr schönen und bergigen Insel zu bekommen. Gegen Aufpreis kann die Badezeit verlängert werden, doch soviel Zeit haben wir nicht und sind mit einer Stunde zufrieden.

Tortola mit „nur“ 2 Kreuzfahrtschiffen…es können auch mehr sein!
Malerische Buchten, viele ehemalige Priatennester
Mal wieder ein Strand
Mit Wellen macht das Baden gleich viel mehr Spaß
Natürlich darf hier die touristische Infrastruktur nicht fehlen

Auf der Insel gibt es drei Ampeln und die Straßen sind schmal und steil oder sie haben ein abenteuerliches Gefälle. Hier müssen Autofahrer gute Nerven haben. Vor jeder Kurve wird lautstark gehupt. Der Guide ist sehr aufmerksam, erzählt Interessantes und passt auf uns auf bei die Fotostopps, damit wir nicht unter die Autos kommen. Das Bad im Meer ist ein Genuss und schon geht es zurück. Um 15.30 Uhr heißt es heute „Alle Mann an Bord“.

Kann man essen, uns fehlt aber die alte Pizzeria

Da ist Gelegenheit, die Pizzeria auszuprobieren, die jetzt ein Restaurant ist und bis 17.00 Uhr am Nachmittag geöffnet hat. Die Pizza schmeckt, ist aber ein reichhaltiger Snack. Die unkomplizierten Pizzastückchen fehlen einfach als kleiner Imbiss für zwischendurch.

Schon von zu Hause wurde für heute Abend die Martinsgans gebucht. Ist doch lustig in der Karibik Gans am Martinstag zu essen. Zu Hause gibt es das natürlich nicht. Der Besuch im Buffalo Steak House aus diesem Anlass war sehr schön und das Essen sehr lecker und reichlich.

Kurz nach dem Auslaufen gab es leckere Cocktails von den Offizieren geshakt. Auch der Start in den  Karneval wurde im  Laufe des Tages nicht vergessen: Es gab Berliner und Süßes. Der Abend ging auf dem Pooldeck sehr schön zu Ende mit „Crew meets Band.

Bei der Größe der Besatzung gibt es etliche ungeahnte Talente, die es heute Abend zu entdecken galt bei bester Stimmung. Heute war wirklich viel los an Land und auf dem Schiff.

Freitag, den 12.11.2021: Samaná ( Dom. Republik)

Die Tenderboote sind um 11.00 Uhr bereit. Heute gibt es keinen Hafen zum Anlegen. Wir haben es eilig – ein privater Ausflug, den wir schon von zu Hause gebucht haben, wartet auf uns – und so sitzen wir im ersten Boot. Eine Tour zu drei der schönsten Stränden ist geplant. Manfred wird schnell gefunden und die Reise in seinem Auto beginnt. Viel ist hier ohnehin nicht los – auch hier sind wir das erste und einzige Kreuzfahrtschiff.

So wurden wir glücklicherweise nur einmal auf unserer Reise begrüßt

Am ersten Strand „Playa Rincon“ kommen wir als Erste auch noch vor anderen AIDA Gästen an. Ein nahezu leerer Strand wartet auf uns.

Strand mal weniger erschlossen, dafür aber viel schöner

Hier kann  geschützt gebadet werden und gleichzeitig hat man Aussicht auf eine tolle Brandung. Ein kleines Restaurant lädt zu einer Piña Colada ein und zu einem Getränk aus einer frischen Kokosnuss.

Eben noch am Baum (Palme) jetzt schon auf dem Tisch

Weiter geht es zu einem Teil vom gleichen Strand. Dieser Strandabschnitt wird  gerne von Einheimischen besucht. Das besondere: Hier fließt ein glasklarer Fluss aus den Mangroven in das Meer. Auch im Fluss kann gebadet werden; das Wasser ist erheblich kühler und erfrischend.

Herrlich erfrischendes Süßwasser. Hier schwammen auch kleines Stachelrochen

Auf geht es zum dritten Strand „Playa Playita“, der auch sehr schön ist. Hier gibt es schon eine größere Dichte an gelb-weiß gestreiften Handtüchern.

Ein letztes Bad für heute, und schon wird es Zeit den Rückweg anzutreten. Manfred hat uns einen sehr schönen Tag bereitet und uns sehr schöne Strände empfohlen. Ein rundum schöner Tag.

Hier kann man verweilen…
…und die Getränke waren auch gut!

Für etliche Mitreisende ist es heute der letzte Tag ihrer Kreuzfahrt. Deshalb gibt es eine Farewell Poolparty für diejenigen, die uns verlassen müssen. Wir haben noch eine Woche! Aber wir alle feiern heute zusammen und genießen das Sekt Büfett.

Ein Teil unserer Mitreisenden verabschiedet sich heute

Samstag, den 13.11.2021: La Romana ( Dom. Republik )

Der Wecker klingelt um 6.00 Uhr. Ist das Urlaub? Auch heute erwartet uns ein Ausflug, der schon von zu Hause gebucht wurde. Die Saona VIP Tour mit Bernie. Um 8.00 Uhr ist Treffpunkt am Terminal. 17 Teilnehmer kommen von der AIDA und mit einem Bus geht es zum Startpunkt am Strand, wo ein Schnellboot bestiegen wird. Der Kapitän zeigt gleich, was seine beiden Außenborder können und ein rasanter Ritt auf den Wellen zum ersten schönen Strand beginnt. Schon die Fahrt mit dem Boot ist ein Highlight.

Da ist er, der erste Seestern
Die Tiere sind schon beeindruckend groß

Der erste Halt ist auf einer Sandbank mit Seesternen. Vom Boot geht es direkt ins karibischblaue Wasser. Tatsächlich werden Seesterne entdeckt. Sie dürfen angefasst, aber nicht aus dem Wasser gehoben werden. Hier gibt es auch schon die ersten Getränke mit Rum. Natürlich Cola mit Rum aber auch Sprite mit Rum „ Dominikanischer Radler“.

So ein karibischer Radler zum Frühstück hat was
Man kann hier Seesterne suchen, oder einfach „RUMdümpeln“

Der erste  Strand ist ein Traum. Dem frühen Start ist es zu verdanken, dass wir die ersten dort sind und einen menschenleeren Badestrand mit herrlichem Wasser, tollen Palmen und Liegen vorfinden. Eine Fotografin gehört auch zur Besatzung und macht schöne „Pärchen-Bilder“, die sie natürlich auch verkaufen möchte. Die kleine Fotoserie mit ihr bringt Spaß und die Bilder sind wirklich sehr schön geworden. Wir kaufen die Fotos als Andenken an unsere schöne Karibikreise.

Das Shooting hat uns viel Spaß gemacht

Bald gibt es auch Essen. Richtig vornehm am gedeckten Tisch mit Bedienung. Von allem reichlich gibt es Salat, Nudeln, Reis, Hühnchen und Koteletts und zum Nachtisch frisches Obst. So gestärkt geht die Reise weiter. Tatsächlich ist es hier mittlerweile sehr voll und laut geworden. Das nächste Ziel ist ein Naturstrand.

Ein Traumstrand

Hier gibt es keine Liegen, aber viele schattenspendende Palmen und einen Esel. Es kann auch geschnorchelt werden, aber so aufregend ist die Unterwasserwelt nicht. Natürlich werden wieder rumhaltige Getränke ausgeschenkt.

Der Esel lebt an einem der schönsten Strände der Welt und ernährt sich von Pina Coladas. Der Esel hat es geschafft!

Nur der  Esel ist betrunken. Er frisst die Überreste der Piña Coladas – die ausgehöhlten Ananas. Er hat ein krankes Bein, aber seine Überlebensstrategie gefunden. Ein weiterer Stopp gilt einer Schildkröten Rettungsstation. Hier werden Schildkröteneier ausgebrütet und die „Kleinen“ dann zum Nest zurückgebracht. Von dort beginnt ihr harter Überlebenskampf ins Meer.

Hoffentlich schaffen es die Kleinen

Die Rückfahrt beginnt und ist wieder ein riesiger Spaß. Einmal dürfen wir noch vom Boot aus ins Wasser springen und die letzten Rumvorräte leeren. Die Stimmung ist schon recht heiter geworden, während wir im Wasser „Rumdümpeln“. Die Sonne beginnt sich rot zu verfärben und wir sind wieder am Bus, der uns zurückbringt zum Hafen. Das war ein besonders schöner Ausflug! 

Der Saona VIP-Ausflug ist immer wieder toll!

Mittlerweile sind die neuen Mitfahrenden angekommen. Heute Abend gibt es die Welcome Party mit Sekt. Für uns gab es die in Warnemünde nicht. Also feiern wir heute mit und trinken auch ein Gläschen Sekt. Die Reise hat an Dynamik gewonnen. War der Start doch noch sehr vorsichtig und steif. Langsam kehren geschätzte AIDA Traditionen zurück.

So ein reichhaltiges Sektbüfett gab es für uns in Warnemünde nicht. AIDA musste bei denen, die fast 4 Wochen gebucht hatten wohl sparen! 😉

Nach dem phantastischen aber auch anstrengenden Tag wird noch ein bisschen getanzt und dann geht es müde und glücklich ins Bett.

Sonntag, den 14.11.2021: 10. Seetag

Endlich wieder ein Seetag. Das wird aber auch Zeit. So viele Landgänge hintereinander – das ist ja schon Urlaubsstress. Es wurde mal ausgeschlafen – kein Frühsport und auch nur ein kurzes Frühstück – es wartet nämlich ein karibischer Poolbrunch auf uns.

War echt lecker!

Oh, ist es heiß heute – noch wärmer als sonst mit hoher Luftfeuchtigkeit und viel Sonne. Da wird man auf dem Pooldeck wirklich gebraten. Nach ausgiebigem Bad im Pool wird Abkühlung auf Deck 5 gesucht und gefunden.

Irgendwie braucht man jetzt weniger Kleidung, als im ersten Abschnitt der Reise

Unruhe bereitete diese Ankündigung vom Kapitän: Jede Kabine sollte heute Abend im Theatrium vertreten sein, da es  Erläuterungen zur Route geben soll. Mal sehen was uns erwartet. Nicht aus erster Hand erfahren wir, dass umgeroutet wird. Die zweite Mexiko-Destination kann nicht angefahren werden. Der Rückweg wäre zu weit und La Romana würde für die neuen Gäste, die dort aufsteigen wollen, nicht rechtzeitig erreicht werden können. Das Schiff ist nicht leistungsfähig genug, für die notwendige Geschwindigkeit. Zum Glück hat die Atlantiküberquerung reibungslos geklappt. Da macht man sich schon seine Gedanken …. . Leider liegt ein neues Ziel, Falmouth, wieder in Jamaika und nur mit AIDA darf das Schiff verlassen werden. Da entfällt ein schöner geplanter Ausflug und der Ersatz ist ein weiterer Tag an Bord, wenn kein AIDA Ausflug gebucht werden möchte.

Der Abend klingt in aller Ruhe in der Ocean Bar unter Sternen aus.

Montag, den 15.11.2021: Ocho Rios ( Jamaika )

Das Schiff wirkt wie ausgestorben. Nur AIDA Ausflügler dürfen von Bord, aber die Ausflüge scheinen gut besucht zu sein. Der Rest hat das Schiff fast für sich allein. Eine Schattenliege zu finden ist heute kein Problem. Auch sonst findet man auf dieser Reise mit den wenigen Passagieren immer eine Liege, wenn auch nicht immer im Schatten.

Um 16.00 Uhr geht es aber auch schon weiter – 1095 km in Richtung Cozumel. Eigentlich verrückt, diese Distanz, nur um einmal Mexiko anzulaufen, wo doch das weitere Ziel in Mexiko gestrichen wurde. Am Nachmittag erwartet die Rückkehrer, aber auch die an Bord gebliebenen, ein Poolbrunch und uns gemeinsam ein weiterer Seetag.

Das Abendprogramm geht für die Atlantiküberquerer in die Wiederholung: Alpenschlager mit Schmalzbroten. Da geht es zeitig ins Bett.

Dienstag, den 16.11.2021: 11. Seetag

Das Wetter schwächelt ein bisschen. Der Himmel ist überwiegend bewölkt und es tröpfelt gelegentlich. Das Highlight ist heute wohl die Baraktion.

Ein spätes mexikanisches Frühstück 🙂

Es gibt in einem mit Eis gefüllten Kühler vier Flaschen Bier und zwei Tequila. Gut für das karibische Feeling. Draußen wird es zunehmend karibisch nass. Da geht es tatsächlich mal in die Kabine. Leider regnet es sich ein.

Singing in the caribbean rain

Das Indoorprogramm mit der Gastkünstlerin „Gloria Glamour“ ist wirklich keine Alternative. Da bleibt nur noch ein Spaziergang auf Deck 5 und die Vorbereitung auf den morgigen Ausflug.

Mittwoch, den 17.11.2021:  Cozumel ( Mexiko)

Schon um 6.00 Uhr wird in Puerta Maya angelegt. Es ist stark bewölkt und es hat wohl auch in der Nacht  viel geregnet. Um 9.00 Uhr sind wir mit unserem Guide  JC von Leon Tours verabredet.

Ein total netter Guide- JC

Nur wir Zwei erkunden mit ihm heute die Insel mit einem Jeep. Es geht auf die andere Seit der Insel in den Naturpark Chankanaab – aber nicht ohne Tequila Verkostung um kurz nach 9.00 Uhr. Mexikanisches Frühstück.

Wir haben wirklich was gelernt…trinke niemals klaren Tequilla. Der ist nur zum mixen!

Wir lernen etwas über die Spirituose und stellen unterschiedliche Geschmäcker fest; kaufen aber nichts. Tatsächlich gibt es in der Lagune nicht nur Mangroven, sondern auch Krokodile.

Die Krokodile wissen hoffentlich, dass das Wasser (zu) kalt ist.
Warten auf den nächsten Touristen-Snack

Von einem Aussichtsturm wird das Erste gesichtet. Lagune und karibisches Meer sind nicht weit entfernt. Hoffentlich verabscheuen die Krokodile das Baden im Meer. Der Guide JC sagt, es wäre denen dort zu kalt.

Hier sind wir zu Fuß hoch
Hat sich gelohnt. Traumhafte Aussicht

Weiter geht es zu einem Leuchtturm, der auch erklommen wird. Die Aussicht ist toll. JC macht schöne Fotos von uns, auch an einem Relikt aus der Majazeit.

Es handelt sich um ein Frühwarnsystem vor Hurrikanen. Der starke Wind verursachte einen Pfeifton und warnte so vor der Katastrophe. 

Local Food
Das Vieh wollte nicht hören. Es sprach eben nur spanisch und so gut ist mein Spanisch nicht

Der nächste Halt ist schon am Strand. Hier gibt es Liegen, Sonnenschirme, Meer und leckeres mexikanisches Essen. Es wird direkt an die Liege serviert. Auch ein Waschbär fühlt sich eingeladen und muss vertrieben werden. Der Badestopp ist wieder sehr schön, aber das versprochene Schnorchelrevier bleibt unentdeckt. Leider kommt das Schnorcheln auf dieser Reise zu kurz. Schon geht es zurück zum Ausgangspunkt. Wir hatten einen sehr schönen Tag mit JC, der uns auch viele Informationen gegeben hat.

Der Anleger liegt leider nicht direkt in der Stadt San Miguel. In der Nähe vom Anleger findet man nur fast verwaiste Einkaufsmöglichkeiten für Touristen. Es gibt also nicht viel zu entdecken – nur einen mit Seesternen geschmückten Weihnachtsbaum.

Noch einen Daiquiri mit freiem WLAN im Restaurant, dann geht es zurück aufs Schiff. Das Wetter hat sich zum Glück gehalten und erst am Abend zum Ablegen fängt es wieder an zu gießen. Das bleibt auch so. Es gibt noch eine Margarita in der Anytime Bar und einen Spaziergang auf Deck 5. Der Kapitän hat bereits wieder Kurs auf Jamaika genommen und fährt nun die 1.041 km zurück nach Falmouth, wo wir Übermorgen anlegen werden.

Donnerstag, den 18.11.2021: 12. Seetag

Am Morgen ist es recht windig und bedeckt. Der Rundweg um den Schornstein ist gesperrt. Da muss jede Runde um das ganze Pooldeck gelaufen werden.

Da wo ein Regenbogen ist, ist leider auch Regen

Ein Regenschauer beschert einen schönen Regenbogen. Später ist es aber wieder sehr sonnig und warm. Ein leichter Wind ist sehr angenehm. Küche und Bar überraschen mit einem sehr leckeren Poolbrunch: Rinderfilet und Langusten mit Rum-Punsch. Leider bestätigt es sich, dass es morgen tatsächlich keinen individuellen Landgang geben wird. Das ist sehr ärgerlich. Wir kommen auf dieser Reise nicht mehr vom Schiff.

Wir hören so gar den gleichen Kanal. Kam selten vor.

Einer von denen war wohl schlecht 😉

Der Höhepunkt des Abends ist der Silent Event. Auf diesem zweiten Teil der Reise haben die Veranstaltungen etwas andere Bezeichnungen. Sie sind aber auch lockerer geworden. Heute gibt es reichlich Schnaps.

An der Kabinentür hängen heute Abend die Rückreiseinformationen. Damit möchte man sich gar nicht befassen.

Freitag, den 19.11.2021: Falmouth (Jamaika)

Wieder ist das Schiff leergefegt. Die Annehmlichkeiten hier an Bord werden genossen. Es ist heute sehr heiß. Pool und Schattenplatz sind ein „Muss“. Auch dieser Tag vergeht wie im Flug. Tatsächlich sind die Tage auch kurz. Sonnenuntergang heute: 17.32 Uhr. Dafür haben wir Vollmond, der auf dem Meer herrliche Mondschatten wirft. Der maritime Abend ist nicht unser Geschmack. Das Bett ruft – Seeluft zehrt. Man ist hier – trotz der Erholung – immer müde. Hinzu kommt, dass uns heute Nacht eine Stunde Schlaf geklaut wird.

Samstag, den 20.11.2021: 13. Seetag – letzter Tag der Reise

Ein letztes Mal den Frühsport genießen. So früh ist der Pool leer, und es kann sogar geschwommen werden. Ein letztes Mal auf dem Deck in der Sonne liegen. Auch heute gibt es wieder kulinarisches zum Brunch: Weißwurst und Freibier. Leider muss auch schon an das Kofferpacken gedacht werden. Das trübt die Stimmung. Der Farewell Sekt am Abend soll uns wieder aufheitern und den Abschied erleichtern. Viele der „ guten Geister“ von AIDA, die uns auf der Reise verwöhnt haben, kommen auf die Bühne, um uns zu verabschieden. Mit einem letzter Tanz auf dem Pooldeck  endet die schöne Reise.

Leider schon der letzte Abend

Leider schon wieder Schlager – uns beschleicht der Gedanke, dass die Playlist  noch von der letzen Fahrt der DIVA vor Corona stammten könnte.

Sonntag, den 21.11.2021: Rückreise nach Hamburg (Ankunft 22.11.2021)

Die gepackten Koffer sind schon weg. bis 9.00 Uhr muss die Kabine verlassen werden. An Land beginnt das Check In für den Rückflug. Bis 14.00 Uhr darf an Bord noch auf der Liege und im Pool gechillt werden. Eine letzte Pizza gibt es zur Stärkung für den Rückflug. Ganz schlimm: Nach so langer Zeit das Tragen einer langen Hose! Die Winterjacken sind im Handgepäck.

Mit dem Bus geht es zum Flughafen. Mit leichter Verspätung startet der Rückflug nach Düsseldorf.

Jeder will der erste sein

War ein sehr guter Service. Wir hatten viel Platz!
Das Bild wollten wir eigentlich gar nicht sehen

Weiter geht es mit der DB. Einmal Umsteigen in Hannover wird wieder zum Abenteuer. Beide Züge haben Verspätung, was hoffen lässt. Am Ende bleiben zwei Minuten – eigentlich nicht zu schaffen. Die Füße werden in die Hand genommenen: Treppe runter, Treppe wieder rauf. Der Schaffner will schon abfertigen, sieht uns zum Glück angerast kommen und gibt uns noch 30 Sekunden – geschafft! Wer hätte das gedacht!

Bahnfahren ist anstrengend. Dann doch lieber Urlaub.

Und nun sind wir wieder zu Hause und gewöhnen uns langsam an die Kälte von 5 C.

Gestartet sind wir bei 13 C und Neumond in Warnemünde.Zum Schluss waren es 31 C und Vollmond in La Romana. Dazwischen lagen 14.311 km (7.727 Seemeilen) von Warnemünde nach La Romana über Cozumel.

Die Koffer sind leichter. Wir haben keine Souvenirs gekauft.
…und ein bisschen Urlaubsbräune haben wir auch zu gelegt.

3 Gedanken zu „Leinen los – Von Warnmünde bis in die Karibik

  1. Hey Ihr Lieben, ein toller Reisebericht 👍. Wir durften die gleiche Reise genießen und es ist toll auch Eure Erinnerungen zu lesen! Bleibt gesund und viele weitere so tolle Reisen wünsche ich Euch 🤗

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  2. Total schöner Bericht. Ich finde Details, wie Wetter, Essen und Getränke, Namen der lokalen Anbieter etc. machen einen Bericht so richtig rund und persönlich. Man kann es sich somit sehr gut vorstellen. Danke!

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