Höhenflüge im Harz

Gar nicht weit weg, aber irgendwie angestaubt – unser bisheriger Eindruck vom Harz. Kürzlich haben wir jedoch von der längsten Hängebrücke Europas gelesen, die es dort geben soll und von einem Baumwipfelpfad. Dazu noch ein Angebot vom Lieblingsplatzhotel, das wir schon auf Pellworm kennengelernt haben, und die Reise geht los.

Am Freitag den 13. (Juli) stürzten wir uns am Nachmittag gleich nach der Arbeit auf die verstaute Autobahn. In welche Richtung man auch will, jetzt in der Ferienzeit kommt man kaum aus Hamburg raus. Um 18.30 Uhr hatten wir uns zum Ziel in Hahnenklee durchgekämpft. Der Empfang war freundlich, das Zimmer schön und das inkludierte Abendbrot wurde gleich auf der Terrasse in der Abendsonne verspeist. Eine Flasche Prosecco gehörte auch zum Angebot, aber die „Strandbrause“, wie das Getränk hier heißt, heben wir uns für morgen auf. Wir saßen noch vor unserem Zimmer im Freien und genossen den Blick auf Wald und Mittelgebirge. Es war herrlich ruhig und an diesem Abend schmeckte uns der mitgebrachte Wein.  Entspannung von der Anreise pur.

Samstag, den 14.07.2018

Ausgeschlafen freuten wir uns über das leckere Frühstück. Goslar, seit 1992 Weltkulturerbestätte der UNESCO, ist nur 14 km entfernt und das 1. Ziel des Tages. Der Abstecher hat sich gelohnt. Goslar ist ein hübsches und geschichtsträchtiges Städtchen. Harz 2018 (6 von 236)Harz 2018 (12 von 236)Harz 2018 (21 von 236)Harz 2018 (23 von 236)Besonders gut hat uns die Kaiserpfalz gefallen. Schon 1025 soll hier von Konrad II. der Grundstein gelegt worden sein. In einem Gemäuer, das schon seit 1000 Jahren hier steht, spazieren zu gehen ist einzigartig. Harz 2018 (43 von 236)Harz 2018 (57 von 236)Der Eintritt lohnt sich in jedem Fall und der Audioguide hat viel Interessantes erzählt. Das  Lieblingsgeschäft für Vielkocher, WMF, findet man auch in der Einkaufsstraße und da gab es für uns einen neuen WOK aus dem Sonderangebot.

Nun aber zur längsten Hängebrücke ihrer Art. Warum so kompliziert? Weil die Schweizer kurze Zeit später eine etwas längere Brücke gebaut haben – aber ohne „Gigaswing“. Also ist diese Art der Hängebrücke im Harz mit ihren 458,5 m doch irgendwie die längste. Bis zur „TitanRT“, so heißt die Brücke in der Stadt Oberharz am Brocken, die in luftiger Höhe von 100 m über das Bode-Staubecken führt, ist es noch ca. 1 Stunde Fahrt immer in Richtung Rappbodetalsperre. Vor Ort ist alles leicht zu finden – als erstes der Parkplatz, dann der Ticketverkauf – mit 6,00 € ist man dabei und jetzt noch der kurze Weg zur Hängebrücke. Harz 2018 (113 von 236)Harz 2018 (117 von 236)Harz 2018 (141 von 236)Harz 2018 (146 von 236)Überraschend sind die vielen Menschen, die sich für diese Attraktion interessieren. Etwas naturbelassener hätte ich es mir vorgestellt. Viele wollen über die erst 2017 eröffnete Brücke spazieren, viele an der „Megazipline“ an das andere Ufer fliegen und einige von der Brücke in den „Megaswing“ springen. Wer sich gar nichts traut, kann die Talsperre auch vom Staudamm aus betrachten. 200 Personen dürfen höchstens gleichzeitig auf die Brücke. Bevor wir mit der Begehung starten, lassen wir uns für 2,00 € vom Uraniaverein über die Geschichte der Talsperre informieren. So, nun aber los. Mit vielen anderen wird über die Brücke gelaufen. Es schwingt tatsächlich etwas und schöne Bilder können gemacht werden, auch von den vorbeifliegenden Ziplinern und es stürzt sich auch jemand in die Tiefe. Zum Schluss wird das Ganze noch mal auf der Staumauer begangen, um noch andere Blicke auf das Spektakel einzufangen. Eine besondere Belohnung war heute das wirklich tolle Wetter. Auf dem Rückweg wird zum Essen eingekehrt und der Abend klingt vor unserem Zimmer mit der Strandbrause aus.

Sonntag, den 15.07.18

Nochmal schön auf der Terrasse gefrühstückt und dann leider schon auschecken. Ein Wochenende ist kurz. Der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg ist der zweite Höhepunkt –  im wahrsten Wortsinn – an diesem Wochenende. Es gibt hier auch noch die Burgberg-Seilbahn die auf den Burgberg gondelt. Für beides bekommt man ein Kombiticket für ca. 10,00 € – gekauft. Mit der Gondel ist man schnell oben und hat einen wunderschönen Ausblick ins Tal und findet dort oben auch die „Canossasäule“. Harz 2018 (179 von 236)Es geht ca. 1,5 km bergab und der Baumwipfelpfad beginnt. Auch diese Attraktion ist gut besucht und nicht ganz so romantisch wie gedacht, aber in jedem Fall erlebenswert. Harz 2018 (194 von 236)Harz 2018 (202 von 236)Harz 2018 (213 von 236)Harz 2018 (231 von 236)Auf einem stabilen Metallkonstrukt schlängelt sich der einen Kilometer lange Pfad auf 20 m Wipfelhöhe durch den Wald und bietet viel Lehrreiches und schöne Aussichten. Auch Kinderwagen und Rollis haben hier Platz. Am Ende angekommen gibt es noch mal Kaffee und Kuchen für mich und für Kai ein zischendes Weizen ohne Alkohol und nun kämpfen wir uns bereits wieder von Baustelle zu Baustelle auf der Autobahn zurück. Kais Nerven liegen blank – noch ca. eine Stunde Stau liegt noch vor uns, aber ein tolles Wochenende im Harz liegt hinter uns.

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