Südafrika- Camping-Safari, Kapstadt, Gardenroute und Krüger NP

In diesem Jahr zieht es die Familie erstmal nach Südafrika. Tjorven lebt dort ein Jahr in Kapstadt und sie besuchen wir. März soll die beste Reisezeit sein, denn hier beginnt jetzt der Herbst und es ist in der Kap Region nicht mehr so heiß. Außerdem hat Tore „vorlesungsfreie Zeit“ und kann uns für zwei Wochen begleiten.
Wenn ich Anfang des Jahres schon drei Wochen Urlaub nehmen soll, wie komme ich dann durch das restliche Jahr? Da nehme ich doch sechs Wochen Langzeitkonto und reise gleich richtig nach Afrika. Das sechswöchige Abenteuer beginnt für mich mit einer Campingsafari von Johannesburg nach Kapstadt, dann Familientreffen in Kapstadt, Kapstadt gemeinsam unsicher machen und zusammen die Garden-Route erkunden. Zum Schluss fliegen Kai und ich noch mal zum Krüger Nationalpark und zwei Tage Panoramaroute sind auch noch drin. Was für ein Abenteuer, das jetzt beginnt!

Teil 1 Campingsafari Johannesburg- Kapstadt

Mittwoch, den 21.02.2018: Hamburg – Dubai /1. Etappe
Es ist so weit. Die Tage sind bis heute nur so gerannt. Ist alles vorbereitet? Der Rucksack ist endlich gepackt. Kai hat sich um die Technik gekümmert, die ich unterwegs benötige. Geld, Ausweis, Kreditkarten ….. es soll jetzt alles zusammen sein. Um 12.15 Uhr starte ich von zu Hause mit dem Auto zu Kai. Ist schon komisch, so alleine die Wohnung für sechs Wochen zu verlassen. Kai bringt mich zum Flughafen. Auch hier ist es komisch, die Reisefreude gar nicht teilen zu können, weil man alleine ins Abenteuer startet und die Lieben zurücklässt. Dazu der Gedanke: Hoffentlich klappt auch alles. Mit Wehmut passiere ich die Sicherheitskontrolle und der Blick geht immer wieder zurück. Bis zuletzt werden Nachrichten verschickt, bis das Flugzeug um 15.20 Uhr abhebt und die Reise beginnt. Der Flug nach Dubai ist angenehm. Es gibt gutes Kinoprogramm und ruck zuck wird gelandet. Dubai hat einen großen und spannenden Flughafen. Um zum Gate für den Weiterflug nach Johannesburg zu kommen, benötigt man schon Zeit. Noch einen Kaffee bei McDonald und Leute gucken – da vergeht die Zeit bis zum Weiterflug schnell.

Donnerstag, den 22.02.2018: Von Dubai nach Johannesburg
Der Flug nach Johannesburg ist erst etwas holperig. Ich kann aber auch etwas schlafen. In Johannesburg angekommen, klappt alles gut mit der Einreise und dem Gepäck und der Guide steht auch gleich da! Was will man mehr. Sogar der Kauf einer SIM Karte bei Vodacom gelingt am Airport und so ist das Internet erstmal gesichert. Zwei Schweizerinnen treffen noch ein, die sich aber nicht kennen. Das macht die Verständigung schon mal einfach. Das „Belvedere Estate Hotel“ liegt in der Nähe des Airports und ist ganz nett. Für den Pool ist es aber tatsächlich zu frisch.

Wir haben ca. 22 C, es ist bewölkt und windig. So stellt man sich Afrika eigentlich nicht vor. Viel wird sich heute nicht ereignen. Vielleicht noch einen Kaffee trinken. Zum Dinner gibt es ein Büfett. Eigentlich wollte ich früh schlafen gehen, aber schon der erste Abend endet mit lustigen Mitreisenden in der Bar. ersten Schnell schlafen gehen, denn morgen beginnt der Tag um 6.30 Uhr mit dem Frühstück.

Freitag, den 23.02.2018: 1.Tag von Johannisburg in den Krüger Nationalpart,
ca. 400 km

Beim Frühstücksbüfett wird gecheckt, wer wohl noch alles zu unserer Gruppe gehört. Außer uns Dreien hat sich gestern beim Abendessen schon ein nettes Schweizer Pärchen geoutet und wir Fünf hatten schon einen netten gemeinsamen Abend. Es kommt noch ein junges deutsches Paar dazu ein älteres Paar aus Kanada sowie Daniela und David, noch zwei Einzelreisende aus Deutschland und die Gruppe ist mit 11 Personen komplett. Zwei Guides und ein Volontär weisen uns ein.

Wir werden auf der Reise von drei Personen betreut. Nicht schlecht. Das Gepäck ist schnell verstaut, die Plätze gesucht und los geht’s. Viele von uns holen im Bus Schlaf nach, es gibt aber auch interessantes zu sehen. Große Macadamia-Nuss Farmen z. B. und Holzanbau. Wer will heute den Sunset Gamedrive dazu buchen? Fast alle sind gespannt, die ersten wilden Tiere zu sehen – ich auch. Gegen 15.00 Uhr haben wir unseren Übernachtungsplatz für die nächsten drei Nächte erreicht: Das Nkambeni Reserve. Nur drei Personen zelten, die anderen haben Lodges gebucht. Die Zelte sind schwer. Stabile Planen und Stangen aus Metall. Trotzdem gehen sie schnell aufzubauen. Am ersten Zelt wird der Aufbau gezeigt, die anderen Beiden bauen wir Camper gemeinsam auf. Da wir nur zu dritt sind, bekommt jeder ein Zelt. Auch nicht schlecht. Die sehr sauberen Waschräume und unser Gemeinschaftsplatz sind ganz dicht.
Schon geht unser dreistündiger Gamedrive los! Was für ein Glück: Wir sehen einen Leoparden, der sich auf einem Felsen ausruht.

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Ein tolles Fotomotiv! Viele Impalas und Kudus grasen links und rechts und auch die Elefanten lassen nicht lange auf sich warten. Zum Sonnenuntergang gibt es Amerula und wir fahren ganz beschwingt zurück.

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Das Essen ist schon fertig: Spaghetti Bolognese und Cole Slow Salat. Köstlich! Wir sitzen in der Runde ums Lagerfeuer und natürlich gibt es eine Vorstellungsrunde und einiges wird noch erklärt. Wir haben uns alle beim Stopp mit Bier und Wein eingedeckt und lassen den Abend mit dem einen oder anderen Willkommensbier ausklingen.

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Die erste und kurze Nacht im Zelt wartet auf uns. Das Einschlafen fällt schwer. Es ist sehr warm und allerlei Geräusche sind zu hören – auch ein lauter Zug.

Samstag, den 24.02.2018: 2. Tag – Krüger Nationalpark
Die Reise ist kein Urlaub, sondern ein Abenteuer. Diese Worte klingen mir noch im Ohr, als um 5.00 Uhr mein Wecker klingelt. Um 5.30 Uhr Frühstück, um 6.00 Uhr Abfahrt. Heute steht ein ganztägiger Gamedrive auf dem Programm. Wir fahren mit einem Ranger den ganzen Tag durch den Nationalpark, um Tiere zu beobachten. Ein Traum! Tatsächlich haben wir am Abend die Big Five und noch viel mehr gesehen. Wir erhaschen noch mal einen Blick auf den Leoparden, ganz viele Elefanten, eine von uns entdeckt die Nashörner, Löwen werden gesichtet – wenn auch etwas weit weg. Die Büffel sind ganz dicht. Einer liegt fast auf der Straße. Viele andere tollen Tiere haben wir natürlich auch gesehen: Flusspferde, Hyänen Babys, ganz viele Vögel …. einfach toll.

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Nach der Mittagspause kämpfen wir alle mit unserer Müdigkeit.
An unserem Platz zurück, genießen wir die Sonne. Es ist warm und der gelegentliche Regen hat sich auch verzogen, also ab zum Pool. Bei einem kühlen Getränk gönnen wir uns etwas Erholung.

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Heute gibt es Chickencurry a la King mit viel Liebe gekocht, wie Gareths immer betont. Der Abend endet mit einer „Weinprobe“. Nach und nach werden die Weinflaschen rausgeholt und geteilt – bis alles getrunken ist. Es wurde doch spät – trotz der Strapazen, aber auch lustig. Naja, morgen wird „erst“ um 8.00 Uhr gefrühstückt.

Sonntag, den 25.02.2018: Ausflug auf die Panoramaroute ca.: 220 km
(Tag 3 Campingsafari)

Zu unserer Überraschung gibt es zum Frühstück French Toast. Sehr lecker. Wir starten um 9.00 Uhr auf die Panoramaroute. Nach ca. 100 km halten wir das erste Mal an der Graskop George. Uns erwartet ein schöner Ausblick von einem künstlichen Plateau. Mit einem Lift könnte man in die Schlucht und den Regenwald fahren, aber die Zeit hatten wir nicht.

Der nächste Haltepunkt ist „Gods Window“, das Fenster Gottes. Der Aussichtspunkt ist 1829 m hoch gelegen.

Von hieraus haben wir einen schönen Ausblick auf den Blyde River Canyon. Die phantastische Aussicht wird für ein Gruppenfoto genutzt. Besonders schön ist der Weg zum Rain Forest.

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Weiter geht es zum Bourke’s Luck Potholes. Hier fließen zwei Flüsse zusammen. Der Treur und der Blyde River. Ein Felsenuntergrund mit vielen Wasserlöchern und kleinen Wasserfällen lädt zum Klettern ein.

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Auch die Füße können gebadet werden. Schade, dass wir nicht ganz ins Wasser springen können. Einige wenige baden hier. Gareths, Geoffrey und Shorty haben in der Zwischenzeit leckere Hot Dogs bereitet. Es gibt hier eine sehr schöne Picknick Area.
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So, der Höhepunkt des heutigen Ausflugs wartet auf uns: Der Blick in die 700 m tiefe Schlucht des Blyde River Canyons. Er ist traumhaft! Hier stehen auch die Three Rondavels – Felsbastionen in der Form strohgedeckter Rundhütten. Man blickt auf denn mit 1944 m höchsten Berg der Transvaal-Drakensberge, dem Maripeskop.

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Jetzt geht es zurück zu unserem Nachtquartier im Krüger. Die Weinvorräte können noch aufgefüllt werden. Leider fängt es auf dem Rückweg an zu regnen und wir haben kein Poolwetter, um uns vom Ausflug zu erholen. Die Zeit bis zum Abendbrot wird zum Aufräumen des Zeltes genutzt, denn morgen geht es weiter.

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Das Abendessen ist mir heute zu afrikanisch. Papp mit Impala. Die Ankündigung: „Frühstück um 5.30 Uhr – vorher Zeltabbau“, lässt den Abend nicht lang werden. Ein Bier noch, dann geht es ins Zelt.

Montag den 26.02.2018: Vom Krüger ins Swasiland – 200 beschwerliche Kilometer (Tag 4 Campingsafari)
5.45 Uhr und ich bin auch mit allem fertig und beim Frühstück. Es gibt noch mal einen Game Drive – diesmal mit unserem Truck. Wer hätte gedacht, dass die Tour so schön wird. Shorty fährt uns durch den Park, hält bei Tiersichtungen an und wir haben viel Zeit, die Tiere zu beobachten. Ein halbstarker Elefant überlegt kurz, es mit unserem Truck aufzunehmen, verschwindet dann aber doch laut trompetend im Busch.

Wir entdecken eine Wasserbüffelherde und eine Nashorngruppe. Natürlich auch Giraffen, Zebras und vieles mehr. Nur die Großkatzen entdecken wir nicht, das ist aber auch immer mit viel Glück verbunden.

Besonders schön ist der Blick, den wir vom Truck aus auf die Tierwelt haben. Noch ein kurzer Lunch und wir brechen auf ins Swasiland. 2018-02-26-15h26m42

Bis dahin kommen wir gut voran. Der Grenzübertritt geht schnell.

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Swasiland ist richtig gebirgig mit schönen Ausblicken und sehr grün. Entsprechend beschwerlich wird die Fahrt, denn die Berge erklimmen wir mit dem Truck nur langsam und wir werden ordentlich durchgeschaukelt – afrikanische Massage! Es geht durch Städte und Dörfer. Am Straßenrand grasen Kühe. Die Schule muss zu Ende sein – viele Schulkinder sind auf dem Weg und warten an Bushaltestellen.

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Ganz toll sind die letzten 5 Kilometer. Das wir die mit dem Truck überhaupt geschafft haben, grenzt an ein Wunder. Unsere Unterkunft ist das Mlilwane Wildlife Sanctuary – ein Paradies mitten im Nichts. Verschiedene Bockarten grasen auf den Rasenflächen und die ganze Anlage ist sehr authentisch hergerichtet. Den Pool können wir nur wehmütig betrachten, denn es ist jetzt schon fast dunkel. Zum Glück müssen die Zelte nicht für diese eine Nacht aufgebaut werden. Für Rand 7,50 kann auf ein Hostelzimmer upgegradet werden – und wir Camper bekommen jeder ein eigenes Zimmer! Es bleibt noch Zeit zum Duschen und dann werden wir mit einem sehr leckeren Abendessen überrascht. Der Abend wird lang, die Weinflaschen wollen verkostet werden und David hat UNO Karten dabei. Frühstück ist ja erst um 6.15 Uhr.

Dienstag, den 27.02.2018: Swasiland bis Zululand – St. Lucia (Tag 5 Campingsafari)
Zwei Becher Kaffee waren nicht drin – um 6.30 Uhr startet unser Morgenwalk durch die schöne Natur. Ein Teil des Weges ist der Hippotrail.

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Wir gehen einen schmalen Pfad, der sehr matschig und rutschig wird. Der Weg führt durch Wald und an Wiesen entlang. Es ist hier herrlich grün mit vielen Blumen und verschiedenen Bockarten, die durch die Gegend springen. Wie schön, etwas zu gehen!

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Ein 2. Frühstück wartet auf uns. Für unterwegs werden Sandwiches geschmiert und los geht‘s um 10.00 Uhr.

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Der Grenzübergang nach Südafrika ist wieder problemlos und auf der Fahrt ereignet sich nichts Besonderes. Mal sehen, was noch kommt.
Schon am Nachmittag kommen wir im kleinen und ganz zweckmäßigen St. Lucia an. Es gibt hier viele Restaurants, Bars und Supermärkte. Schnell wird im „Shonalanga“ eingecheckt – hier ist auch für Camper ein Zimmer vorgesehen und ab in den Pool. Der Abend startet afrikanisch. Besser gesagt: Uns erwartet ein Zulu Abend. Gestartet wird mit einer Unterrichtsstunde in Zulu. Dazu gehören auch Klick- und Schnalzlaute. Einige von uns klicken mit Hingabe. Ich bin nicht so begabt. Weiter geht es mit einem Volkstanz. Zulu Männer tanzen und trommeln nach traditioneller Art. Es kommt, wie es kommen muss – wir werden alle zum Tanz aufgefordert. Ein Braai wird vom Hotelgrillmeister zubereitet – leckere Wurst, Beef und köstliche Salate. Der Kartoffelsalat ist besonders lecker. Wir hatten alle unseren Spaß!

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Was nun? Eigentlich sind wir alle sehr müde und die Ansage: „Um 4.50 Uhr treffen wir uns morgen an der Rezeption““, lädt auch nicht zu weiteren Aktivitäten ein. Andererseits wird uns von Gareths das „Waterhole“ empfohlen. Einige von uns können dieser Empfehlung nicht widerstehen. Dort angekommen, werden wir doch noch viele. Shorty empfiehlt uns den „Springbock“. Pfefferminzlikör mit Amerula geschichtet.

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David holt die erste Runde …. Und es folgen etliche. Livemusik gibt es auch noch. Ein gelungener Abend gefolgt von einer sehr kurzen Nacht.

Mittwoch, den 28.02.2018: Hluhluwe-IMfolozi National Park (Tag 6 Campingsafari)
Pünktlich um 5.00 Uhr geht es los. Zwei Gamedrive Fahrzeuge bringen uns zum Hluhluwe (gesprochen: schlu-schlu-wi) Nationalpark, der ca. eine Autostunde entfernt liegt. Eine rasante Fahrt beginnt. Mit 100 Sachen über Landstraßen im offenen Fahrzeug – europäischen Standards entspricht das wohl nicht. Gegen die Morgenkälte, verstärkt durch den Fahrtwind, haben wir immerhin Decken bekommen. Schon fast am Ziel, müssen wir umdrehen. Der geplante Eingang zum Nationalpark wird bestreikt. Brennende Barrikaden sollen den Zugang behindern. Die Fahrer drehen um. Eine weitere Stunde Autofahrt folgt zu einem anderen Eingang. Hier werden wir zum Glück mit einem Frühstück erwartet. Ein Kaffee tut jetzt echt gut und die Sandwiches schmecken auch.
Der Huluhluwe-iMfolozi Nationalpark im Zululand zählt zu den ältesten Südafrikas und wurde schon 1895 gegründet und ist mit 1000 qkm das drittgrößte Wildschutzgebiet. Die weißen Siedler fanden die Einrichtung zunächst doof. Sie glaubten, das Wild sei für die Verbreitung einer Rinderseuche durch die Tsetsefliege verantwortlich und rotteten fast den ganzen Wildbestand aus – 100.000 Tiere sollen getötet worden sein. Später bekämpfte man die Tsetsefliege mit DDT und rottete diese aus.
Hier im Park werden insbesondere die Nashörner geschützt. Es gibt hier White Rhinos und Black Rhinos. Die „weißen“ sind die Breitmaulnashörner und die „schwarzen“ die Spitzmaulnashörner. Es soll hier auch die Big Five geben, mal sehen.
Gleich zu Beginn begegnen uns Wasserbüffel – davon gibt es unzählige im Park, die sich uns immer wieder präsentieren.

Sie lieben Matschlöcher und davon gibt es hier viele. Zebras, ganze Elefantenherden – der Tierreichtum ist hier groß und wir haben Zeit, die Tiere zu beobachten.

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Nur die Nashörner lassen auf sich warten. In großer Entfernung werden welche gesichtet. Ist es nun ein Schutzpark für Nashörner oder Wasserbüffel fragt man sich? Doch zum Schluss kommen auch noch die Nashörner aus ihrem Versteck.

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Einige von uns sehen sogar eins gemütlich den Weg wechseln. Immer wieder gibt es auch tolle Aussichten in diesem landschaftlich schönen und hügeligen Park. Es ist hier wirklich sehr abwechslungsreich.

Die verlorene Zeit wird angehängt und wir haben viel Zeit, alles zu genießen. Nur die großen Katzentiere halten sich beharrlich versteckt.
Eigentlich sollten wir drei Stunden Verschnaufpause haben bis zur nächsten Attraktion. Die schmilzt aber irgendwie zusammen. Zum Lunch treffen wir uns in einer Pizzeria und dann bleibt eigentlich nur noch Zeit zum Duschen, bevor unsere Sunset-Schifffahrt auf dem St. Lucia-See beginnt.

2018-02-28-17h57m05Das Wasser sieht nicht sehr einladend aus. Es ist schlammig braun und es gibt hier Krokodile und Flusspferde, die wir natürlich auch entdecken wollen.

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Außerdem gibt es hier eine reiche Vogelwelt. Der See ist 60 km lang und 10 km breit. Das Wasser ist jedoch nur 1 bis 2 Meter tief. 6 km wollen wir uns davon ansehen. Der See ist durch einen 20 km langen Kanal mit dem Meer verbunden. Es münden hier drei Flüsse (Imfolozi, Mikhuze und Hluhluwe – gut zu Wissen für „Stadt-Land-Fluss“). Das ganze Gebiet wurde 1999 zum UNESCO Welterbe erklärt. So, nun geht aber die Reise los. Das Boot ist ganz schön voll.

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Gute Fotoplätze wollen erkämpft werden. Es gibt hier 900 Hippos, davon sehen wir wirklich viele. Ganze Familien tummeln sich im Wasser.

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Manche liegen auch faul auf den Felsen rum und einige waten im Wasser. Das Eine oder andere zieht es vor abzutauchen. Krokodile werden gesichtet. Die liegen zurzeit nicht faul rum, sondern sind auf Futtersuche im Wasser. Eine Anglerin soll vor kurzen verspeist worden sein. Wir sind schon kurz vor dem Sonnenuntergang zurück, der Kapitän hatte es eilig. Wir genießen den Sonnenuntergang auf dem Steg.

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Der erste schöne Sonnenuntergang auf dieser Reise.

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Um 19.00 Uhr gibt es Abendessen, aber vorher läuft die WIFI Zone heiß. Alle wollen mal checken, was so passiert ist oder Urlaubsberichte in die Heimat senden. Es gibt heute einen traditionellen, sehr leckeren Hackauflauf zu essen. Das Lieblingsgericht von Nelson Mandela: Bobotie. Die „Springböcke“ gibt es heute selbst gemixt. Viele suchen auch noch mal das „Wasserloch“ auf, aber ich bin raus. Nachts schlafen ist auch mal ganz schön.

Donnerstag, den 01.03.2018: Von St. Lucia nach Durban – 230 km (Tag 7 Campingsafari)
Urlaub – heute ist genügend Zeit für ein morgendliches Bad im Pool. Da ich der einzige Badegast bin, kann ich sogar ein paar Runden schwimmen.

Es gibt um 8.00 Uhr Pfannkuchen zum Frühstück und gegen Mittag sollen wir Durban, die drittgrößte Stadt Südafrikas mit 3,5 Mio. Einwohnern in der Metropolregion, schon erreicht haben. Hier gibt es lange Strände zum Baden und Surfen. Durban ist auch eine wichtige Hafenstadt. Uns soll dort ein afrikanisch-indischer Flair erwarten. Viele Inder sind hier Ende des 18. Jahrhundert eingewandert, um auf den Zuckerrohrplantagen zu arbeiten. Auch Mahatma Gandhi ist hier 1893 eingewandert. Eine indische Spezialität heißt hier „Bunny Chow“ – ein ausgehöhltes und mit Curry gefülltes Brötchen. Durban ist DER große Sommerurlaubsort. Gareths warnt uns gleich davor, nach Einbruch der Dunkelheit alleine unterwegs zu sein. Wir lassen uns überraschen.
Durban wird gesichtet und gleich auch das imposante Moses-Mabhida Fußballstadion, das 2010 für die Fußballweltmeisterschaft erbaut wurde.

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Moses Mabhida war ein Freiheitskämpfer und nach ihm wurde das Stadion benannt. Entworfen wurde es von einem Hamburger Architekturbüro – gmp (Gerkan, Marg und Partner). 70.000 Zuschauer finden hier Platz. Das Stadion ist zum Wahrzeichen geworden und hat seinen festen Platz in der Skyline.
Bevor wir ins „Garden Court South Beach Hotel“ kommen, gehen wir zum Lunch.

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Das Restaurant ist gut und das Essen lecker, aber dennoch ist es schade, hier die knappe Zeit zu vertun, die wir in Durban haben. Das Garden Court South Beach Hotel liegt wirklich gleich an der Strandpromenade. Mein Zimmer hat Meerblick. Schnell wird ins Badezeug gesprungen und dann in den Indischen Ozean. Ein Genuss nach der vielen Fahrerei. Die Wellen sind angenehm zum Baden und am Strand finden wir Entspannung bis die Sonne hinter den Wolken verschwindet. Der Pool ist nicht so großartig, also ab unter die Dusche und schon geht es zum gemeinsamen Abendessen. Richtig hungrig sind wir noch gar nicht. Zum Glück, denn das Essen in dem von Gareths ausgesuchten Restaurant ist wirklich nicht doll. Der Abend wird aber trotzdem sehr nett und wir lassen ihn in verschiedenen Bars ausklingen. Leider verlassen uns Daniela und Marcell – ihr Urlaub geht heute zu Ende. Jetzt sind wir nur noch 9.

Freitag, den 02.03.2018: Ukhalamba Drakensberge Park -250 km (Tag 8 Campingsafari)
Joggen, im Indischen Ozean baden, erst um 9.00 Uhr ausgiebig im Hotel frühstücken – das Abenteuer wird heute zum Urlaub. Um 10.00 Uhr starten wir in die Drakensberge – den Drachenbergen.

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Tatsächlich sehen sie wie ein liegender Drachenrücken aus. Auf dem Weg gibt es noch zwei interessante Stopps. Zuerst besuchen wir die Howick Falls. Ein nicht sehr hoher, aber schöner Wasserfall.

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Der zweite Halt ist besonders interessant: Die Mandela Capture Site.

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An dieser Stelle wurde Nelson Mandela 1962 auf einer Autofahrt von Johannesburg nach Durban festgenommen und es folgten 27 Jahre Gefängnis. Es gibt hier eine kleine Ausstellung über sein Leben und ganz sehenswert: Viele Metallstehlen formen sein Antlitz. Wenn man die richtige Position einnimmt, setzen sich die Stehlen zu seinem Gesicht zusammen.

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Sehr eindrucksvoll! Hier gibt es auch Lunch und die Fahrt geht weiter. Am Nachmittag treffen wir in dem traumhaften Golfresort „Monks Cowl“ ein, in dem wir übernachten. Erwartungsvoll halten wir drei Camper Ausschau nach einem schönen Platz auf dem englischen Rasen und bekommen dann einen Loge Schlüssel für ein tolles Apartment in die Hand gedrückt. Auch nicht schlecht. Es bleibt noch Zeit zur Erholung. Einige spielen auf einer sehr gepflegten und phantasievollen Anlage Minigolf – ich auch – und andere gehen in den ebenfalls sehr phantasievollen Pool zum Baden.

Zum Abendbrot gibt es leckeren Fisch, „Snoek“, Süßkartoffeln und Salat.

Samstag, den 03.03.2018: Wandern in den Drakensbergen (Tag 9 Campingsafari)
Frühstück „erst“ um 7.00 Uhr? Da geht es vorher noch in den wunderschönen Pool. Heute wird gewandert.

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Ein „local“ Guide zeigt uns die großartige Natur und wir bekommen einen kleinen Eindruck vom dem UNESCO Naturerbe (wegen der Wandmalereien der San, die es hier in großer Zahl gibt). Die Drakensberge sind ein etwa 1000 km langer Gebirgszug, von denen heute 12 km erwandert werden. Eine erste Wanderung mit vielen Steigungen führt uns zu einer Grabstelle. Auf dem Stein sind Sandmalereien, von den San (Buschmännern) zu erkennen. Die San gehören zum ältesten Volk Afrikas. Wann das Eland, das wir sehen, gemalt wurde, kann man nicht genau datieren.

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In Namibia sind Zeichnungen gefunden worden, die 28.000 Jahre alt sein sollen. Schamanen haben sich in Trace getanzt, bevor sie diese Felsmalereien vorgenommen haben. Es geht den gleichen Weg zurück, um kurz zu lunchen, einen Hamburger für unterwegs einzupacken und den Wasservorrat aufzufüllen. Es folgt die zweite Wanderung an einem Fluss entlang zu einem kleinen und einem größeren Wasserfall. Ganz flach soll die Wanderung sein – fast ohne Steigung – so wird uns versprochen. Ganz so anspruchslos ist die Wanderung von 9 km aber doch nicht. Zuerst erreichen wir den Nandis Falls.

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Ein kleiner, schöner Wasserfall ganz ruhig gelegen. Weiter geht es zum größeren Sterkspruit Fall.

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Dieser wird auch erklommen, was nicht so einfach ist. Es muss auf nassen und rutschigen Steinen balanciert und geklettert werden. Nach diesem Spaß gibt es eine kleine Pause und es geht auf einem anderen Weg zurück durch die schöne Landschaft mit den Blumen und Sträuchern. Sogar Erika wächst hier.

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Am Ende müssen wir auf unseren Truck warten, weil wir zu schnell gewesen sind (ich war die Pacemakerin 😊).

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Am Pool erwartet uns Erholung bis zum Sonnenuntergang und wir sitzen noch gemütlich auf unseren Terrassen. Den ganzen Tag sah es immer mal wieder nach Regen aus und – zum Glück erst jetzt – kommt das Gewitter. Zeitweise ist es genau über uns und es blitzt und donnert und regnet in Strömen. Wie gut, dass wir nur noch zum Essensraum gehen müssen. Gareths hat sich heute besondere Mühe gegeben: Es gibt eine Kürbissuppe, panierte Hähnchenteile, Kartoffelspalten und Coleslaw Salat. GFC: Gareths Fried Chicken. Der Abend ist noch nicht zu Ende. Es gibt hier schließlich eine Bar und Pool Billard. Um 22.00 Uhr wird die geschlossen, also spielen wir in unserem Apartment noch ein paar Runden UNO. Die eine oder andere Flasche Wein und das eine oder andere Bier wurden heute Abend nach der Anstrengung des Tages natürlich auch getrunken.

Sonntag, den 04.03.2018: Drakensberge bis Lesotho: 450 km (Tag 10 Campingsafari)
Es ist noch dunkel, als der Wecker klingelt. Wir müssen früh los, denn der Weg bis zu unserer nächsten Station in Lesotho ist weit und beschwerlich. Shorty muss uns über den Gebirgspass fahren.

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Wir passieren den Golden Gate Nationalpark mit seiner bizarren Gebirgslandschaft aus Sandstein. Etliche Fotos werden geschossen. Von den vielen Tieren, die hier leben sollen, bekommen wir aber leider keins zu Gesicht. Eine Pause machen wir in dem sehr niedlichen Ort Clarens, der auch Ausgangspunkt für viele Unternehmungen ist. Hier finden wir alles, was wir brauchen und auch eine Bäckerei mit vielen Köstlichkeiten. Kurze Lunchpause und nun sind es noch 15 km bis zur Grenze nach Lesotho, dem Kingdom in the Sky.

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Am Grenzübergang ist einiges los und er ist auch ziemlich dreckig. Es geht weiter auf holprigen Straßen, aber die Krönung sind die letzten 7 km bis zu unserer Übernachtung in der Malealea Loge. Wir passieren das „Gate of Paradise“,

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ein Pass in 2001 m Höhe und haben einen Fotostopp, um das Bergpanorama zu genießen. Ein Schild warnt uns scherzhaft vor dem, was kommt: Frauen sollen Ihren BH fester schnallen, Herren ihre Sockenhalter anlegen und künstliche Gebisse lieber rausnehmen.

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Diese Hinweise sind nicht verkehrt. Eigentlich ist die Straße unpassierbar, aber Shorty meistert sie mit Bravour.

Angekommen, sind wir in einer ganz anderen Welt als die zwei Nächte zuvor. Lesotho ist ein armes Land und so ist es hier auch wesentlich schlichter, aber wunderschön. Wir Camper können wieder upgraden und bekommen ein wirklich sehr schlichtes Zimmer nur mit Betten bestückt. Der eigene Schlafsack muss ausgepackt werden.

Trinkwasser gibt es hier nicht und der Solarstrom wird um 22.00 Uhr abgeschaltet. Jedes Zimmer hat eine Kerze. Mit dem vorhandenen Grundwasser muss sparsam umgegangen werden. Die Unterkunft liegt direkt beim Dorf und man hat das Gefühl mitten drin zu sein. Es wird gesungen, Hunde bellen -alles viel lebendiger als im Golfresort. Um 19.15 gibt es Dinner im eigenen Gruppenraum mit Küche und Terrasse. Den Abend lassen wir in der gemütlichen Bar am Lagerfeuer ausklingen. Beeindruckend ist hier auch der afrikanische Sternenhimmel!

Montag, den 05.03.2018: Lesotho Malealea (Tag 11 Campingsafari)
Heute werden mit einem heimischen Guide das Dorf, die Brauerei und die Schule besichtigt. Zwei Stunden dauert der interessante Rundgang. Am Dorfeingang gibt es eine kleine Ladenzeilt aus Blechhütten. Bei einem handelt es sich um einen kleinen Coop Laden. Es gibt Obst und Gemüse und frisch zubereitete Speckkuchen, ähnlich unseren Schmalzkuchen.

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Die nächste Stadt liegt 60 km entfernt und kann nur mit dem Taxi oder einem Personenkleintransporter erreicht werden. Keiner hat hier ein Auto. 2-3-mal wöchentlich muss von dort neue Ware geholt werden – jedes Mal ein Tagesausflug. Die Bewohner halten sich viel Vieh – Ziegen für Mohair, Schafe für die Wolle, Kühe und Pferde für die Arbeit auf dem Feld. Die meisten betreiben Landwirtschaft für die Selbstversorgung. Produkte werden auch getauscht. Bewässerung gibt es nicht – man vertraut auf den Regen. Eine Braumeisterin hat das Dorf, die täglich Bier braut und uns von ihrer Bierbraukunst berichtet.

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Probieren möchte ich aber lieber nicht. Unterwegs kommen wir am Friedhof vorbei und uns wird einiges erzählt über die recht komplizierten Riten bei Tod, Beerdigung und Trauer.

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Zum Schluss besichtigen wir die Schule. 250 Kinder werden hier unterrichtet von 7 Lehrern in den unterschiedlichen Fächern. Eine „Schulküche“ gibt es auch. Auf einem Feuer werden jeden Tag Bohnen und Papp für die Kinder zubereitet.

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Als letztes zeigt uns der Lehrer den Schulgarten. Natürlich gibt es auch noch Gehandarbeitetes zu kaufen. Von den Speckkuchen konnten wir welche kaufen, um sie an die Kinder zu verschenken. Unterwegs waren uns schon einige begegnet, die wir beglücken konnten. Die Restlichen lassen wir im Kindergarten, in dem uns die Kleinen ein Ständchen gesungen haben.

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Wieder zurück, wird das Café aufgesucht, das es hier auf dem Platz gibt.

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Am Nachmittag wollen die meisten von uns die Freizeit zum Faulenzen nutzen. Daniela und ich buchen uns nach dem köstlichen Lunch – es gab mexikanisch – eine weitere Wanderung zum Pool von einem Wasserfall in dem wir baden wollen. 2 – 3 Stunden soll der Spaß dauern und es kostet 45 R pro Person. Zu zweit machen wir uns mit dem Guide auf die Socken.

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Bald stellt sich heraus, dass es eher ein Climbing statt einer Wanderung ist. Es geht über Stock und Stein.

 

Das eine oder andre Mal bin ich dankbar, dass mir der Guide die Hand reicht. Der Pool am Ziel ist recht klein, aber tief. Für eine kleine Abkühlung reicht es.

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Unser Guide scheint sich die ganze Zeit köstlich über uns zu amüsieren, sehr gesprächig ist er aber nicht.

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Dafür sehr in Eile. Für den Rückweg wählt er eine Strecke, die direkt über einen Berg führt. Ein verdammt steiler Aufstieg, der mich fast an meine Grenzen bringt – auch wegen des Tempos, das er vorlegt. Zeit zum Verschnaufen bleibt nicht. Daniela springt noch wie eine Gazelle. Bald wird der Weg wieder grader und jetzt sind wir fast schneller als der Guide. Nur zwei Stunden haben wir gebraucht incl. Badestopp. Auch die Mädels an der Rezeption sind überrascht. Kurz nach unserer Rückkehr gibt es ein richtiges Unwetter. Starker Regen, Hagel und Gewitter.

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Das war wohl der Grund für die Eile. Jetzt sind wir froh, dass wir rechtzeitig zurückgekommen sind. Vor dem Unwetter ist auch David von seiner Mountainbiking Tour erschöpft zurückgekommen. Der Einzige, der auch noch aktiv war. So, doch noch WIFI kaufen, duschen, einen Cappuccino im Café trinken, nach Hause telefonieren und dann gibt es Abendessen. Wir treffen uns alle zum Stew mit Eland. Afrikas größter Antilope. Kann man essen, muss man aber nicht unbedingt. Wo wird wohl der Abend beendet? Natürlich in der Bar. Vorher haben wir aber noch Zeit unter dem Sternenhimmel verbracht. Der Mond ist auch traumhaft aufgegangen. Wirklich ein kleines Paradies.

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Dienstag, den 06.03.2018: Von Lesotho nach Graaff Reinert, ca. 500 km (12. Tag Campingsafari)
Toller Sonnenaufgang – so viele Sonnenaufgänge wie in diesem Urlaub habe ich noch nie fotografieren können.

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Auch ein Trost. Als der Wecker klingelte, ist es noch dunkel und der Strom noch nicht angeschaltet. Strom gibt es ab 5.30 Uhr! Die Etappe ist aber auch lang und es wird früh gestartet. Unser Ziel ist die große Karoo -eine sehr trockene, steinige Halbwüste, die in 600 bis 900 m Höhe zwischen der Großen Randstufe und den nördlichen Kapketten liegt – mit dem historische Städtchen Graaff Reinert – die viertälteste Stadt Südafrikas. Die eigentlich unpassierbaren ersten 7 km schafft Shorty ohne Probleme – wir werden natürlich ordentlich durchgeschüttelt. Die anschließenden 493 km verlaufen ereignislos. Alle holen etwas Schlaf nach. Beim „Profcon Resort“ angekommen, entscheiden wir uns für das Camping, denn das Upgrade soll 400 R p. P kosten. Es bleiben 5 Minuten für den Pool und schon beginnt die Sunset-Tour zum Valley auf Desolation.

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Unsere Lust hält sich in Grenzen. Eine Stunde soll die Hinfahrt dauern. Saßen wir nicht schon den ganzen Tag im Bus? Wir haben Hunger, Durst und sind müde und haben kein Bier. Wir fahren in den nahe gelegenen Nationalpark und sehen ein paar Tiere von Ferne. Das kann uns nicht begeistern. Eine große Schildkröte am Wegesrand weckt schon eher unser Interesse.

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Dann kommt es zu einem Kampf mit einem großen Leguan. Auch er wird am Wegesrand entdeckt. 2018-03-06-17h47m27

Wir halten an, machen Fotos. Vorsicht ist geboten, denn er schlägt gerne mit seinem Schwanz und beißen können die Viecher auch. Zum Schluss will sich unser örtlicher Guide noch mal beweisen und ärgert den Leguan und was macht der? Er springt in den Radkasten und kommt freiwillig nicht mehr raus. Der Guide und Daniel zerren das Tier aus seinem Versteck. Ein richtiger Ringkampf. Daniel bestätigt aber später, dass sie ganz vorsichtig an dem Tier gezogen haben. Das war jedenfalls schon mal eine Aktion. Ein schöner Aussichtspunkt lädt zum Fotografieren ein

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und kann kommen wir endlich zum Sunset-Point und die Sonne geht hier tatsächlich phantastisch unter. Gleichzeitig zieht auch wieder ein Gewitter auf. Wir bekommen einen Sun-Downer, der unsere Stimmung hebt und der Anblick der untergehenden Sonne tut sein Übriges.

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So viele verschiedene Rottöne, die sich immer wieder verändern – das kann man nicht im Foto festhalten, das muss erlebt werden! Es geht mit dem Auto im Regen zurück – da hat sich das Ganze doch noch gelohnt. Geoffrey hat in der Zwischenzeit gegrillt und es gibt Braai zum Dinner mit Schweinekotelette und Kuduwurst. Leider ist auf dem Platz nicht viel los. Es wird noch etwas UNO gespielt und dann geht es ins Bett. Keiner will morgen von 7.00 bis 9.00 Uhr die Stadt besichtigen – was ist das auch für eine Zeit. Also wollen wir um 7.00 Uhr frühstücken und zeitig Richtung Addo Elephant Nationalpark starten. Von der kleinen niedlichen Stadt werden wir wohl leider nichts zu sehen bekommen.

Mittwoch, den 07.03.2018: Graaff Reinert – Addo Elephant Nationalpark, 250 km
(13. Tag)

Erstmal wird getankt und wir haben zum Glück in unmittelbarer Nähe einen Liquor Shop entdeckt.

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Unsere Vorräte sind ziemlich am Ende. Die Fahrt ist nicht spannend, es wird viel geschlafen. Es geht nicht gleich zu unserer Unterkunft, sondern erst in den Addo Elephant Nationalpark. Den Hamburger zum Lunch haben wir uns schon beim Frühstück bereitet, so gibt es auch keine weitere Pause. Gleich sehen wir einige Tiere. Familien von Zebras, Schweinchen, Hirsche aller Art

und ganz viele Elefanten. Der Nationalpark wird heute seinem Namen gerecht. Von den Big Five sehen wir noch die Wasserbüffel. Die Katzen bleiben leider wieder in ihrem Versteck. Verstecken ist hier einfach in der grünen, mit viel Buschwerk bewachsenen, Umgebung. Wir erleben aber tolle Begegnungen mit den Elefanten. Ganze Herden sehen wir von Nahem. Eine Gruppe Elefanten läuft gemütlich vor unserem Truck und zur Krönung können wir zwei Elefantenfamilien beim Erfrischen am Wasserloch lange beobachten.

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Hier ist bei den Tierbeobachtungen Geduld gefragt. Am Ende sind wir aber mit dem Erlebten sehr zu frieden.

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Es sind noch ca. 30 km bis zu unserer Unterkunft, der „Kudu Ride Game Ranch“. Auch hier ist alles eher einfach und rustikal. Etliche Hunde begrüßen uns. Der Abend wird recht gemütlich mit einem Lagerfeuer in unserer Mitte.

Getränke müssen an der Bar gekauft werden, wenn man das Lagerfeuer genießen will, die Getränke sind aber recht günstig. Es gibt auch ein Hoch Deck für Sonnenuntergänge und Sternenhimmelbetrachtungen. Heute Abend müssen wir David und Laura verabschieden – für die Zwei geht die Reise hier zu Ende.

Donnerstag, den 08.03.2018; Greater Addo Elephant Nationalpark
(Tag 14 der Campingsafari)

Was ist nur los mit uns? Wir Frauen stehen heute früher auf als nötig, um einen Morgenspaziergang auf dem Gelände der Ranch zu unternehmen. Es soll hier Zebras geben und wir begegnen auch Dreien. In der Frühe hat uns auch David verlassen – schade! Nach dem Frühstück geht es nach Port Elizabeth – Laura wegbringen. Vorher unternehmen wir noch einen Spaziergang am Strand und an der Promenade in der Nelson Mandela Bay.

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Richtig in das viktorianische Zentrum kommen wir leider nicht. Es ist schön, mal wieder Meer und Hafen zu sehen. Der Hafen ist der drittgrößte Südafrikas und Port Elizabeth ist die fünftgrößte Stadt. Wir trinken einen Kaffee, kaufen Lunch und dann müssen wir leider Laura verabschieden, die hier noch eine Nacht im Hotel verbringt. Vom Spaziergang zurück, sitzen schon zwei Neue im Bus: Stephan und Sarah, die uns die nächsten Tage bis Kapstadt begleiten werden. So, jetzt noch mal mit unserem Truck in den Nationalpark. Endlich wollen wir Löwen sehen. Das ist auch unser Wunsch zum Internationalen Frauentag! Lange fahren wir durch die Gegend und sehen gar nichts. Wegen der Hirsche und Schweine halten wir nicht mehr an. Es gibt auch keine sensationellen Begegnungen mit diesen Tieren. Nicht mal Zebras, wieder keine Giraffen, keine Büffel, wenige Elefanten, für die wir aber doch noch mal anhalten, auch wegen unserem Neuzugang. Bald schlafen wir alle. Das langsame „Geschüttel“ hat uns in den Schlaf geschaukelt. Dann das Wunder: Direkt am Wegesrand liegt der schlafende Löwe!

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Wie ein Fotomodell präsentiert sich uns der Löwenmann und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen. Die Fotoapparate glühen! Dass wir das Objekt der Begierde so dicht vor die Linse bekommen – damit haben wir nicht gerechnet. Zusätzlich haben wir alle Zeit der Welt, unsere Fotos zu machen. Ein Auto startet und der Löwe bewegt sich und bringt sich dabei in eine noch fotogenere Position. Ein Traum. Irgendwann müssen wir doch die Fahrt fortsetzen – Danke Löwe für deine Geduld und die schönen Motive!
Unsere Guides sind die Größten, einige Dosen Bier werden zur Feier des Ereignisses geöffnet – der Tag ist gerettet! In unserer Ranch angekommen, bleibt noch Zeit, das WIFI zu nutzen und dann geht auch schon die Sonne unter. Wir treffen uns auf dem Deck und haben heimlich unseren eigenen Wein als Sundowner dabei.

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Um 19.00 Uhr gibt es wieder leckeres Abendessen – da ist die Sonne auch schon untergegangen. Wir sitzen am Lagerfeuer und die Zebras sind auf einmal auch da. Nicht am Lagerfeuer, aber auf dem Platz. Dort, bei unseren Zelten, tauchen sie auch während der Nacht wieder auf. Ich liege im Zelt und höre sie grasen. Das ist Afrika!

Freitag, der 09.03,2018: Vom Addo zum Tsitsikamma Nationalpark, 250 km
(Tag 15 der Campingsafari)

Ein kurzer Morgenspaziergang ist noch drin, bevor die Zelte abgebaut werden und wir unsere heutige Etappe starten. Sie führt uns noch mal durch Port Elizabeth und in der für Surfer paradiesischen J`Bay (Jeffrey´s Bay),

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haben wir unsere erste große Pause. Hier soll der beste Surfspot Südafrikas sein – besonders im Winter sind hier die Wellen wohl toll. Ein paar Surfer sehen wir auch, aber denen gilt nicht unser Interesse. Hier gibt es eine kleine Mall mit einem Billabong Outlet. Fast alle finden hier etwas. Ich auch. Nach Wochen ohne Einkaufsparadies haben alle Nachholbedarfe. Nach dem Lunch geht es weiter. Es wartet noch ein Abenteuer auf uns, das Tsitsikamma Falls Adventure – Zipplining. Die meisten von uns entschließen sich gleich für das Abenteuer, ich bin erst unentschlossen. Man kann gar nichts sehen – es muss die Katze im Sack gekauft werden. Allerdings bin ich schon mit der Zippline über eine große Schlucht bei den Vicfalls geschwebt und der Preis mit 400 R stimmt auch -was soll der Geiz – ich mache es. Ein tolles Erlebnis! An den 8 Zipp Stationen mit unterschiedlicher Länge, Geschwindigkeit und Schwierigkeit haben wir unseren Spaß.

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Die Fotos werden auch gekauft. Nun gibt es mich in allen Zipplagen zu bewundern und die anderen auch. Am späten Nachmittag erreichen wir unsere Unterkunft, dass Tsitsikamma Village. Uns Campern steht eine Wiese am See zur Verfügung und für alle gibt es eine große Halle, in der wir uns aufhalten können. Einen leckeren Nudelauflauf gibt es zum Abendbrot. Der Abend wird noch lustig: Unsere mittlerweile übliche Weinprobe, UNO und Tischtennis. In der Halle steht eine Tischtennisplatte, an der sich schon einige versucht haben, aber nun kommt es zur Runde. Nicht genug Schläger, egal, unsere Blechteller tun es auch!

Samstag, den 10.03.2018: Tsitsikamma NP (Tag 16 der Campingsafari)
Ein perfekter Tag!
Gareths ist heute unser Guide auf einem Stück des Otter Trails, der hier am Storms River Mouth beginnt und 41 km lang ist. Gewandert wird entlang der Küste mit viel Blick auf den indischen Ozean mit seinen tollen Wellen und die tolle Brandung.

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Was leicht beginnt, entwickelt sich doch bald wieder zur Kletterei.

Verbunden mit einigen Fotostopps brauchen wir bestimmt 1,5 Stunden für die 4 km zum Pool vom Wasserfall. Was für ein herrliches Plätzchen! Der Wasserfall führt zwar wenig Wasser, aber der Pool lädt zum Baden ein und Ruckzuck sind die meisten von uns im Wasser und kühlen sich nach der anstrengenden Wanderung ab.

Die mitgebrachten Eggrolls lassen wir uns schmecken. Ausgeruht treten wir den Rückweg an, den wir in einer Stunde bewältigen. Es ist ja auch bereits alles fotografiert. Viele zusätzliche Aktivitäten wären heute möglich, aber die wollen wir alle nicht. Marcia überredet Gareths zu einer weiteren Wanderung. In jedem Reiseführer gibt es ein Bild von einer Hängebrücke, die über die Mündung des Storms Rivers führt. Die darf nicht verpasst werden. Dann doch bitte auch noch zu dem phantastischen Aussichtspunkt, der natürlich auf einem Berg hinter der Hängebrücke auf uns wartet.

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Kurze Pause, und es geht los. Geoffrey darf uns führen. Bis hinter die Hängebrücke ist alles gut, aber dann beginnt der Aufstieg. Ist es die Anstrengung wert? Unterwegs zweifeln wir. Oben angekommen lädt die Aussicht zu einem schönen Gruppenfoto ein und runter geht es wie von selbst.

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Zum Glück wurde schon ein kleiner Strand entdeckt mit einer Plattform im Wasser, zu der wir schwimmen. Das Wasser ist erfrischend und am Strand betreibt der eine oder die Andere ein wenig Augenpflege. Zurück am Platz wird geduscht, etwas gechillt, gegessen und Gareths lässt uns noch vom Rum aus Mozambique probieren. Das viele Wandern und Baden hat uns erschöpft!

Sonntag, den 11.03.2018: Tsitsikamma – Plettenbergbay, 200 km (Tag 17 der Campingsafari)
Wir freuen uns auf Strand und Meer. Unsere heutige Unterkunft, die Dune Lodge, in der auch die Camper ein Zimmer haben werden, liegt direkt am Strand, doch das Ziel muss erst erreicht werden. Der Tag gestaltet sich etwas schwierig. Am Vorabend sollten wir eine Auswahl an zusätzlichen Aktivitäten treffen, die in Tsitsikamma unternommen werden können. Wir entscheiden uns für „Birds of Eden“ und eine Tierrettungsstation für große Katzentiere. Stefan begeistert sich fürs Bungeejumping, da sind wir natürlich dabei. Um 7.30 Uhr reiten wir vom Hof und sind schon um 8.00 Uhr am „faceadrenalin“ Bungeespot. Hier an der N2 überquert eine 460 m lange und 216 m hohe Brücke den Fluss Bloukraans.

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Bei einem der längsten Bungeejumps der Welt stürzt man sich 216 m in die Tiefe. Als um 9.00 Uhr die Anlage öffnet, ist er der Zweite und kommt erleichtert und froh zurück. War gar nicht so schlimm – sagt er.

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Weiter geht es zu „Birds of Eden“. Die Vögel leben recht natürlich unter großen Netzen, die den ganzen Park überdachen. Es gibt große Bäume und eine dem Regenwald ähnliche Landschaft, in der die Vögel frei fliegen können.

So weit, so gut, aber dann müssen wir eine Stunde auf den Truck warten, der uns zu den Wildkatzen bringt. Hier soll nun auch Lunch gegessen werden, obwohl der für Plettenberg vorgesehen war. Die Organisation lässt ausgerechnet heute zu wünschen übrig, wo alles zu Lasten unserer Beachtime geht. Die Tierrettungsstation war im Nachhinein auch unnötig. Die Tiere sind in Gehegen. Löwen haben wir schon in Freiheit gesehen und ob man in Afrika unbedingt Tiger sehen muss?

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Endlich geht es an den Strand. Das Baden in den Wellen ist großartig und wir sehen sogar Delfine, die sich in den Wellen vergnügen! Leider ist die Zeit viel zu kurz, um sich am Strand zu erholen und von Plettenberg haben wir auch nichts gesehen. Heute war der Wurm im Tag. Das fing schon mit dem Sonnenaufgang an, der heute kein Foto wert war, obwohl wir parat standen. Gegessen wird hier im Hotel auf eigene Kosten. Das Essen ist zum Glück sehr lecker. Die Bar schließt schon um 22.00 Uhr. Das Nachtleben ist nicht sehr ausgeprägt.

Montag, den 12.03.2018: Plettenberg Bay – Oudtshoorn, 200 km (Tag 18, der Campingsafari)
Endlich geht die Sonne über dem Meer auf und das wollen wir sehen, aber nur Vallerie und ich finden rechtzeitig aus dem Bett.

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Wir sind punktgenau am Strand. Zum Baden fehlt die Zeit – schade. Gefrühstückt wird gut und reichlich im Hotel. Das Motto der heutigen Tour: Hop on Hop off. Es wird an schönen Aussichtspunkten über dem Ozean

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und über den Bergen gehalten. Der Outeniqua Pass mit einer Höhe von 799 m wird überquert, um nach Oudtshoorn zu gelangen.

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Die grüne Landschaft wird von der Halbtrockenen der Kleinen Karoo abgelöst. Ganz plötzlich ändern sich hier die Landschaften. Ein umstrittener Stopp ist die Straußenfarm. Es handelt sich um eine „Showfarm“.

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Wie werden die Tiere hier gehalten? Ist das Reiten auf Strauße Tierquälerei? Erstmal werden wir von einer süßen Babygiraffe begrüßt, die sich gerne streicheln und fotografieren lässt.

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Die Tour ist wirklich nicht spannend – eigentlich überflüssig. Strauße kann man hier überall sehen. Die paar berichteten Fakten hat man bald wieder vergessen und Reiten will von uns niemand. Da das Interesse nicht so groß ist, geht die Tour schnell zu Ende und wir haben Lunch. Vor der Höhlentour, die noch auf dem Programm steht, geht es zu unserem Übernachtungsplatz, das „Kleinplaas Holiday Resort“. Es ist heute sehr warm und der Pool lacht. Zeit haben wir eigentlich keine, aber 5 Minuten im Pool müssen sein bevor die Cango Caves in Angriff genommen werden. Es sind sehr große und wirklich schöne Tropfsteinhöhlen.

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Der Ausflug lohnt sich, obwohl die Gruppe, die durch die Höhlen geführt wird, viel zu groß ist. Zurück am Platz bleibt noch etwas Zeit, bevor es unser letztes Dinner aus der Campingküche gibt. Die Reise geht leider viel zu schnell zu Ende und vieles ist das letzte Mal, auch die letzte Nacht im Zelt. In den letzten Tagen habe ich mich doch noch mit dem schweren Zelt angefreundet. Der Schlafkomfort war auf jeden Fall gut. So, unsere Köche waren fleißig. Es gibt gegrilltes Hühnchen, Kartoffeln als Auflauf, Salat und – das erste und letzte Mal – einen Nachtisch: Apfelcrumble mit Vanilleeis und Soße. Den Abend lassen wir am Lagerfeuer ausklingen und den Alkoholvorräten müssen wir uns nun auch ernsthaft widmen!

Dienstag, den 13.03.2018: Von Oudtshoorn nach Paarl, 400 km (19. Tag der Campingsafari)
Vom Zelt zum Pool keine 5 m. Wann hat man schon einen Pool vor der Haustür? Das muss genutzt werden, auch wenn es noch keine 7.00 Uhr ist und er erst dann öffnen würde. Um 8.00 startet unsere letzte lange Tour und zum Frühstück gab es das letzte Mal Pfannkuchen. Das wichtigste heute: gekühlte Getränke! Simon kümmert sich um unsere Kühlbox, damit alle Reste die richtige Trinktemperatur haben. Der 1. Stopp: Ronnys Sex Shop.

Eine Kneipe im Nichts mit einer bizarren BH-Sammlung, die den Namen erklärt. 30 Minuten Aufenthalt müssen eigentlich nicht sein. Weiter ging es auf der Route 62, die durch das Weinanbaugebiet führt, mit einer Pause in Barrydale zum Shoppen von Souvenieren in den kleinen Lädchen. Von dort an begleitet uns eine Holzgiraffe auf den letzten Kilometern. Das „Le bac Estate“ war am Nachmittag erreicht. Ein letztes Mal Entspannung am Pool, Ach ja, zwischendurch gab es ein letztes Lunch mit Crackern und ab dem Zeitpunkt wurden die Alkoholreste in Angriff genommen. Ein Abschiedsessen musste im Hotel eingenommen werden, weil auch das wieder im Nirgendwo lag und keine Alternative zuließ. Am Pool wurde alles bis aufs letzte Bier vertilgt – eine echte Herausforderung. Gareths hat uns zum Glück geholfen.

Mittwoch, den 14.03.2018 Paal – Cape Town
(20. und letzter Tag der Campingsafari ☹)

Das letzte Mal Morgenfitness im Pool auf dieser Reise, ein Hotelfrühstück und schon holt uns ein Kleinbus zur Township Tour ab. Das Leben im Township zu besichtigen ist niederschmetternd.

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Die Lebensumstände sind dort überwiegend menschenunwürdig. Hoffentlich profitiert von dem „Eintritt“ für den Besuch das Township.

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Sonst wäre es nur eine zur Schaustellung der Bewohner dort. Unseren Truck treffen wir in Stellenbosch wieder. Von dem niedlichen Städtchen sehen wir nicht viel, eigentlich nur den Hof vom Restaurant, das wir uns zum Lunchen ausgesucht haben. Einige werden mit tollen Muscheln belohnt und unternehmen gleich die erste Weinprobe des Tages.

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Eine offizielle folgt auf einem Weingut. Eine Wein- und Käseprobe im Stehen.

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Ich bin heute raus mit dem Trinken, denn in Kapstadt ist für mich ein Auto reserviert. Das war auch schon unser letzter Programmpunkt und um 16.30 Uhr findet die Reise bei Nomade endgültig ihr Ende. Der Abschied ist sehr emotional, es fließen auch Tränen, letzte Gruppenbilder werden geschossen und das Trinkgeld verteilt.

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4.700 Km haben wir gemeinsam auf dieser phantastischen Reise gemeinsam hinter uns gebracht! Taxis und Uber bringen uns zu unseren nächsten Zielen und mich zur Autoverleihstation – gerade noch rechtzeitig. Die Fahrt nach Muizenberg dauert im Feierabendverkehr eine gute Stunde. Kai hatte mir den Weg auf Google Maps schon geschickt, also kein Problem, unser Blue Bottle Guesthouse zu finden. 99 Stufen müssen bewältigt werden, um dort anzukommen. Tjorven schlägt ein gemeinsames Abendessen vor und ich soll sie „einsammeln“. Schnell die Sachen ins Zimmer und wieder los. Ein frohes Wiedersehen erwartet mich!

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Es gibt viel zu erzählen, aber man hat gar nicht das Gefühl, sich 6 Monate nicht gesehen zu haben! Endlich im Bett, schlafe ich schnell ein. Der Tag war wirklich ereignisreich und anstrengend!

Teil 2: Kapstadt

Donnerstag, den 15.03.2018: Muizenberg
Heute wird mal länger geschlafen! Frühstück um 9.30 Uhr.

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Eigenglich habe ich erst heute Morgen richtig wahrgenommen, dass mit den Sanitäranlagen nichts stimmt. Die Toilette kann man nicht aufziehen und unter dem Waschbecken steht ein Eimer. Da frage ich doch mal beim Frühstück, was da los ist. Wasserknappheit! Ist die Antwort. Wegen dem erwarteten völligen Versiegen der Wasserquellen, muss erheblich gespart werden. Wasser für die Toilettenspülung ist da nicht drin. Das Wasser aus dem Waschbecken und aus der Dusche wird gesammelt, um die Toilette zu spülen. Duschen bitte nur kurz – wenn überhaupt. Jetzt weiß ich Bescheid und versuche gleich mal die Toilette mit meinem gesammelten Wasser zu spülen. Meine Reisepartner melden sich, ob wir uns noch mal treffen wollen? Sie unternehmen eine Fahrt mit dem roten Doppeldeckerbus und in 30 km Entfernung in Camps Bay essen wir zusammen Mittag – dem Auto sei Dank. Die Fahrt ist schon sehr schön und das Meer erstmal! Um 17.30 Uhr darf ich Tjorven abholen und es geht noch kurz zu Eileen. Eine sehr nette Begegnung mit der Pflegemama. Nun noch mal nach Kapstadt, das Auto soll nicht umsonst gemietet sein. Ein Treffen am Riesenrad nun auch zum Abendessen, denn die nächsten Zwei reisen morgen nach Hause. Wir haben noch einen lustigen Abend zusammen!

Freitag, den 16.03.2018: Muizenberg
Mother United darf ich heute kennenlernen. Zum Lunch treffe ich dort ein und werde gleich nett in Empfang genommen. Es gibt eine Kleinigkeit zu Essen für die Mitarbeiterinnen und auch für mich. Kuchen für die Kinder und die Mitarbeiterinnen sowie neue Geschirrtücher – ein Tipp von Tjorven – habe ich dabei. Freitags findet Tjorvens Recycling Projekt statt.

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Die fast 80 Kinder, die im Projekt bereut werden, kommen fast gleichzeitig nach Schulschluss an und schnappen sich ihre Plastikfasche. Diese wird mit Plastikmüll aus dem Township gefüllt. Der fliegt wirklich überall rum. Die Flaschen müssen fest gestopft werden – später, wenn alle gefüllt sind, wird eine Bank aus den Flaschen gefertigt. Da nur wenig Zeit zur Verfügung steht, wird es einige Freitage dauern, bis ausreichend Flaschen gestopft worden sind. Ich bin gespannt, wie die recycelte Bank aussehen wird. Die Kinder sind jedenfalls voller Begeisterung bei der Sache. Es ist ohnehin bemerkenswert, mit wie wenig Mitteln hier tolle Arbeit geleistet wird. Die Einrichtung besteht aus mehreren Containern und steht in der Trostlosigkeit. Hauptziel ist, den Kindern einen Mittagstisch anzubieten. Es gibt aber auch Kunstprojekte, eine Bibliothek, um die Kinder zum Lesen anzuleiten und einen Computerraum. Hier werden auch Frauen qualifiziert in 14 tägigen Kursen, um ihnen die Arbeitssuche mit einem Zertifikat zu erleichtern. Die Küche besteht aus einem zweiflammigen Gasherd, der so aussieht, als wenn er jeden Moment zusammenbricht und im Wesentlichen aus einem großen Kühlschrank. Die Geschirrtücher bestehen wirklich nur noch aus Löchern, da sind die Neuen bestimmt willkommen. Leider hat der Hauptsponsor für Lebensmittel „Woolworth“ seine Spenden zurückgefahren und über Geldmittel verfügt das Projekt nicht. Hoffentlich kann diese tolle Einrichtung, die den Kindern dort eine Perspektive bietet und sie zum Lernen anhält, überleben. Nicht zu vergessen, die Liebe, die den Kindern dort entgegengebracht wird, die sie zu Hause leider nicht alle bekommen. Man macht sich keine Vorstellungen, unter welchen Bedingungen die Menschen zum größten Teil in den Townships leben! Wen wundert es, wenn die Menschen dort auch teilhaben wollen an unserem Reichtum. Freitags wird früher Feierabend gemacht, nicht erst um 17.30 Uhr. Wir fahren noch an den Strand und ans Meer, fotografieren die bunten Häuser und gehen auf einen Foodmarket, der nur wenige Schritte von unserer Unterkunft entfernt liegt. Nie im Leben hätten wir den entdeckt, da zahlte es sich aus, auf Insiderwissen zurückgreifen zu können. Nachhause gehe ich alleine, Tjorven trifft sich noch mit Freunden und kommt später zum Schlafen ins Guesthouse.

Samstag, den 17.03.2018: Ausflug nach Stellenbosch
Eine ganz tolle Straße direkt durch die Dünen führt uns heute nach Stellenbosch, einem kleinen niedlichen Ort schon im Weinanbaugebiet. Aus dem Bummeln wird eine kleine Shoppingtour. Für den nahenden Winter wird eine Strickjacke benötigt und die tollen Vans, mit denen Tjorven liebäugelt, gibt es auch noch. Ich finde sogar ein Kleid, denn ich habe überhaupt nichts „nettes“ mit. Auf dem Rückweg besuchen wir einen Farmmarket, der hier in der Nähe jeden Samstag stattfindet. Ein richtiges Event mit Livemusik, Food- und Souvenirständen. Gut besucht von Touristen und weißen Südafrikanern, die sich das leisten können. Wir haben (trotzdem)auch unseren Spaß. Zur richtigen Jahreszeit können hier Erdbeeren gepflückt werden, aber leider nicht im Herbst. Auf dem Rückweg gibt es noch Stopps am Meer. Der Blick auf den Ozean ist immer wieder toll. Zu Abend essen wir heute in Tjorvens Stamm-Pizzeria. Ein Margarita gibt es für 45 R. Die Rechnung heute beläuft sich für Speis und Trank auf umgerechnet 10,00 €. Trotz heftiger Proteste wurde der kurze Weg zu Fuß zurückgelegt und wir haben überlebt. Zu Fuß gehen – schon gar nicht im Dunkeln – ist hier nicht angesagt. Es lauert die ständige Sorge, überfallen zu werden. Unbegründet ist die Angst wohl nicht. Heute werden wir nicht alt, denn morgen geht es früh raus – die Männer kommen! Schon beim ins Bett gehen bekommen wir die ersten Nachrichten, dass sich Tores Flug nicht wie erwartet gestaltet. Mit 4 stündiger Verspätung fliegt er in London ab und kommt somit nicht um 8.15 Uhr an. Da können wir gleich vorm Einschlafen den Schlachtplan für das Abholen ändern.
Sonntag, den 18.03.2018: Familientreffen in Kapstadt
Der kleine süße Honda, der mich und Tjorven so schön durch Kapstadt und Umgebung gefahren hat, muss heute zurück in seine Autovermietung in der Bloomstreet.

Da Tore und Kai durch die Verspätung von British Airways fast zeitgleich um ca. 11.00 Uhr ankommen sollen, muss als erstes das Auto abgegeben werden. Die Retoure verläuft reibungslos, doch aus unerklärlichen Gründen muss immer mit einem Mitarbeiter der Autovermietung zum Volltanken gefahren werden. Die Sorge, dass die Ausleiher vielleicht einen Liter zu wenig tanken, scheint sehr groß zu sein. Bezahlt wird an den Tankstellen in Bar und mit 260 R bin ich dabei. Dafür, dass wir so viel gefahren sind, ein billiges Vergnügen. Der Honda scheint ein tolles Stadtauto zu sein. Mit dem Uber geht es für 65 R zum Flughafen – auch günstig. Dort müssen wir lange warten. 5 Maschinen kommen gleichzeitig und heute nehmen sie es auch mit den Kontrollen genau. Kai kommt ca. 2 Stunden nach Landung völlig genervt raus. „Hier komme ich nicht mehr hin“, war seine erste Reaktion – musste er doch auch seinen Rucksack auspacken!

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Tore wird noch nicht gesichtet. Die Autovermietung wird schon mal aufgesucht, Tjorven wartet weiter. AVIS wird zum Familientreffpunkt, leider wurde ein viel zu kleines Auto für uns reserviert. Erneuter Stress, bis wir durch ein Upgrade ein geeignetes Fahrzeug – einen Hyundai – angemietet haben.

So, schnell ins Guesthouse – es bleibt nur noch Zeit zum Duschen, denn heute sind wir bei Aunty Eileen zum Braai eingeladen. Wir bummeln noch kurz über einen Flohmarkt, der jeden Sonntag in Muizenberg stattfindet. Der Abend wird total nett. Fleisch und Bier hatten Tjorven und ich schon vorbeigebracht, denn einen Grillabend mit Gästen kann Eileen mit ihrer sehr kleinen Rente nicht ausrichten. Ein Sohn und die Enkelin mit Freund, der fleißig grillt, sind auch gekommen. Es wird ein sehr netter Abend.

Lustig, dass hier alles erst fertig gegrillt wird, bevor mit dem Essen begonnen wird. So zieht es sich etwas hin, bevor wir zuschlagen können. Eileen hat noch leckeren Kartoffelsalat gemacht und Salat aus backed beans. Zum Schluss sitzen wir um ein Lagerfeuer. Toll, dass wir einige Menschen kennenlernen durften, die sich hier um Tjorven kümmern!

Montag, den 19.03.2018:
Tjorven, als Teil der arbeitenden Gesellschaft, muss zeitig zur Arbeit gefahren werden. Das übernehme ich die Tage. Speziell heute müssen Kai und Tore auch erstmal mit einem guten Frühstück ankommen. Die Fahrtroute des roten Doppeldeckerbusses soll uns heute inspirieren. Wenn man kein Auto hat, sind diese Busse wirklich toll, um Kapstadt und Umgebung zu erkunden.

Wir fahren auf dem wunderschönen Chapman`s Peak Drive in Richtung Kapstadt. Die Straße ist zwar kostenpflichtig (45 R), aber einfach toll. In Camps Bay wird neben den vielen Fotostopps auf dem Drive unsere erst Pause eingelegt.

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Ein Ort für die Schönen und Reichen, aber eben auch mit schönem Strand. Hier können die Füße mal im Ozean baden. Nicht mehr weit, und wir kommen zur Waterfront.

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Es kann ruhig zentral im Parkhaus geparkt werden – gar nicht teuer. So parken wir fast beim Riesenrad. Im Einkaufszentrum werden nur die Toiletten aufgesucht. Die Zeit wird lieber zum Bummeln genutzt und zum Fotografieren. Viele schöne Fotomotive gibt es hier und auch einen der weltweit verbreiteten Rahmen, in die man sich stellen kann. Hier mit Blick auf den Tafelberg. Einen Foodmarket finden wir auch und dort afrikanisches Essen: Pap mit Chicken.

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Robben Island soll auch erkundet werden und Kai und Tore erstehen hier gleich ihre Karten. Das Ausflugsziel ist immer ausgebucht, da muss man sich rechtzeitig kümmern und hier ist das Office. Am Donnerstag kann es losgehen. Jetzt fehlt noch Bo Kaap, das Viertel der Muslime mit seinen bunten Häusern, das auch auf der „roten Linie“ liegt und zum touristischen Programm gehört.

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Entsprechend viele Reisegruppen findet man auch hier. Der Bus würde nun noch zur Tafelbergbahn fahren, aber das „Bergprogramm“ ist für Mittwoch geplant, deshalb geht es jetzt zurück nach Muizenberg. Gegessen wird im „Tigers Milk“, und zwar das „Montagsspecial“: 2 Burger für den Preis von Einem.

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Sehr nett und sehr lecker, kann man empfehlen – auch das Tiger Milk Bier. Ich habe mich an das alkoholfreie Bier gehalten, denn nach Tjorvens Einschätzung sollten wir nicht mal zu viert den fußläufigen Weg ohne Auto zurücklegen. Der Wermutstropfen des heutigen Tages: Leider ist mir mein Fotoapparat runtergefallen und das normale Objektiv ist nun kaputt – jetzt kann ich nur noch Teleaufnahmen machen und zu Hause in ein Neues investieren.

Dienstag, den 20.03.2018: Kap der Guten Hoffnung
Wir kommen einem PR-Gag auf die Schliche. Ist doch das Kap der Gute Hoffnung gar nicht der südlichste Punkt Afrikas, wie immer behauptet wird und hier fließt auch nicht der Indische Ozean in den Atlantik, wie außerdem behauptet wird, sondern das Kap liegt im Atlantik. Den wirklich südlichsten Punkt, nämlich das Cape Agulhas, werden wir auf unsere Reise noch besuchen. Tore kann sich gar nicht einkriegen, in Sachen Legendenbildung über die Lage des Kaps der Gute Hoffnung, aber diese – wahrscheinlich wegen der geschönten Tatsachen – weltweit bekannte Attraktion wird nicht ausgelassen. Ein Foto am Schild „Cape of Good Hope“ darf auf keiner Südafrikareise mit Kapstadt fehlen. Von Muizenberg aus hat man schon ein gutes Stück des Weges geschafft. Boulder Beach in der Nähe von Simonstown mit seinen Pinguinen ist nicht weit entfernt und ein „Muss“. Mit 75 R ist man dabei, um den Nationalpark mit Pinguinen zu besichtigen. Ein kleines Stück Strand gehört dazu, an dem auch gebadet werden kann und wo sich die ersten Pinguine vergnügen.

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Weiter geht es auf einem Bohlenweg zur Pinguinkolonie. Natürlich ist der Ort gut besucht, was immer ein bisschen nervig ist, aber Pinguine wollen alle sehen. Sie sind auch sehr süß und es bringt Spaß, sie zu beobachten. Dankbare Fotomodelle, die tausendfach abgelichtet werden. Weiter geht es durch die traumhafte False Bay zum Nationalpark mit Cape Point und dem Kap mit Schild. Zum Leuchtturm am Cape Point muss ganz schön geklettert werden.

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Die kleine Bahn, die dort rauffährt, nehmen wir natürlich nicht. Tore und ich wandern noch etwas und dann geht es mit dem Auto weiter westlich zum Schild. Ein Pfad führt auch dort hin, aber die beschwerlichen Wege nehmen viel Zeit in Anspruch – sie sind natürlich auch schön. Am südwestlichsten Punkt, am Kap, gibt es nicht nur das von Touristenströmen umlagerte Schild, sondern auch schöne Wege zu Aussichtspunkten, die wir erklettern.

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Die Armen, die mit den Reisegruppen hier ankommen. Da ist nur Zeit für ein schnelles Foto. Wir entdecken hier auch einige Paviane, die hier leben und vor denen gewarnt wird sowie Strauße und Antilopen. Über Scarborough geht es zurück nach Muizenberg. Morgen ist Feiertag, Tag der Menschenrechte, also wird noch eingekauft, auch für ein Sonnenuntergangspicknick auf dem Signal Hill, das für morgen geplant ist. Dinner gibt es in Kalk Bay, ein schönes Örtchen, in dem heute viel los ist, wegen des Feiertags, denn morgen ist für viele ein freier Tag. Wir essen sehr lecker in einer Pizzeria, die Tjorven empfohlen wurde. Auf dem Rückweg setzen wir die Kinder ab, die wollen sich noch amüsieren.

Mittwoch, den 21.03.2018: Tafelberg
Der Berg meint es nicht gut mit mir: Schon wieder ist die Seilbahn gesperrt!

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Heute, am Feiertag, soll das Bergprogramm in Angriff genommen werden, denn Tjorven hat auch frei und will uns begleiten. Zeitig starten wir zum Tafelberg. Es ist sehr windig und gestern Abend hat es auch etwas geregnet. Uns fällt gleich auf: An der Seilbahn steht keine Schlange und das bedeutet: Die Cablecar fährt nicht! Beim ersten Kapstadt Besuch ist das Mistding auch nicht gefahren wegen Instandsetzungsarbeiten und heute zwingt uns der Wind zum Ändern der Pläne. Hochlaufen und runterfahren, um auch noch den Lion`s Head zu schaffen – das wird nichts. Kai wäre hoch und runtergefahren und wir hätten uns oben getroffen. Nun laufen wir Drei hoch und Kai sucht sich ein Alternativprogramm in der Stadt und Besucht das District Six Museum. Der Aufstieg hat es wirklich in sich. Schon der Hinweis, dass für die 2 km zwei Stunden gerechnet werden müssen, lässt schlimmes ahnen.

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Wir meistern den Aufstieg aber ganz gut in 1 Std. 22 Minuten. Erst ist es sehr warm, aber dann kommt der Nebel und der Wind – richtig kalt!

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Gut, dass wir Pullover dabeihaben. Oben angekommen, unternehmen wir noch einen ausgiebigen Spaziergang zum höchsten Punkt – im Nebel. Plötzlich reist es doch etwas auf und wir entschließen uns, noch zur Bergstation zu gehen.

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Hier hat alles geschlossen – auch die Toiletten – weil auch die Betreiber nicht hochgekommen sind. Zum Glück haben wir genug Wasser mit. Der Abstieg ist sehr anstrengend und nicht viel schneller als der Aufstieg. Raus aus den Wolken, haben wir aber während des Abstiegs einen tollen Blick auf die Stadt. Der Weg ist das Ziel. Glücklich wieder unten, auf den letzten Metern mit Kai, ist der Hunger groß.

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Tjorven kennt in Kapstadt einen tollen Inder, der eine riesige Halle mit vielen verschiedenen Essensständen betreibt. Für 200 R werden wir dort alle satt. Jetzt schnell auf den Signal Hill zum Sonnenuntergang. Es sind zwar noch zwei Stunden, aber wenn man mit dem Auto noch raufkommen will und ein gutes Plätzchen zum Picknicken ergattern möchte, darf man nicht zu spät kommen! Viele, viele kommen hier jeden Tag zum Sonnenuntergang hin.

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Es ist sehr schön, ein echtes Erlebnis, das zum Kapstadt Aufenthalt gehört. Wir werden auch Zeugen eines Heiratsantrages. Entweder hier muss der Sonnenuntergang erlebt werden oder auf dem Lion`s Head, aber der muss erwandert werden. Den Lion´s Head mussten wir heute leider ausfallen lassen wegen des Abstiegs vom Tafelberg. Den hätten wir vor dem Sonnenuntergang besuchen wollen, die Zeit reichte aber nun nicht mehr. Egal, Kai war auch nicht auf dem Tafelberg und das heißt: Wir müssen irgendwann noch mal nach Kapstadt reisen. Gegessen haben wir für heute genug – die Kinder wollen sich noch Amüsieren – also geht es jetzt zurück.

Donnerstag, den 22.03.2018:
Schon der letzte Tag in Kapstadt. Die Tage fliegen. Kai und Tore wollen nach Robben Island, wo Nelson Mandela den größten Teil seiner Haft verbracht hat. Die Insel liegt vor der Table Bay und ein Schiff bringt die Besucher von der Waterfront dorthin. Die Insel wurde zum Weltkulturerbe erklärt und ist eine Pilgerstätte für Touristen und Südafrikaner. Ein Symbol, mit welcher Härte das Apartheitsregime gegen die Widerstandskämpfer vorgegangen ist. Ehemalige Häftlinge führen über die Insel und es wird auch die Zelle von Nelson Mandela besucht. Mir hatte der Besuch vor zwei Jahren gut gefallen und komme nicht noch mal mit. Kai und Tore sind aber enttäuscht. Zu touristisch und nicht würdig für diesen Ort, lautet das Urteil.

Hinzu kommt eine sehr schlechte Organisation mit den Schiffszubringern. Mit Mühe können sie sich noch einen Platz auf ein rückfahrendes Schiff erkämpfen – die Schlangen sind lang und viele müssen lange auf die Rückfahrt warten. Zur Krönung stehen sie den ganzen Tag im Stau und schaffen es auch nicht, Tjorven rechtzeitig zum geplanten Ausflug mit Picknick in den Botanischen Garten nach Stellenbosch abzuholen. So muss dieser Besuch ausfallen und das von mir gekaufte Picknick wird zum Lunch für morgen. Meinen Tag habe ich mit dem Schreiben des Tagebuches verbracht, Wäsche waschen für die Weiterfahrt und Planung des ersten Tages auf der Gardenroute zu unserem ersten Ziel, dem Bontebok Nationalpark. Zum Autofahren hat Kai keine Lust mehr, also besuchen wir gemeinsam die nahegelegene Lieblingspizzeria von Tjorven, das „lagerchinos“.

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Sie gefällt uns allen. Ein letztes Bier auf der Terrasse vom Blue Bottle Guesthouse und dann noch packen.

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Leider ist die Zeit hier vorbei, aber die Gardenroute liegt noch vor uns. Muizenberg war ein guter Standort, um Kapstadt und Umgebung zu erkunden. Das Guesthouse hat uns auch sehr gut gefallen. Mit seinen 3 Sternen war es doch sehr nett und das Frühstück gut. Ein gutes Preis- Leistungsverhältnis – hier würden wir jeder Zeit wieder einziehen.

Teil 3 Gardenroute

Freitag, den 23.03.2018: Von Muizenberg zum Bontebok National Park (ca. 500 km)
Der Weg ist das Ziel. Auf dem direkten Weg wollen wir nicht unser Ziel erreichen. Da gibt es entlang der Küste noch viel Schönes zu sehen. Als erstes wird Hermanus, ein niedlicher Ferienort direkt am Atlantik an der Walker Bay, besucht.

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Hier tummeln sich von Juni bis November die Wale, aber leider nicht im März. Die Promenade wird entlang gebummelt und das Örtchen erkundet. Irgendwie sind wir schon zeitlich in Verzug geraten, obwohl fast pünktlich um kurz nach 9.00 Uhr gestartet wurde. Statt der N 2 haben wir jedoch die Küstenstraße genommen – hat wohl doch länger gedauert. Nicht ausgelassen werden soll der Besuch vom Cape Agulhas, dem wirklich südlichsten Punkt Südafrikas und damit ganz Afrikas.

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Wo wir doch mit dem Kap der Guten Hoffnung so beschummelt wurden! Die Fahrt dorthin ist anstrengend, da wir plötzlich auf einer Gravelroad landen – sehr zu Kais Entsetzen. Leider hat die Navigation den kürzesten Weg gewählt. Wir kommen doch noch an und es ist sehr schön und auch einzigartig, hier zu sein. Dieser Ort wirkt wirklich unscheinbar im Vergleich zu dem Spektakel am Kap der Guten Hoffnung. Fotos werden gemacht und unser Lunch wird eingenommen. Es liegen noch 100 km zwischen uns und dem Ziel, das um 18.30 Uhr erreicht wird. Was wir nicht wussten: Der Park, in dem wir direkt untergebracht sind, schließt um 19.00 Uhr. Gerade so geschafft. Wir verbringen die zwei Nächte in einem kleinen Häuschen mit zwei Schlafzimmern und Küche. Zwischendrin waren wir auch noch einkaufen und es gibt Spaghetti Bolognese. Im Liquor Store gab es tatsächlich Amerula Gold – unser Schlummertrunk heute. Der Tag war zwar anstrengend, aber erlebnisreich und es hat ja doch noch alles geklappt.

Samstag, den 24.03.2018: Bontebok Nationalpark
Erst wird gut gefrühstückt auf der Terrasse unseres kleinen Häuschens und dann wird gewandert.

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Es gibt hier mehrere kurze Wanderwege durch den Nationalpark, die unternommen werden können. Wir erwandern davon erstmal 5 km und sehen leider gar keinen Bontebok und außer einem Salamander auch kein anderes Tier.

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Die Landschaft ist sehr schön mit vielen Aloeverapflanzen und alles recht grün. Am Haus zurück, wird eine Pause eingelegt. Irgendwie sind wir alle etwas müde. Wir haben schließlich auch Urlaub. Eine Pirsch mit dem Auto bringt später den Erfolg. Es werden Bonteboks gesichtet, eine Schildkröte, Red beests und ein Sekretärsvogel.

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Nur die Zebras bleiben in ihrem Versteck. Zum Sonnenuntergang wird ein letzter Versuch unternommen, Tiere zu beobachten, aber die Dämmerung lockt sie nicht an den Fluss.

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So kommt es zu keinen weiteren Tierbeobachtungen. Besonders aufregend ist dieser NP nicht. Ein ganzer Tag wird eigentlich nicht benötigt für die Erkundigungen, die hier möglich sind.

Sonntag, den 25.03.2018: Fahrt nach Wilderness
Die Zeitumstellung in Deutschland geht nicht spurlos an uns vorbei. Plötzlich werden unterschiedliche Uhrzeiten angezeigt. Wie spät ist es denn jetzt? Um 6.45 Uhr stehe ich irrtümlicherweise auf. Da kommen wir wenigstens zeitig los trotz eines ausgiebigen Frühstücks. Kurze lohnenswerte Umwege gibt es heute nicht. Der erste Stopp ist in Mossel Bay. Den Postbaum der Portugiesen finden wir nicht, aber es gibt leckere „Fish and Chips“. Ein kurzer Spaziergang und es geht weiter. Das Städtchen George wird links liegen gelassen, da Tjorven kein gutes Haar an dem Ort lässt. Davor liegt jedoch noch Heroldsbaai und dahin machen wir einen Abstecher, denn Tjorven hat dort eine Woche Urlaub verbracht. Die Bucht ist wirklich sehenswert.

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Hier könnte man wirklich verweilen. Gleich hinter George liegt schon Wilderness. Trotz spärlicher Ortsangaben finden wir unsere Unterkunft 7 Passes Tentet Camp. Sie liegt mitten im Nichts an einem See. Wild romantisch, aber doch sehr abgelegen. Von Wilderness führt der Weg noch etliche Kilometer bergauf und diese Straße hat drei Baustellen, die die Fahrzeit bis zu 30 Minuten verlängern können. Die Unterkünfte bestehen aus Zelten und diese sind nett und rustikal eingerichtet – mit Wirlpoolbadewanne.

Das Ganze ist menschenleer und unsere Schlüssel liegen im Office, das gleichzeitig Restaurant ist, auf dem Tresen. Möglichkeiten zum Essen gibt es leider nicht, obwohl nur Übernachtung mit Frühstück gebucht ist. Da müssen wir ganz zurück nach Wilderness. Grundsätzlich soll es auch Braaimöglichkeiten geben mit Küchennutzung, doch wir sind die einzigen Gäste, da lohnt es wohl nicht. Egal, wir finden im Ort ein wirklich gutes Restaurant. Nebenbei versuchen wir noch einen Ausflug für die Kinder zu buchen – Kloofting. Mal sehen, ob sich morgen früh jemand meldet und das Abenteuer starten kann. Unsere Terrasse am See lädt noch zu einem Schlummertrunk ein. Zum Glück haben wir noch ein paar Reste, denn am Sonntag kann man in SA keinen Alkohol im Geschäft kaufen.

Montag, den 26.03.2018: Wilderness
Der Kloofting Guide meldet sich früh per mail und diese wird von uns rechtzeitig gelesen. Treffpunkt um 9.00 Uhr in Wilderness. Zack, zack machen wir uns fertig mit einem Frühstück aus eigenen Vorräten und sehr pünktlich stehen wir vorm vereinbarten Hotel. Der Guide kommt um 8.58 Uhr – also rechtzeitig. Nachdem alles geklärt ist, stürzen sich die Kinder ins Abenteuer und ich komme um 9.45 Uhr gerade noch rechtzeitig zum Frühstück zurück.

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Einen Strandtag hatten wir noch nicht und das ist der Plan für heute für uns. Kurz vor Wilderness ist ein schöner Strand. Der Ozean ist heute aber recht wild, so dass nur ein Planschen in der Brandung möglich ist – trotzdem herrlich. Es lohnt sich, nach dem Baden noch durch den Ort zu bummeln. Wir treffen die hungrigen Kinder – wir selbst haben schon ein Dutzend Austern für 150 R verspeist.

Nach einer kurzen Fütterung mit Erlebnisbericht vertrödeln wir noch etwas Zeit zu viert, um dann noch mal in dem Restaurant von gestern Abend essen zu gehen. Es ist wieder sehr lecker.

Auch heute gibt es einen Schlummertrunk auf der Terrasse und morgen geht es weiter.

Dienstag, den 27.03.2018: Von Wilderness in den Tsitsikamma Nationalpark
Erst wird gut gefrühstückt und dann beginnt ein Reisetag. 2018-03-27-09h00m05

Einiges schönes liegt auf dem Weg. Unser erster Halt ist in Krysna.

Wir bummeln durch den schön gelegenen Ort. Weiter geht es nach Plettenberg. Auch der Ort wird besichtigt. Gerne hätten wir von hier aus eine Schifffahrt auf dem Ozean unternommen, aber heute fährt keins, weil die Wellen zu hoch sind. Hinter dem kleinen Ort „The Crags“ beginnt eine schöne Straße, die R102. Diese kurvenreiche Straße führt durch Wälder, tiefe Schluchten und gewährt schöne Ausblicke auf die Küste. Sie ist auch die Zufahrt zum Feriengebiet Nature’s Valley. Hier kann man fast gleichzeitig im Ozean und in einem See baden. Kurz vor Sonnenuntergang kommen wir in unsere Hütte im Tsitsikamma NP, dem Storms River Rest Camp an. Die Unterkunft ist sehr schön gelegen. Direkt am tosenden Ozean. Es gibt ein Restaurant um den Sundowner noch rechtzeitig zu genießen. So, nun wird noch gekocht, gegessen und auf der Terrasse gechillt. Moment, die Aktivität für morgen kann gebucht werden. Nach einigem Hin und her gelingt es und so werden wir morgen um 11.00 Uhr zu einer Kajaktour mit Luftmatratze starten.

Mittwoch, den 28.03.2018: Tsitsikamma NP
Um 6.33 Uhr geht die Sonne auf. Es fehlen noch Fotos für meine diesjährige Fotoserie von Sonnenaufgängen.

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Im Nachthemd mit Fotoapparat und einem Becher Tee gehe ich bis an die Kaimauer, um die Morgenstimmung einzufangen. Tore kommt auch dazu. Er ist unter die Frühaufsteher gegangen. Es bleibt sogar Zeit zum Joggen, bevor gefrühstückt wird und wir zu unserer Kajaktour aufbrechen müssen. Kai bringt uns mit dem Auto. Mit Wetsuits ausgerüstet, beginnt die Tour zunächst mit einem Hike, denn auch heute ist der Ozean zu wild zum Kajak fahren.

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Auch gut, so kommen wir gleich auch noch zu der bekannten Hängebrücke, die über den Storms River führt. Im Mündungsbereich liegen heute die Kajaks. Nach einer kurzen Einweisung geht es in die Boote und wir paddeln los.

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Kai steht auf der Brücke und kann Fotos von uns machen. Wir paddeln in die Schluchten und nach einiger Zeit wechseln wir auf die Luftmatratzen. Liegend paddeln wir weiter in die engeren Bereiche der Schluchten. Fun gibt es natürlich auch: Wer kann auf der Luftmatratze stehen oder sogar einen Kopfstand machen? Zum Schluss gibt es Gelegenheit von Felsen zu springen und zu schwimmen. Sogar ich wage es von einem Felsen zu springen. Zum Glück hat sich die Wellenlage verbessert und wir können zurück mit den Kajaks zum Ausgangspunkt paddeln – das ist aber schon recht anstrengend bei der Dünung. Was nun? Wir laufen erstmal zurück zum Haus und stärken uns. Tjorven möchte zum Wasserfall wandern, also laufe ich zum 2ten mal auf diesem Teilstück vom Otter Trail. Der Weg ist aber auch wirklich nett – und anstrengend!

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Tore schont sein Knie und geht nur zum Restaurant zurück, um sich ins Internet „einzuhacken“. Kai hat viele Fotos von der Brandung gemacht, gewaschen, gechillt und sich um das Feuer gekümmert.

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Heute sollen leckere Straußensteaks gegrillt werden. Leider ist das Holz total feucht und weigert sich, die nötige Hitze zu entwickeln. Also, ab mit dem Fleisch in die Pfanne – geht auch. Dazu gibt es noch mal leckeren Nudelsalat. Später möchte das Feuer doch noch brennen und wir genießen es im Stehen mit einem Bier in der Hand und gucken Busch TV.

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Morgen müssen wir diesen schönen Platz wieder verlassen.

Donnerstag, den 29.03.2018: Vom Tsitsikamma zum Addo NP
Es wird zeitig aufgestanden, damit wir rechtzeitig im Addo ankommen, um schon mal auf Pirschfahrt zu gehen. Unser erster Stopp ist die Jeffrey´s Bay. Da ist doch der Billabong Outlet, wie ich weiß und dort sollen auch die Kinder mal schauen, ob sie was finden. Tjorven findet tatsächlich nur ein T-Shirt, aber Tore verliebt sich in ein Skateboard, das auch noch in seinen Rucksack passt. So früh kommen wir doch nicht im Addo an. Es muss noch eingekauft werden und wir geraten tatsächlich in einen Stau, der durch eine Polizeikontrolle ausgelöst wurde. Wir werden zwar nicht kontrolliert, verlieren aber wertvolle Zeit. Kaum im Park, fängt es an zu regnen. Beim Auspacken werde ich klitsche nass. Mit neuem Outfit machen wir uns auf den Weg, Tier zu beobachten. Der Regen und die graue Umgebung macht es nicht leicht, welche zu entdecken. Bald treffen wir jedoch auf eine riesige Elefantenherde, die auch auf der Straße unterwegs ist, um dort die Pfützen leer zu trinken – da hat der Regen also auch seinen Vorteil.

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Teilweise bekommen wir wirklich schiss bei so vielen Elefanten und wir mitten drin mit unserem Hyundai. Elefanten von vorne und von hinten! Sie ziehen so dicht an unserem Auto vorbei, dass wir sie anfassen könnten. Sie kommen auf uns zu und wir hoffen nur, dass sie rechtzeitig ausweichen. Einmal setzt Kai schon vorsichtshalber zurück. Es sind wirklich riesige Tiere! Kurz nachdem die Elefantenherde weitergezogen ist und die Fahrt fortgesetzt werden kann, taucht eine noch größere Herde von Wasserbüffeln auf.

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Auch die bevorzugen heute die mit Regenpfützen übersäte Straße. Eine ganze Weile kann man nur hinter der Herde herfahren, da die Viecher die ganze Straßenbreite einnehmen. Pfützenwasser – frisch von der Gravelroad – muss eine Delikatesse sein. Schon mal was von Linksverkehr gehört? Unruhig werden wir, da uns die Zeit wegläuft. Nur bis 18.30 Uhr darf man im Park fahren und das mit gutem Grund. Nicht nur die Tiere sind in der Dunkelheit nicht rechtzeitig zu sehen – auch die Straßen sind in einem Zustand, der Nachtfahrten nicht wirklich zulässt. Da hilft am Ende nur beherztes Überholen! „Just in Time“ sind wir zurück und ganz erfüllt von den herrlichen Erlebnissen. Es gibt heute Nudeln mit Hackbällchen zum Abendbrot. Der geplante Nudelauflauf wird gestrichen, da dieses Haus tatsächlich die bisher schlechteste Küche hat – ohne Backofen und nur mit einem 2-Plattenkocher, der kaum funktioniert. Mit etwas Geduld gelingt uns das Kochen aber. Morgen wollen wir zeitig los, um die Zeit für unsere Safari zu nutzen.

Freitag, den 30.03.2018: Addo NP
Das Matyholweni Rest Camp liegt ganz im Süden vom Addo und wir fahren erstmal zum Haupteingang im Norden, um dort einen Game Drive zu buchen. Die Reise dauert gute zwei Stunden, so groß ist der NP. Auf dem Weg sehen wir wieder viele Elefanten und auch endlich Zebras und den einen oder anderen Strauß.

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Am anderen Ende angekommen, sind alle Game Drives ausgebucht. Das kann an den Osterferien liegen, die es auch in SA gibt. Es gibt zurzeit viele Reisende. Schade, wir wollten hauptsächlich für Tore einen machen, der bisher noch keinen gemacht hat. Ist doch noch mal eine andere Sicht aus den Fahrzeugen als aus dem eigenen PKW. Lässt sich nicht ändern und wir setzten unseren Weg durch den Park fort. Einmalig, wie nahe die Tiere kommen.

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Auch die Zebras hätte man streicheln können! Dann passiert es: Eine riesige Ansammlung von Fahrzeugen. Da muss eine besondere Attraktion im Busch versteckt sein. Vielleicht ein Löwe? Nur langsam können wir uns nähern, die Autoschlange vor uns ist lang. Weiterfahrende berichten, dass dort tatsächlich ein Löwe liegen soll. Ganz flach im Gras – eigentlich ist nur der Schwanz zu sehen. Bald sind auch wir auf der Höhe vom Löwen angekommen. Was passiert? Genau im dem Moment steht er auf.

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Ein Männchen, das die Mähne schüttelt. Toll! Es gelingt den Augenblick im Foto festzuhalten. Was für ein Glück! Wir sind ganz erfüllt von diesem Erlebnis. Das ist nicht mehr zu überbieten! Auf dem Rückweg treffen wir noch unsere Büffelherde am Wasserloch. Die Burschen sind wohl nur im südlichen Teil unterwegs, denn den ganzen Tag haben wir keinen zu Gesicht bekommen.

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Glücklich sind wir pünktlich um 18.30 Uhr zurück. Kai ist allerdings mit den Nerven zu Fuß, denn ich bin heute fast den ganzen Tag gefahren …… . Vegetarisches Curry wird heute am Karfreitag gekocht und nach dem Essen gepackt. Morgen ist nicht nur der letzte Tag im NP, sondern auch der letzte Tag des Familienurlaubs. Ab morgen gehen wir wieder getrennte Wege.

Teil 4 Krüger- Nationalpark & Panoramroute

Samstag, den 31.03.2018: Rückreise – Heimreise – Weiterreise
Die Rückreise tritt Tjorven an, jedoch nicht direkt nach Kapstadt, sondern sie trifft sich noch mit Freunden in Plettenberg und dahin bringt sie ein Bus. Der startet um 6.30 Uhr in Port Elizabeth. Das bedeutet: Aufstehen um 4.15 Uhr. Erste Verabschiedung um 6.00 Uhr für die nächsten 4 Monate. Traurig. Nächste Station: Airport.

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Tore fliegt kurz vor uns nach Kapstadt und wir frühstücken noch gemütlich bevor es wieder heißt: Abschied nehmen. Traurig, sich von den Kindern zu verabschieden nach der schönen gemeinsamen Zeit. Zwei angenehme Flüge bringen uns über Johannesburg nach Skukuza im Krüger Nationalpark.

 

Die Formalitäten mit dem Mietwagen, ein kleiner blauer Hyunday, nehmen etwas zu viel Zeit in Anspruch und auch das „Einreisen“ in den Krüger ist mit viel Papier und Eintrittsgebühr verbunden, aber dann sind wir am Ziel: Die Skukuza Loge.

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Ein Game Drive kann leider nicht mehr gebucht werden. Alles ausgebucht wegen Ostern. Es kann auch alles selbst abgefahren werden, aber heute wäre es entspannter gewesen, sich fahren zu lassen. Selbstversorgen ist auch nicht wirklich drin. Gemeinschaftsküche – okay, aber wenn die E-Platten nicht mal funktionieren – schlecht. Mal schauen, es gibt auch ein Restaurant und Imbiss – dann helfen wir uns damit. So, nun aber los, es ist schon zu viel der kostbaren und teuren Zeit im Krüger vertan. Doch was für ein Glück, da latscht doch gleich eine Giraffe auf unseren Weg und 10 min. später treffen wir auf Löwen.

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Diese lieben Tiere, Mutter mit Kind, entschließen sich in dem Moment aufzustehen, als wir kommen. Schöne Bilder werden geschossen und das Erlebnis ist wieder einmalig. Bis 18.00 Uhr dürfen wir im Park fahren und das wird ausgenutzt. Das Imbissessen muss gestrichen werden, der hat schon zu, als wir dort aufkreuzen, also gehen wir ins Restaurant. Die Abendstimmung ist sehr schön. Der Vollmond spiegelt sich im Fluss – richtig romantisch. Morgen wird die Pirsch auf die Big Five fortgesetzt.

Sonntag, den 01.04.2018: Krüger Nationalpark
Der Frühstücks Wrap mit Ei und Speck vom Imbiss ist ganz lecker und wir starten zeitig in den Tag.

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Was haben wir wieder für ein Glück! Zugegeben, im Krüger Nationalpark fährt man nicht selten längere Strecken ohne Tiersichtung. Der NP ist groß und die Tiere verteilen sich. Doch gleich zu Beginn werden wir auf einen Leoparden aufmerksam gemacht.

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Wir kommen gerade noch rechtzeitig, um ihn zu entdecken. Wir beschließen einen kleinen Abstecher zu einer „Pan“ zu machen. Zuerst ist nichts zu sehen, aber dann kommt ein Nashornhintern in Sicht und verschwindet gleich wieder. Geduldig wird auf eine erneute Sichtung gewartet und tatsächlich kommt es zurück.

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Es frisst gemütlich, trinkt ein wenig, lässt sich nicht stören und kreuzt sogar noch ganz fotogen die Straße, um dann zu verschwinden. Es folgen viele andere interessante Tiere: Schildkröte, Warzenschwein, Eland, Kudu, Zebra, unzählige Impalas und jede Menge Vögel. Plötzlich stoßen wir wieder auf eine riesige Büffelherde, die sich am Wasserloch labt und badet.

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Toll! Noch ganz beglückt vom dem Erlebten – nur ein paar Meter weiter – wir trauen unseren Augen nicht: Da hängt doch ein Leopard im Baum?

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Ganz gemütlich liegt er da, lässt alle vier Tatzen baumeln und chillt. Unglaublich! Nur die Elefanten machen sich hier rar. Der eine oder andere war schon zu sehen, aber so richtig toll waren die Sichtungen noch nicht. Das ändert sich bald, denn an einem anderen Wasserloch badet eine ganze Familie.

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Da bleiben keine Wünsche übrig. Gegen Abend sitzen die Affen possierlich auf der Straße und haben ihren Spaß. Die Big Five sind im Kasten, aber auch das Beobachten aller anderen Tiere bleibt ein unvergessliches Erlebnis! Auf Safari gehen macht hungrig, deshalb gibt es heute die große Fleischplatte für Zwei.

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Der Mond spiegelt sich wieder romantisch im Fluss – ein schöner und erlebnisreicher Tag geht zu Ende.

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Montag, den 02.04.2018: Vom Krüger auf die Panoramaroute
Der Himmel ist bewölkt und es wird nicht besser. Auf der Weiterfahrt beginnt es sogar zu regnen. Eigentlich fahren wir auf einer kleinen, kurvenreichen Straße, die durch das Gebirge führt, unserem nächsten Ziel entgegen. Von Aussicht kann bei dem Nebel leider nicht die Rede sein. In der „ Crystal Spring Mountain Loge“ angekommen, regnet es immer noch. Unser Zimmer ist auch nicht fertig. Was für ein Pech. Nun sind wir rechtzeitig am Ziel in schönster Umgebung mit Pool, aber nutzen können wir diese Vorzüge wegen des Wetters nicht. In einer Regenpause kann wenigstens die Umgebung in Augenschein genommen werden. Wie lange dauert es wohl noch mit den Zimmern? Nach geraumer Zeit können diese bezogen werden. Wir haben ein kleines Häuschen mit phantastischem Blick von der Terrasse.

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Das ist doch mal was. Leider ist es kühl geworden, da lockt der Pool jetzt auch nicht mehr so. Joggen kann man wenigstens in der Theorie. Es ist hier so steil, dagegen ist der Köhlbrandbrückenlauf gar nichts. Teilweise muss gegangen werden. Die Küche ist toll, aber wir haben nichts eingekauft. Dafür gibt es im Restaurant Pizza und die Bar wird für ein paar Shooters auch noch aufgesucht.

Das Häuschen hat einen Kamin mit Holz dazu. Kai kämpft am Ende erfolgreich mit dem afrikanischen Holz und so kann der Abend gemütlich am Kamin ausklingen. Heute hatten wir zum ersten Mal schlechtes Wetter. Schade, bei der schönen Anlage mit Pool und allem, aber wir haben doch noch das Beste daraus gemacht und hatten einen schönen Tag.

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Dienstag, den 03.04.2018: Panorameroute
Die Umgebung ist wunderschön. Von Graskop aus kann die Panoramaroute gut bereist werden. Der erste Haltepunkt ist „God´s Window“.

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Von hier könnte man bei gutem Wetter bis nach Mosambik gucken, doch heute kann man nur gegen die nächste Wolke schauen. Die Aussicht wird vom Nebel verschluckt. Von der Campingtour habe ich Bilder mit Aussicht, damit muss Kai sich wohl begnügen. Der Regenwald wird aber erwandert. Ein kurzer Weg führt in üppiges Grün.

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Die Weiterfahrt führt uns an einige der Wasserfälle, von denen es viele auf der Strecke gibt. Wir entscheiden uns für die Lisbon Falls

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und die Berlin Falls.

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Auch wenn die Berlin Falls, die nach einer Farm benannt wurden, mit 45 m Höhe größer sind, finden wir die Lisbon Falls schöner. Besonders schön ist wieder Bourke’s Luck Potholes.

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Es bringt einfach Spaß hier herum zu klettern und zu laufen und die grandiosen Aussichten in die Schluchten von Treur und Blyde River zu genießen. Jetzt fehlen noch die Three Rondavels, die an der 700 m tiefen Schlucht des Blyde River Canyons liegen, dem dritt größten Canyon der Welt und dem einzigen „grünen“ Canyon.

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Über Ohrigstad fahren wir zurück und möchten einkaufen. Braai wäre heute Abend doch eine gute Idee. Was es in dieser wundervollen Gegend allerdings gar nicht gibt, sind Supermärkte! Der Hinweis wäre nützlich gewesen. Nun gehen wir doch noch mal zum Essen – leider bietet das Restaurant keine kulinarischen Höhepunkte. Feuer auf der Terrasse wird trotzdem gemacht für die Abendstimmung. Morgen müssen wir früh raus, um die leider letzte Station unserer Afrikareise pünktlich zu erreichen.

Mittwoch, den 04.04.2018
Leider vergesse ich einige Unterlagen im Haus, was jedoch kurz nach dem Start zum Glück auffällt und wir noch mal bequem zurückfahren können. Kai gerät trotzdem in Sorge um den Zeitverzug. Wie konnte das bloß passieren! Zum Glück erreichen wir doch rechtzeitig den Airport Hoedspruit.

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Der schöne Mietwagen wird zurückgegeben und wir werden von unserer leider letzten Unterkunft abgeholt. Die letzten drei Nächte sollen komfortabel sein. Das Manor House ist eine Privat Game Lodge. Nur wenige Gäste werden hier ordentlich verwöhnt. Nach einem netten Empfang wird das schöne Appartement bezogen mit eigenem kleinen Garten. Hier liegt ohnehin alles im Garten und alles ist offen gestaltet, was für das gute Wetter spricht, das hier überwiegend vorherrscht. Ein Lunch wird gleich angeboten und von einem Bad im herrlichen Pool mit Aussicht auf die Berglandschaft lasse ich mich nicht abhalten.

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Die Safari startet um 15.30 Uhr. Gemeinsam mit einem Paar aus Brasilien lassen wir uns drei Stunden durch den Busch chauffieren. Hier darf auch Offroad gefahren werden, und davon macht unser Guide ausreichend gebraucht. Wir werden gerüttelt und geschüttelt, bekommen aber auch einiges an Tiersichtungen geboten. Es gibt hier überraschend viele Giraffen in allen Größen.

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Natürlich eine Vielzahl der unterschiedlichsten Antilopenarten, Warthogs (Warzenschweine) und – es wird schon dunkel – Löwen! Leider recht dicht am Zaun, der dieses private Game umschließt. Sieht auf den Fotos ein bisschen komisch aus, aber trotzdem sind es wildlebende Tiere. Auf dem Rückweg erhaschen wir tatsächlich noch einen Leoparden und den Hintern von einem Nashorn. Stolz kommen wir zurück. Zwischendurch gab es noch einen Stopp im Busch mit Wein, Bier und Snacks.

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Sehr vornehm das Ganze. Zum Dinner werden vier leckere Gänge serviert: Auberginensuppe, Gazpacho vom Springbock, Schweinefilet und eine afrikanische Süßspeise. Dazu Wein, Amerula, Kaffee – alles inklusive. Man sitzt hier beim Dinner an einem Tisch und wir kommen alle ins Gespräch. Eine Familie aus Johannesburg hat sich auch eingemietet, um morgen Geburtstag zu feiern. Müde fallen wir in unser gemütliches Bett mit Mückenschutz. Morgen geht es um 6.00 Uhr wieder auf Safari!

Donnerstag, den 05.04.2018: Privat Game Drive
5.00 Uhr und der Wecker klingelt. Noch einen Kaffee im Bett und schnell fertiggemacht. Am Treffpunkt für den Game Drive gibt es auch noch einen Kaffee. Gemeinsam mit der südafrikanischen Familie fahren wir in den Busch. Auch hier auf dem privaten Gelände dauert es oft lange, bis wir auf Tiere stoßen. Ganz professionell sitzt der Fährtenleser ganz vorne auf seinen Sitz, doch oft bleibt es ein Geheimnis, wo sich die interessanten Tiere aufhalten. Heute begegnen wir Wildhunden. Ein ganzer Rudel – neun Tiere.

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Sie sind auf der Jagd und sehr unruhig und werden eine ganze Zeit beobachtet. Dabei blieb es aber auch so ziemlich. Zurück, wird ausgiebig gefrühstückt und noch ein Vormittagsschlaf gehalten. Oh, schon Lunchzeit. Kai bekommt heute eine Massage, aber vorher wird noch eine Schlange entdeckt, die sich vom Dach fallen lässt, kurz in den Pool gleitet, aber dann wieder rausspringt.

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Kai bekommt fast einen Herzinfarkt. Der alarmierte George holt den Wildhüter und das Schlangentier wird eingefangen. Der Pool ist mir für heute aber auch unsympathisch geworden. Wer weiß, was sich in Afrika gerne so alles im Pool aufhalten mag. Da wird die Zeit für das Reisetagebuch genutzt und schon ist es 15.30 Uhr und der zweite Gamedrive beginnt. Wir sind die einzigen Mitfahrer – ein ganz privater Ausflug in den Busch. Es wird die Gruppe der jugendlichen Nashörner entdeckt.

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Es handelt sich um Waisenkinder, deren Mütter von Wilderern getötet wurden. Auch dem Löwen kommen wir wieder auf die Spur. Dinner nehmen wir heute zu zweit ein wegen der Geburtstagsgesellschaft. Es gibt leckeres Steak. Schon wieder ist ein Tag vorbei.

Freitag, den 06.04.2018: Privat Game
Kaum zu glauben, heute ist schon der letzte Tag unserer Afrikareise erreicht. Nur das Geburtstagskind von gestern begleitet uns heute Morgen auf die Safari. Die Rest-Familie will ausschlafen. Ein Nashornbulle wird aufgespürt und wieder die Löwen – diesmal mit Löwenbaby.

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Es scheint so zu sein, dass die Löwenweibchen durch den neuen Zaun getrennt worden sind und nicht zu einander kommen. Aus diesem Grunde werden sie immer am Zaun aufgespürt. Zurück in der Loge ist es ein bisschen unruhig. Unser Zimmer bekommt ein neues Schloss, es wird Rasen gemäht – alle scheinen beschäftigt und machen Lärm. Der Pool lockt wieder, andere haben heute auch schon gebadet und überlebt. Tatsächlich taucht das Schlangenvieh noch mal auf. Sie soll aber wirklich harmlos sein. Beim zweiten Gamedrive finden wir erst nach dem Sundowner fast schon im Dunkeln ein Nashorn und wieder die Löwen. Es ist herzzerreißend, wie die Weibchen Zaun an Zaun liegen und nicht zu einander kommen. Dem Jungen scheint die Situation auch nicht zu bekommen. Die Familie aus Johannesburg spricht das Drama gleich bei der Leitung der Loge an. Auch heute Abend gibt es ein leckeres Menü – ein Curry und ein interessantes Gespräch mit dem Seniorguide.

Samstag, den 07.04.2018: Die Rückreise beginnt
So traurig. Das Ende unserer Reise ist erreicht. Wir könnten noch ewig in Südafrika bleiben. So ein schönes Land. Ein letztes Frühstück. Die Leitung der Loge hat zugesagt, sich um die Zusammenführung der Löwinnen zu kümmern. Packen und ein letztes Bad im Pool. Ein kleiner Wermutstropfen ergibt sich bei der Abrechnung: Das „All In“ aus unserer Reisebestätigung scheint missverständlich zu sein, so müssen wir zunächst alle Getränke bezahlen und hoffen auf eine spätere Klärung. Um 12.00 Uhr geht es zum Flughafen Hoedspruit, um nach Johannesburg zu fliegen. 2018-04-07-15h29m282018-04-07-16h44m41

Nach ca. 4 Stunden Aufenthalt geht es mit einem A380 nach Dubai und dann nach Hamburg, wo uns zum Glück Frühlingswetter erwartet. Jede Reise geht viel zu schnell vorbei. Gegen das Fernweh hilft nur eins: Schnell neue Urlaubspläne schmieden. Bestimmt reisen wir auch noch mal nach Südafrika. Wenn wir dieses Tagebuch bebildern, werden wir in jedem Fall in unvergesslichen Urlaubserinnerungen schwelgen und teilen das Erlebte gerne mit anderen Reiselustigen.

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