Kanaren Kreuzfahrt 2016

1. Tag Sonntag, den 06.03.2016

Gibt es eigentlich keine Flüge ab Hamburg, die nach 08:00 Uhr starten? Gehen wir von unseren Erfahrungen aus, ist die Antwort eindeutig: Nein!

Mal wieder klingelt der Wecker um 03:00 Uhr und mal wieder steht das Taxi um 04:00 pünktlich vor der Tür. Auch die Familienzusammenführung klappte reibungslos, da Tore ja erst einmal mit der Bahn zu uns kommen muss. Tjorven hatte vorher noch schnell unseren besonderen „Einbruchsschutz eingeschaltet“.

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Wir sind also pünktlich mit erheblichem „Untergepäck“ am Flughafen.
Dort nimmt man sich erheblich Zeit, bis sich mal jemand einen Check-in- Schalter aufmacht. Wir haben dann aber das Glück doch sehr weit vorne in der Schlange zu stehen.

Gut das wir unsere „öffentlich-rechtlich ausgebildete Ersthelferin“ dabei haben. Als hinter uns ein älterer Herr umkippt, ist Elisabeth sofort zur Stelle und kann sehr professionelle „erste“ Hilfe leisten. Das ist leider auch notwendig, da die Flughafen-eigenen Sanitäter erst nach gut 15 Minuten erscheinen. Wäre dies wirklich ein lebensbedrohlicher Notfall gewesen, wäre wahrscheinlich schlimmeres passiert. Eigentlich ein Skandal!
Nach dem obligatorischen ersten Zeitungseinkauf für den Flug, sitzt die ganze Familie dann pünktlich (viel zu früh, wie einige familiäre Dauernörgler meinen) am Gate.

Wir haben auch vernünftige zusammenhängende Plätze, obwohl wir uns auch weiterhin weigern, die „unverschämten“ Sitzplatzreservierungsgebühren bei AIDA zu bezahlen. Also schon mal 80 € für Cocktails gespart. Der Flug verläuft unspektakulär und eher langweilig. Ein Entertainmentsystem kann sich Eurowings auf dieser Route wohl nicht leisten. Das Essen: das inzwischen leider übliche „staubtrockene Sandwich“. Getränke gibt es auch nur noch auf „Sparflamme“. Aber auch dieser Flug hat ein Ende.
Nach der Landung zeigt sich der Himmel über Gran Canaria überraschend unfreundlich. Eher grau und relativ windig.
Unsere Koffer sind schnell da und den Weg zum wartenden Transferbus meistern wir schnell. Die Anfahrt nach Las Palmas ist ja bekanntermaßen nicht die schönste.
Besonders das Wetter macht uns doch ein wenig Sorgen. Eigentlich wollen wir noch an den Strand. Danach sieht es jetzt nicht wirklich aus.
Das Einchecken bei AIDA läuft wie üblich reibungslos. Auch Tore darf mit an Bord, obwohl es seine erste AIDA-Fahrt ist. Unsere Kabine ist bereits fertig, die der Kinder sollte auch nicht lange auf sich warten lassen. Schnell das Handgepäck in der Kabine verstaut und dann aufgrund des erheblichen „Loches im Bauch“ zu einem ersten Besuch ins Belladonna. Natürlich draußen.
Was sich als Herausforderung erweist, da es doch erheblich windet. Das eine oder andere Mal wehen nicht nur die Servietten, sondern auch schon mal die Wasserkaraffen um, aber das macht einem Norddeutschen nichts aus.

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Nach dieser ersten Überlebensmaßnahme ist dann die Kabine der Kinder auch fertig und wir machen uns auf einen Einweisungsrundgang für Tore. 3

Wir kennen uns ja bei der 5. bzw. 4. AIDA-Kreuzfahrt langsam ganz gut auf den AIDA-Schiffen aus.
Nach dem Rundgang wird dann individuell erst mal die Kabine erkundet, heißt, die langsam eintreffenden Koffer ausgepackt. Da um 16:00 Uhr die erste Happy Hour an der Pool-Bar stattfindet , haben wir uns dort verabredet. Die Kinder zollen dem extrem frühen Aufstehen in ihrer Kabine bis dahin Tribut.

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Elisabeth und ich ziehen das Sonnendeck vor. In kurzer Hose und mit Flip-Flops legen wir uns in die Liegestühle. In einer windgeschützten Ecke geht das schon ganz gut. Schnell kommt sogar die Sonne direkt über dem Schiff raus. Da wird es dann richtig warm und wir müssen tatsächlich die Sonnencreme holen. Um 16:00 gibt es dann den ersten gemeinsamen Cocktail der Kreuzfahrt.

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Da sich direkt vor dem Anlieger ein Einkaufszentrum befindet, entschließen wir uns noch
einmal rauszugehen, um die einheimische Wirtschaft zu unterstützen. Viel ist da nicht los. Für ein „TOP“ pro mitreisender Dame (sehr günstig geschossen) reicht es dann aber doch.
Bundesliga können Tore und ich heute leider nur sehr eingeschränkt schauen. Auf AIDA gibt es nunmal leider kein Sky. Aber neben uns liegt die Mein Schiff 4. Dort wird auf der Großbild-Leinwand das Spiel des HSV übertragen. Ist ein bisschen weit weg und man braucht auch den Live-Ticker vom Handy, aber es geht irgendwie. Immerhin gewinnt der HSV. Vielleicht könnte AIDA hier mal überlegen, ob das nicht auch ein Service für ihre Schiffe wäre.

   
 

Nach einigen obligatorischen Fotos vor dem Schiff, sind wir zurück auf die Sol und bereiten uns auf das Abendessen vor.
Das nehmen wir dann im East ein. Entgegen unserer Absicht, können wir nicht draußen sitzen, da es doch jetzt im Dunklen sehr kühl und windig ist. War aber auch so sehr nett.

Nach dem Essen folgt dann die obligatorische Seenotrettungsübung. Natürlich mussten auch hier wieder 3 Kabinen die Sache etwas verzögern. Aber ansonsten läuft alles professionell ab. Wie immer bei AIDA.

Jetzt gleich ab auf das Pooldeck, die Welcome-Party steht an.

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Ein wenig überraschend nieselt es etwas. Aber das tut der Sache keinen Abbruch.
Es gibt den üblichen Willkommenssekt, das erwartete „Sie haben Urlaub“ vom Generalmanager und, eine Premiere für uns, wärmende Decken.
Nach der Lasershow, die kurz nachdem Auslaufen stattfindet, verdrücken wir uns dann auf die Kabinen. Das frühe Aufstehen verlangt jetzt doch seinen Tribut. Tjorven ist schon vor der Welcome-Party ausgeschieden. Ja, die Jugend…

Der Kapitän hat uns für morgen nicht gerade das allerbeste Wetter angekündigt: Windstärke 5 und eher bedeckt. Na ja, ist so, wie es ist. Muss man durch!

2. Tag Montag 07.03.2016 1. Seetag

Am frühen Morgen ist Elisabeth bereits unterwegs, wie sich später herausstellt, irrtümlich, weil sie die Zeitumstellung nicht berücksichtigt hat, um sich sportiv zu betätigen. Ich schreibe erst Tagebuch und drehe dann eine Runde um das Schiff, um das Wetter zu erkunden. Bewölkt und nicht übermäßig warm. „Überraschenderweise“ hätte ich mir einige Dutzend Sonnenliegen nehmen können. Na ja, jedes Wetter hat seine Vorteile.

Tore, Tjorven und ich treffen uns um 10:00 Uhr vor dem Belladonna zum Frühstück. Das bescheidene Wetter nimmt Tjorven zum Anlass, um Tore und mich zum Frühstücken drinnen zu überreden. Mein Hinweis, dass sie sich den ewigen Zorn ihrer Mutter zuziehen wird, ignorierte sie. Als Elisabeth etwas später dann zum Frühstück dazu stößt, ist sofortigen „Draußen-Sitzen“ angesagt. War aber eigentlich auch ganz schön. Nach dem Frühstück ein kleiner Rundgang zum Foto-Shop um die gestrigen Bilder zu sichten. Den bayrischen Frühschoppen verschmähen wir dann doch. Einerseits, weil das Frühstück gerade erst 20 Minuten her ist und andererseits, weil jetzt bereits genug Senioren die Tische besetzen, obwohl die Veranstaltung erst in einer halben Stunde beginnen soll. Vielleicht warten die aber auch schon auf die Abendöffnung des Marktrestaurants.
Tjorven will zum Teensclub-Treffen, Tore raus und beim Lesen entspannen. Elisabeth und ich gehen in die Sauna, die überraschenderweise nicht so voll ist, wie erwartet.
Um 14:00 verabreden wir uns zum Volleyball. Natürlich ist Elisabeth vorher noch bei einem Sportkurs. Für 15:30 Uhr habe ich mich für einen Fotoworkshop eingetragen. Für 17:30 Uhr steht noch der Tanzkurs „Langsamer Walzer“ auf dem Programm. Also alles schön durchgeplant!
Das Volleyball-Spielen fällt aus, da es angeblich zu viel windet. Aber nach dem die vollkommen lustlose „Gastgeberin“ von AIDA sich verzieht, finden sich noch 11 Leute für ein spaßiges und sehr sportliches Basketball-Spiel.
Man sieht es geht auch ohne „Gastgeber“. Vor allem, wenn die sich so erkennbar gelangweilt zeigen.

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Der Fotokurs fand dann auch noch statt. Allerdings erst nach dem wir 3 Teilnehmer 20 Minuten gewartet hatten. Kommunikation ist nicht immer die Stärke von AIDA.

Abends läuft dann noch der neue James-Bond-Film auf dem Pool-Deck. Eigentliche eine tolle Idee: Kino mitten auf dem Atlantik. Es ist jedoch ein wenig frisch. Am Ende sitzen wir alle mit 3 Decken „eingemummelt“ auf dem spärlich gefüllten Deck.

3. Tag, Dienstag 08.03.16: Madeira

GPX-Daten

Heute haben wir Landgang. Schon früh am Morgen legen wir in Funchal an. Kai hat einen Ausflug mit einem Bus gebucht. Wir wollen uns das westliche Madeira ansehen. Damit kein Urlaubsfeeling aufkommt, startet unser Frühstück um 07.15 Uhr. Um 08.15 wollen wir von Bord – um 08.30 sollen wir am Treffpunkt sein. Nach Art der Südländer trifft unser Guide erst gegen 09.00 Uhr ein. Trotz der Verspätung starten wir in einen tollen Ausflug.

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Wir fahren ins Gebirge und halten an wunderschönen Aussichtspunkten. Es ist leider nicht so warm und recht windig – so sind wir auch mal in den Wolken unterwegs.

Der höchste Punkt liegt aber über den Wolken!

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Mittags haben wir eine Pause in einem kleinen Fischerdorf. Dort kehren wir ein und verspeisen das offerierte Touristenmenü für 13,00 €. Es ist ganz lecker, aber zieht sich leider in die Länge. Die verbleibende Zeit verbringen wir an den natürlichen Badepools, die der Ort hat. Baden kann man allerdings nicht. Es ist recht frisch und wegen dem starken Wind sind die Pools im rauhen Atlantik gesperrt. Das Wetter ist aber ideal, um Fotos von dem aufgewühlten Wasser zu machen.

16Auf dem Rückweg sehen wir noch etliche Wasserfälle – auch den schönsten von Madeira (Brautschleierwasserfall). Für uns, die wir schon viele große und beeindruckende Wasserfälle gesehen haben, sind sie schön, aber nicht wirklich atemberaubend.

Im Hafen von Funchal zurück, besuchen wir den „Höhepunkt des Tages“: Das Museum von „cr7“ – Christiano Ronaldo!

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Nach einer kurzen Entspannung an Deck, gehen wir um 19.00 Uhr ins Brauhaus zum Essen. Für uns eine Premiere. Anschließend geht es noch mal in die Stadt. Das Nachtleben von Funchal ist jedoch überschaubar. Schade, die Idee von AIDA, hier über Nacht zu bleiben, finden wir eigentlich ganz gut.

Doch ganz wichtig: Wir haben die Statue von Ronaldo entdeckt!

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Zurück auf dem Schiff gibt es noch eine „Happy Hour“ und Tjorven darf beim „Late-Night Volleyball“ nicht mitspielen. Sie ist noch keine 18. Die AIDASol ist erkennbar ein deutsches Schiff mit vielen Regeln und einer wiederum sehr unmotiviert „Gastgeberin“. Übrigens dieselbe, die auch beim Volleyball durch „Übermotivation“ glänzte. Warum man einer jungen Dame, die kurz vor dem 18.Geburtstag steht, erzählt, sie dürfe nicht am abendlichen Volleyball teilnehmen, sondern sollte sich lieber an das „Kids-Programm“ halten, wenn gleichzeitig die Menge der potenziellen Teilnehmer sehr überschaubar ist, bleibt wohl ein Geheimnis dieser „gastgebenden“ Dame.

4. Tag, Mittwoch, der 09.03.16: 2. Seetag

Was fehlt ist leider die Sonne und die erhoffte Wärme. Stattdessen bläst ein kalter Wind. Langeweile kommt trotzdem nicht auf. Die Kinder und ich nehmen an einem Quiz auf dem Pooldeck Teil. Serienmusik soll geraten werden. Wir gewinnen sogar ein Schlüsselband. Kai besucht die Fortsetzung seines Foto-Workshops.
Danach frischen Kai und ich unsere Cha-Cha-Cha Kenntnisse auf, um beim nächsten Ball damit zu glänzen. Mein Indoor-Biking Marathon wird abgesagt, aber ein normaler Kurs findet statt. Tore und Tjorven gewinnen ein zweites Schlüsselband beim Tischtennis-Turnier. Tjorven hat ihre Liebe für Volleyball entdeckt.
Außerdem wollen die Kinder jeden Tag einen anderen Burger aus dem California-Grill testen und Tore hat seine kulturelle Seite entdeckt. Er wird zum eifrigen Besucher der Kunstauktion. Leider hat er auch mit Halsschmerzen zu kämpfen und muss sich etwas schonen.

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Unser Kaffee schmeckt uns auch auf dieser Fahrt auf Deck 5. Hier ist es am frühen Abend herrlich ruhig mit schönem Blick auf das Meer. Die Sonnenuntergänge sind diesmal nicht so spektakulär, aber für das eine oder andere Foto können sie noch herhalten.

  

Das Abendprogramm läuten wir um 19.45 Uhr mit der „Happy Hour“ ein. Diese Tradition gefällt auch den Kindern. Es gibt indisches Essen im East Restaurant. Auf dem Pooldeck wird die UEFA Champions League übertragen: FC Chelsea – Paris Saint- German. Es ist jetzt richtig kalt draußen und wir empfehlen Tore wieder mindestens drei Wolldecken. Er ist fast der einzige Zuschauer und hält auch nur die 1. Halbzeit durch – die 2. gibt es in der Kabine. Wir anderen Drei verbringen einen überraschend tollen Abend im Brauhaus. „AIDA ist nur einmal im Jahr“ heißt das Motto. Die Musik ist ohne Niveau- das sagt sogar der DJ, aber der Saal tobt auf Bänken und Tischen. Das wäre für Tore auch nichts gewesen, dafür ist er viel zu norddeutsch. Wir hatten unseren Spaß!

5. Tag, der 10.03.16: Lanzarote

GPX-Daten

Kai hat einen schönen Ausflug für uns geplant. Es geht mit dem Mietwagen in die Berge zu den Vulkankratern.
Durch den Nationalpark „Timanfaya“ w21ird man mit dem Bus gefahren und bekommt einen schönen Eindruck von der schroffen Vulkanlandschaft, den Feuerbergen.

Die Erde ist dort noch so heiß, dass sich Heu in einem Erdloch entzündet und mit Wasser Geysire erzeugt werden können.

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Das Restaurant betreibt seinen Grill mit der (Vulkan)Erdwärme.

Wir bewundern die weißen Häuser der Insel.
Außerdem fahren wir an einer Meersalzgewinnung vorbei und kaufen später auch von dem heimischen Salz.

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Wir gehen an einem schwarzen Strand spazieren und sammeln Steine – die Koffer sind ja nicht voll (drei kleine Steine wandern ins Gepäck).

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Später kommen wir noch zu dem Ort mit dem weißen Strand (Playa Blanca), dort sollte man aber seinen Urlaub nicht unbedingt verbringen. Der pure Touristenrummel.
Der Ausflug hat uns Spaß gebracht und wir haben schöne Ecken der Insel entdeckt. Schade nur, dass unser Badezeug wegen des Wetters nicht zum Einsatz gekommen ist.

Es gelingt uns noch kurz vor 17.00 Uhr einen „Burger“ zu essen. Zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr gibt es doch tatsächlich nichts zu essen auf dem Schiff!
Die Stärkung ist besonders wichtig, da heute die Offiziere zum Auslaufen des Schiffes auf dem Pooldeck leckere Cocktails mixen. 6 Drinks für 10,50 €, das lassen wir uns nicht entgehen!
So, jetzt ist Erholung angesagt, bevor wir mit unserem Abendprogramm starten. Im East gibt es heute philippinisches Essen. Die Schlagernacht trifft nicht so unseren Geschmack, also gehen wir – mit Ausnahme von Tjorven – heute früher ins Bett. Tjorven hat wieder einige Bekanntschaften gemacht, mit denen sie den Abend verbringt.

6. Tag, 11.03.16: La Palma

GPX-Daten

Zum Sonnenaufgang um 07.26 Uhr stehe ich auf für meine Schornsteinrunden und zum Fotografieren. Der Sonnenaufgang ist nicht so besonders. Der Blick auf die sich nähernde Insel ist aber sehr schön.
Auch für heute haben wir ein Auto gemietet. Wir fahren in die Berge in den Nationalpark Caldera zum größten Senkkrater der Welt mit Gipfeln von 2.400 Metern Höhe.

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Eine wirklich heftige Serpentinenstraße führt uns zum Observatorium der Insel (Roque de los Muchachos), dass auch dort steht. 28

Wir halten auf dem Weg etliche Male an, um die tolle Aussicht zu genießen. La Palma ist sehr grün. Ganz im Gegenteil zu gestern auf Lanzarote. Oben angekommen, muss man erstmal Parkplatzglück haben. Ein Fußweg führt uns noch etwas weiter in die Berge und in die Höhe. Endlich haben wir auch Sonne, denn wir sind über den Wolken! Ein sehr beeindruckender Ausblick auf die Wolkendecke!

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Man spürt die Wärme der Sonne und gleichzeitig die Kälte der Höhenlage. Hier oben gibt es auch tatsächlich noch Schneereste. Viele, viele schöne Fotos werden geschossen. Hier müsste man wirklich mal in der Nacht sein, um den Sternenhimmel zu erleben!
Wir setzten unseren Weg fort und schlängeln uns die Serpentinen wieder runter.
Am Atlantik entdecken wir noch tolle Naturpools, in denen auch gebadet werden kann – wenn der Atlantik nicht so rau ist, wie heute. Um diesen schönen Platz zu finden setzen wir unsere „Geheimwaffe“ Tjorven mit ihren Spanischkenntnissen ein.
Tore hat diesen schönen Fleck bei den Sehenswürdigkeiten entdeckt, doch erst Tjorvens beherztes „ nach dem Weg fragen“ hat uns hingeführt.
Der Atlantik tobt mit hohen Wellen und drückt das Wasser in die Pools. Kai macht hunderte Bilder von den Wellen und der Gischt. Die Kraft des Wassers beeindruckt uns alle. Schade ist natürlich, dass wir auch heute nicht baden können. An einem windstillen Tag wäre es sicher ein Genuss!

Zurück auf dem Schiff wird natürlich erstmal der California Grill aufgesucht. Ich gehe heute endlich mal wieder in die Sauna und bin zum Ablegen auf dem Deck. Mit dem Essen müssen wir uns beeilen – es gibt heute griechisch im Marktrestaurant – weil die Kinder Aktivbingo spielen wollen. Es wird wirklich jede Tiefe ausgelotet. Tatsächlich ist es ganz lustig und wir gewinnen zumindest das eine oder andere Glas Sekt und haben unseren Spaß. Den nicht gerade üppigen Gewinn gönnen wir Anderen. Schade, dass nur unsere übermotivierte „Gastgeberin“ wieder einen Teil der Moderation übernimmt. Hätte sie lieber der netten Tanzlehrerin überlassen sollen.

Den Abend lassen wir noch mal im Brauhaus ausklingen. Es wird wieder zünftig. Tore versucht es mal mit der bayerischen Lebensart, aber hält nicht lange durch!

7. Tag, 12.03.16: Teneriffa

Ein letztes Mal Morgensport auf der AIDA. Schornsteinrunden und ein 1. Saunagang vor dem Frühstück. Gerne wäre ich auch noch mal in den Pool gehüpft, aber der war noch nicht abgedeckt. Schade!
Eigentlich wollten wir heute auf Teneriffa mit dem Linienbus zum Baden an den Strand fahren. Kai hat alles rausgesucht. Doch dafür ist es einfach nicht warm genug.
Andererseits haben wir auch noch gar nichts eingekauft und Tore braucht noch Andenken.
Wir beschließen einen Einkaufsbummel zu unternehmen. Besonders ist die Stadt nicht, aber wir entdecken einen sehr schönen Markt, nachdem wir vorher schon die diversen spanischen Varianten der 1-€-Läden abgearbeitet haben.

Dieser Markt ist sowohl bautechnisch als auch vom Angebot sehr ansehnlich. Schade, dass man keine Lebensmittel mit nach Haus nehmen kann.

Nach einem kurzen Stopp zum Schreiben der letzten Urlaubskarten, gehen wir gegen frühen Nachmittag zurück auf das Schiff.

Schiff 2
Die Sonne ist ein wenig herausgekommen. Jeder sucht sich seine Beschäftigung aus. Vom Sonnen und lesen an Deck bis zum Sport ist alles dabei.
Am Abend ist natürlich das große Abschiedsessen angesagt. Vorher genießen wir wie immer einen (den letzten) Happy-Hour-Cocktail.

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Dann ging es diesmal ins Marktrestaurant, da an draußen sitzen ohnehin leider nicht zu denken ist.
Das Essen ist gut. Wenn auch der berüchtigte Hummer, diesmal etwas kleiner ausfällt, da er nur noch als Teiltellergericht gereicht wird. Aber das tut der Sache keinen Abbruch. Ein sehr schönes Abschiedsessen.
Dann geht’s noch zum Farewell-Party. Diesmal nicht ganz so eisig wie die Abende vorher. Es gibt des berühmten Abschiedssekt und die Zusammenfassung der gastronomischen Daten dieser Reise. Alles für erfahrene AIDA-Reisende nichts Neues, aber eben doch eine schöne Tradition.
Wir „schwingen“ das Tanzbein noch bis spät in den Abend, bevor uns dann der Zwang die Koffer zu packen, in die Kabine bewegt.

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8. Tag 13.03.2016 Rückreise

Diesmal haben wir eine ganz passable Rückreisezeit erwischt. Unser Transfer zum Flughafen geht um 09:00 Uhr.
Vorher gibt es ein letztes Frühstück und Tjorven investiert ihre gesamten verbliebenen Barschaften in das Trinkgeld für unseren Kellner Michael. Irgendwie ahnen wir, dass dies nicht sein Taufname ist, da er doch sehr asiatisch wirkt.
Schweren Herzen verlassen wir das Schiff. 7 Tagen sind wirklich zu kurz.
Die Koffer sind erst nach einigem Suchen zu finden. Das war schon mal besser bei AIDA (Alle waren verstreut über die gesamte Halle. Nur einer stand bei dem Deck, wo er stehen sollte). Aber eine Kofferschnitzel-Jagd ist ja auch mal was Neues!
Dann geht’s zurück zum Flughafen. Die Strecke ist immer noch unansehnlich. Der Rückflug mit Eurowings ist genau so unattraktiv, wie der Hinflug. Keine große Überraschung. Eigentlich wollte ich diese Gesellschaft, nach unseren Erfahrungen bei dem Rückflug von der Transatlantik-Tour im letzten Jahr, ohnehin meiden.
Zurück in Hamburg empfangen  uns ein freundliches Grau und warme 2 ° C.
Willkommen zu Hause!

Fazit:

Es war ein wirklich schöner Urlaub. Das bescheidene Wetter konnte uns nicht wirklich etwas anhaben. AIDA war auch bei der 5.Reise sehr gut. Die eine „Gastgeberin“ kann diesen Eindruck nicht wirklich nachhaltig verschlechtern.
Die Kanaren, mit denen wir uns bisher immer ein wenig schwer getan haben, entdeckten wir diesmal aus neuen Perspektiven. Insbesondere La Palma hat uns sehr gefallen.
Also bleibt es wohl bei dem auf AIDA-sehen!

Ein Gedanke zu „Kanaren Kreuzfahrt 2016

  1. Ja ja die AIDA und die Kanaren – davon können wir auch ein Lied singen 🙂

    Immer wieder schön! Wir sind bisher nur einmal fremdgegangen und mit MEIN SCHIFF 4 zum 3. Mal zu den Kararen… beim nächsten Mal „wenn denn dann“ wird wieder die AIDA das Schiff unserer Wahl sein.

    Toller Bericht und schöne Bilder!

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